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Pokerstrategie | Texas Hold'em Strategie

Poker Bankroll Management

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Mit dem Geldautomaten als mein Bankrollem fing alles an. Nachdem ich mich in Phoenix mit einem Klienten getroffen hatte, ging ich ins Kasino Arizona, hob $200 vom Automaten ab und setzte mich an einen $4/$8 Tisch. Nachdem ich 90 Minuten lang Flushes hinterhergejagt hatte, schrie der Dealer plötzlich “Chips!“, und weitere $100 waren investiert. Diesmal lief alles ein wenig besser und ich beendete den Abend mit einem Gesamtverlust von $60. Das war billiger als in Phoenix eine Runde Golf zu spielen, also konnte ich mich wirklich nicht beklagen. Ich reise sehr viel und spiele in jedem Kasino, das ich finden kann. Ich habe es geschafft, mich bis zu den $15/$30 Tischen hochzuspielen, wenn ich im Bellagio oder Foxwoods bin. Ich bin noch nicht bereit für die richtig großen Tische, aber zumindest kann ich beruhigt Poker spielen, ohne wieder an den Geldautomaten zu müssen.

Als nächstes kam Party Poker. $100 deponiert, an den $4/$8 Tisch gesetzt...Pleite gegangen. Noch mal $200 eingezahlt und an einen $2/$4 Tisch gesetzt. Nachdem ich insgesamt ungefähr $1200 eingezahlt hatte und alles verloren hatte, entschied ich mich, mit dem Online Poker aufzuhören. Aus irgendeinem Grund lag es mir einfach nicht und ich spielte online Poker einfach nur mies. Nach 6 Monate versuchte ich es noch einmal, und ich machte aus $500, die ich eingezahlt hatte $5000. Zehn tage später hatte ich mehr als die Hälfte davon wieder verloren.

Willkommen zu den Anonymen Bankroll Managern. Ich bin Craig Cunningham, und ich habe ein Bankroll Management Problem.

Nach der allgemeinen Faustregel für ein gutes Bankroll Management sollte ein Spieler mindestens über 300 den Big Blind verfügen, obwohl einige Profis eher sagen würden, dass es bei 1000 mal den Big Blinds liegen müsste. Viele Spieler tendieren dazu, Online mit 1000 mal den Big Blinds zu spielen, und 300 mal den Big Blinds in den Live Games.

Wieso sind diese gute Richtlinien für uns?

Es gibt zwei Hauptgründe, warum wir im Poker verlieren. Entweder folden wir unser Blatt oder ein anderer Spieler hat ein besseres Blatt als wir. Wie Phil Hellmuth einmal gesagt hat "Wenn Glück nicht ein Teil des Spiels wäre, würde ich jedes mal gewinnen". Manchmal bedeutet Glück ein gutes Blatt zu haben, aber ein anderer Spieler trifft zwei Paare oder einen Straight. Manchmal heißt es auch ein starkes Blatt zu haben, nur um es mit einem noch besseren Blatt aufnehmen zu müssen. Glück im Zusammenhang mit falschen Entscheidungen, die man trifft, führt dazu, dass wir Pots verlieren. Wenn das einige Zeit so weiter geht, wenn du zum Beispiel eine Pechsträhne hast, hast du plötzlich eine Menge Chips verloren. Der Poker Bankroll ist dafür da, dass du diese Rückschläge wegstecken kannst und weiter spielen kannst.


Sogar wenn ein Spieler gut genug ist, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, wird jeder Spieler irgendwann einige Spiele hintereinander verlieren. Wenn wir Limits spielen die uns erlauben solche Rückschläge wegzustecken, dann können wir auch nachdem wir 6-7 Sessions hintereinander verloren haben trotzdem weiter spielen. Wenn du aber nur mit einem Bankroll von 50-100 mal des Big Blinds spielst (zum Beispiel $200-$500 an $2/$4 Tischen), dauert es nicht lange, bis dein gesamter Bankroll verschwunden ist.

Wie weißt du, ob du ein Problem mit deinem Bankroll Management hast? Hier sind einige Anzeichen:

Deinen Bankroll nachfüllen. Deine erste Einzahlung zu tätigen ist was anderes als immer wieder Geld einzuzahlen. Wenn dein Kontoauszug viele Überweisungen auf Poker Konten anzeigt, spielst du höchstwahrscheinlich an Limits, die für deinen Bankroll zu hoch sind.

Wenn du in einer Session mehr als 15% deines Bankrolls gewinnst oder verlierst, bedeutet dies, dass du zu viel von deinem Bankroll in einer einzigen Session riskierst. Beachte, dass Gewinne von mehr als 15% hierzu auch zählen. Oft konzentrieren wir uns nur auf die schlechten Sessions als Zeichen, dass wir mit unserem Spiel etwas falsch machen.

Wenn Verluste unsere Entscheidungen beeinflussen. Viele glauben, dass Tilt etwas ist, der nur nach einem Bad Beat eintrifft. Tilt kann aber auch ein Zustand sein, der über einen längeren Zeitraum anhält und kann zwei verschiedene Formen annehmen. Entweder versuchst du einen Gewinn zu erzwingen, in dem du anfängst, sehr loose zu spielen oder du machst genau das Gegenteil und hast Angst, überhaupt noch ein Blatt zu spielen.

Keinen Bankroll zu haben. Für einige Spieler ist jede neue Session ein neuer Anfang. Sie zahlen etwas Geld ein und los geht's. Für die regelmäßigen Spieler ist es jedoch wichtig, dass sie ihr Vorankommen kontrollieren können, und der Bankroll ist ein Weg dies zu tun.

Wenn du glaubst, du hast ein Bankroll Problem, ist es von noher Wichtigkeit herauszufinden, was genau das Problem ist. Spielst du zu hohe Stakes nur um zu versuchen, einen Verlust auszugleichen? Sind es bestimmte Spiele oder Spieler, mit denen du Probleme hast? Vielleicht hast du Freunde, die ehrlich mit dir sind und dir sagen werden, was dein Problem ist. Denk dran, gutes Bankroll Management führt dazu, dass du nicht Pleite gehst, was heißt, dass du weiter spielen kannst, was dazu führt, dass du besser wirst und letztendlich mehr Geld gewinnst.