Richtig Bluffen
Jeder liebt es zu Bluffen. Dadurch wird Poker erst richtig interessant. Die Chance etwas zu gewinnen ohne etwas auf der Hand zu haben...die Chance deine Gegner einzuschüchtern...sie dazu zu kriegen, das beste Blatt zu folden. Wenn es beim Poker nur darum ginge, das die beste Hand immer gewinnt, würde das Spiel viel von seiner Anziehung verlieren. Das Fernsehen lässt Bluffen immer cool aussehen und du kaum in ein Casino oder Online Poker Room gehen ohne das links und rechts von dir die Spieler am Bluffen sind. Bluffen ist gut...das Problem ist nur dass viele Spieler nicht wissen wie es geht. Sie Bluffen nur um zu Bluffen.Um einen erfolgreichen Bluff abzuziehen, müssen zwei wichtige Faktoren erfüllt werden. Erstens: Wird dein Gegner folden? Und zweitens: Ergibt dein Bet einen Sinn in bezug auf die Action die vorher stattgefunden hat? Wenn dein Gegner nicht folden wird, kannst du nicht bluffen...so einfach ist das. Und wenn sie doch folden, musst du dich entscheiden ob dein Bet Sinn macht. Zu oft sieht man Spieler bluffen ohne darüber nachzudenken was bisher in der Hand passiert ist.
Hier ist ein Beispiel von einem schlechten Bluff:
Spieler A hat J♦10♦ auf der Hand. Der Flop kommt 9♦6♠2♦. Spieler B setzt und Spieler A callt. Auf dem Turn kommt die 5♠. Spieler B setzt und Spiele A callt. Der River ist die 2♣. Spieler B checkt und Spieler A entscheidet sich zu versuchen, den Pot zu stehlen.
Das Problem mit diesem Bet ist der, dass er keinen Sinn ergibt. Bei einem solchen Board hätte Spieler A mit einem starken Blatt auf dem Flop oder Turn raisen müssen, was er nicht gemacht hat. Er spielte genau so als ob er einen Draw getroffen hätte und darauf gehofft hatte, das dieser sich vervollständigt. Dies ist jedoch nicht passiert, also macht der Bet auf dem River keinen Sinn. Spieler B kann hier mit einer Menge Hands callen, unter anderem Ass-High und jedem Pocket Pair.
Hier ist ein Beispiel von einem guten Bluff:
Spieler A hat J♠10♥. Der Flop kommt 9♦8♠5♦. Spieler B setzt und Spieler A callt. Auf dem Turn kommt die 6♦, Spieler B checkt und Spieler A setzt. Spieler B callt und der River kommt 2♣. Spieler B checkt und Spieler A setzt erneut. Hier hat ersten der bet einen Sinn ergeben und das Board weist eine ausreichende Bedrohung für deinen Gegner auf um einen Bet auf dem Turn und auf dem River zu begründen. Spieler B kann auf dem River eigentlich nur callen wenn er mindestens einen Straight getroffen hat. Spieler A hat richtig erkannt das die Turn Karte dem Spieler B Angst gemacht hat nachdem dieser nur gecheckt und dann gecallt hat. Nach dem Call von Spieler B hat sich Spieler A jedoch nicht abschrecken lassen und auf dem River noch mal gesetzt. Er hat geahnt das Spieler B wohl auf dem River nicht dass getroffen hatte was er treffen wollte und somit war es ein guter Zeitpunkt für einen Bluff.












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