Pre-Flop Play zu Beginn eines Turniers – Teil IV
Anstatt euch eine gesamte Hand History zu zeigen, wo Ihr wahrschienlich nicht die geringste Ahnung habt in welcher Situation gespielt wird, entschied ich mich die Hände zu katogorisieren und die wichstigsten Aspekte, die wir in den vorherigen Artikeln beschprochen haben, zusammenzufasssen. Mittlere und kleinere Paare in früher Position.
Die erste Hand ist ein Beispiel, warum es sich in Multi-Table NLHE Turnieren oft lohnt, Hände wie J-J oder 10-10 in früher Position nur zu "limpen".
Die Blinds sind auf 15/30 und jeder Spieler erhielt 1,500 Chips in einem Full Tilt Poker Turnier. Es wird die zweite Hand des Turniers gespielt und Spieler A raised UTG+1 auf 150. Spieler B callt vom mittlerer Position und Spieler C re-raised vom Big Blind auf 300. Spieler A callt. Spieler B geht All-in. Spieler C callt. Spieler A foldet J-J. Spieler B zeigt A-A, Spieler C hat Q-Q.
Wie hätte einfaches limpen dem Spieler A geholfen? Spieler A hat es immerhin noch geschafft aus dem Pot zu kommen, also könnte man behaupten das sein Raise ihm die nötige Information gegeben hat, um sein Blatt zu folden. Wie dem auch sei, hätte Spieler A nur gelimpt, wäre es nicht viel anders gelaufen. Spieler B hätte geraised, Spieler C reraised und Spieler A trifft die gleiche Entschiedung, foldet J-J, aber nur mit verlust von 30 antstatt 300 Chips. Denkt daran, mit mittleren Paaren (und in der Anfangsphase eines Turniers ist J-J... ein mittleres Paar!) wollt ihr große Pots gewinnen und kleine verlieren. Indem man in früher Position raised, mit noch so vielen Spieler die an Zug sind, läuft man Gefahr bei einem Re-raise mächtig ins schwitzen zu kommen. Mit solchen Händen ist die Position ist entscheidend... J-J mag zwar in manchen Situationen eine Re-raise Hand zu sein, aber nicht in der Anfangsphase eines Turniers.
Die zweite Hand unterstreicht nicht nur den Vorteil mit mittleren Händen aus früher Position zu limpen, sondern auch den ímplizierten Wert solcher Hände.
Ungefähr 30 Minuten in einen Pokerstars Turnier sind die Blinds auf 40/80. Spieler A limpt UTG mit 10-10. Sie hat 2,100 Chips. Spieler B, im CO (Cut-off) erhöht auf 350 und hat noch 1,975 Chips. Der Big Blind, Spieler C, callt und hat dann noch 1,250 Chips. Spieler A callt ebenfalls mit 1,830 Chips übrig.
Der Flop kommt Q-10-3. Spieler C checkt, Spieler A erhöht mit seinen Set auf 600. Spieler B geht All-in, Spieler C foldet. Spieler A callt und dominiert die A-Q von Spieler B. Er muss sich verbessern oder das Turnier ist für Spieler B so gut wie gelaufen.
Limpen hat Spieler A in zwei Aspekten geholfen. Sie musste mit ihrem mittleren Paar vor dem Flop nicht viele Chips riskieren, hätte sie geraised, wär Spieler B vielleicht vor dem Flop All-in gegangen. Limpen hat ihr auch ermöglicht, erstmal den Flop zu sehen und so ein großen Pot zu gewinnen. Dazu hat Spieler A die eigentliche Stärke ihrer Hand vertuscht. Es ist wahrscheinlcih das Spieler B sie auf K-J, K-Q oder J-10 geschätzt hat, weil sie nur in den Pot gelimpt ist. Außerdem können manche Spieler einen Top Paar nur schwer weglegen, vorallem in einen Turnier mit kurzen Blind Levels.
Wenn Sie mittlere und kleinere Paare in der Anfangsphase öfters korrekt spielen, wird ihnen auffallen, dass diese Blätter immer noch die größten Pots gewinnen.
Raise und Re-raise
Zwei Konzepte, die wir in Teil 3 besprochen haben, war zu Raisen wenn es Limper gibt und Re-raisen wenn jemand gesetz hat.
Wenn Sie limpers raisen, sollten Sie, wie in Teil 3 besprochen, für jeden limper 1 mal den Big Blind auf Ihren Standard Raise addieren. In der folgenden Hand hatte ich es mit 4 limpermn zu tun, ich hatte A-K auf dem Big Blind. Mein Stack war 3,200 und die Blinds waren auf 50/100. Mein Standard Raise ist auf 2.5 mal der Big Blind, in diesem Fall auf 250. Mit 4 limpern musste ich also 650 setzten, was ich auch tat. Jeder hat gefoldet und ich sackte, ohne jegliche Gegenwehr, ein schönen Pot ein.
Mein Raise hat stärke demonstriert, da niemand vor mir geraised hat und damit auch keine stärke gezeigt hat. Ich wußte, dass ich nur „Action" sehen werde, wenn jemand seine Monsterhand slow played. Diese Hand hätte mich wahrscheinlich dominert, wenn der , Spieler C meinen Pre-flop Raise geRe-raised hätte, musste ich meine Karten eventuell wegelegen. Das hat er jedoch nicht - niemand hatte eine Monsterhand - und deshalb war mein Raise zum meinem Vorteil. Wenn ich gecallt wäre, hätte mein A-K noch einen starken Wert, indem ich das Ass treffe.
Die zweite Hand ist etwas komplizierter. Vorallem da solche Situation auch nicht oft vorkommen, wo ein Pre-flop raise gecallt wird und Sie Re-raisen. Dieses Manöver wird auch „Squeeze Play" genannt, da es Druck auf die anderen beiden Spieler ausübt. Der ürsprüngliche Raiser weis, dass er die Action nicht beenden kann, da noch ein dritter Spieler im Pot ist, also kann er nur mit einer starken Hand, die es einem Re-raise call würdig ist, weiter spielen. Der dritte Spieler braucht ebenfalls eine starke Hand um diesen Re-raise zu callen. Hätte er die gehabt, hätte er den ersten Raise selber erhöht.
Es war erst in der 5ten Hand des Turniers, als ich A-A in CO bekahm. Ein Spieler in früher Position erhöht 4 mal den Big Blind und wird von einem Spieler auf mittlerer Position gecallt. Die Blinds sind 15/30, das heißt, es waren 285 im Pot (120+120+30+15). In Teil 3 empfehlen wir 1,5 mal den Pot zu Raisen. Ich habe das von 285 auf 300 geschätzt und machte meinen Raise von 450 (300*1.5). Jetzt war es 330 die meiner Gegner callen mussten. Der ürsprungliche Raiser hat gecallt, die anderen nicht. Ich habe meinem Widersacher im Endeffekt noch rausgehauen, als der Flop 9 hoch kam und er seine 10-10 einfach nicht weglegen konnte.
Dieser Raise hat nicht nur, wie im Volksmund schon gesagt, ihm in die Klemme (Squeeze) genommen, sondern ihn auch zu fehlern verleitet, falls er sich entscheidet nur zu callen. Es beweist dass ihr Gegner mit ihrer Hand nicht ganz im klarem sind. Hätten sie Monsterkarten wie A-A oder K-K, hätte sie nochmal erhöht. Das ist eine Menge Information über die Hand Ihres Gegners, die Sie zu Ihrem Vorteil nutzen können. Oft können Sie Spieler so nach dem Flop in die Falle laufen lassen. So können Sie, auch mit schlechten Karten, einen großen Pot klauen, vorallem wenn Sie dieses Manöver schonmal erfolgreich eingesetzt haben.
Das schließt unsere Pre-Flop Tunrnier Strategie ab. Ich hoffe Sie haben etwas gelernt, wenn nicht wenigstens Ihre eigene schon entwickelte Stratgie bestätigt bekommen. Bei Anregungen und Fragen wenden Sie sich bitte ans PokerWorks forum .












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