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Pokerstrategie | Texas Hold'em Strategie

PokerWorks Strategie: Heads-Up Teil II

Poker Strategie
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Im ersten Teil des Artikels waren wir in jeder besprochenen Situation in Position und haben mit einem Raise die Initiative übernommen. Es wird aber natürlich oft genug vorkommen dass dein Gegner versuchen wird die Initiative in der Hand zu übernehmen wenn er auf seinem Big Blind sitzt. Entweder hat er es satt, das du ständig am Raisen bist, oder er tut es ganz einfach um ein wenig Druck aus zu üben. Es ist wichtig dass du darauf achtest wie oft er dich pre-flop re-raist und mit was für Hands er dies tut. Wenn er dies zum Beispiel mit suited Assen oder suited Connectors macht, oder mit Händen, wie K-10/Q-10, kannst du dir mit ihm viele Flops ansehen weil er den Flop oft verpassen wird. Ein anderes Mittel gegen diese Re-Raises ist ihn erneut zu re-raisen. Ich persönlich finde es sehr stark einen Gegner, der dich das erste mal vor dem Flop re-raist, gleich zu rere-raisen, egal mit was für einer Hand. Dadurch wird er sich in Zukunft mit seinen 3-Bets ein wenig zurückhalten und du kannst vom Button aus relaxter aufspielen. Besonders wenn du einen großen Stack hast sind „4-Bets" vor dem Flop eine starke Waffe und gibt dir die Kontrolle in der Hand zurück. Bedenke aber...4-Bets müssen nicht unbedingt groß sein. Hier ein Beispiel:

Du raist vom Button aus auf $12 mit {a-Diamonds}{4-Diamonds} und dein Gegner re-raist auf $44. Wenn ich hier 4-Betten würde, würde ich zum Beispiel $120 setzen. Er kriegt hier nicht die richtigen Odds um sich den Flop anzusehen, aber es ist trotzdem ein deutlicher Re-Raise, und wenn er darauf All-In geht kannst du dein Blatt immer noch folden. Achte nur darauf, dass du mit deinen guten Händen genau so viel setzt wie mit deinen schlechten Händen, sonst weiß dein Gegner sofort was los ist und du wirst große Probleme kriegen.
Du bist natürlich nicht verpflichtet bei einem 3-Bet deines Gegners zu re-raisen. Dies bezog sich nur auf Situationen, wenn er dich zu oft re-raist, oder wenn du hin und wieder mal bluffen willst. Du kannst einen 3-Bet natürlich auch einfach callen. Wenn du Hände hast die gut floppen, so wie {a-Spades}{j-Spades} oder {8-Spades}{7-Spades} kannst du dir immer mal einen Flop ansehen. Wenn du dann ein Ass oder Buben floppst wird das Geld auch schon in den Pot wandern. Achte auch darauf wie oft dein Gegner einen Continuation Bet benutzt nachdem er vor dem Flop gere-raist hat. Du kannst von seinem Continuation Bet auf dem Flop oft viele Informationen ableiten.

Ich spielte vor kurzem in einem $25/$50 Heads-Up Spiel wo mein Gegner auf dem Flop immer $700 setzte wenn er den Flop verpasst hatte und immer $850 wenn er getroffen hatte. Na ja, das war natürlich ein Geschenk für mich. Achte also gut darauf, denn bei vielen Gegnern kann man ganz leicht irgendwelche Betting-Muster erkennen nachdem sie vor dem Flop gere-raist haben. Achte auch gut auf die Größe der Stacks und calle nicht mit mittelmäßigen Händen wenn dein Gegner nur selten re-raist. Wenn du eine Weile gegen einen Gegner spielst und er re-raist dich plötzlich aus dem nichts zum ersten Mal, ist es auch keine Schande um deine {a-Spades}{q-Spades} zu folden, besonders nicht wenn du das Match dominierst.

Das war's dann auch schon fast mit Position. Das einzige was ich noch sagen will ist...mache das meiste aus deinen guten Händen. Deine Top Pairs sind hier um einiges mehr Wert und so musst du sie auch spielen.

Wenn du "Out of Position" (OOP) spielst ist dies eine ganz andere Geschichte. Das einzige was hier eigentlich funktioniert ist tight-aggressive oder loose-aggressive. Loose-aggressive kann aber auch gefährlich werden weil du immer OOP sitzt und vor dem Flop re-raisen musst, weil du sonst vor dem Flop zu passiv spielst. Du musst gut darauf achten, dass du nicht anfängst loose-passive zu spielen, also viele Hände vor dem Flop nur callen. Sorge dafür, dass du entweder eine Hand spielst die gut floppt oder du re-raist. Ich würde anraten zu Beginn des Heads-Up tight-aggressive zu beginnen. Es gibt viele Hände die zwar OK aussehen, aber doch selten gut floppen und sehr unangenehm zu spielen sind OOP. Früher spielte ich in solchen Situation oft niedrige Asse, aber damit habe ich jetzt aufgehört und spiele eigentlich nichts schlechteres mehr als A-9 bei einem Pre-Flop Raise. A-7 sieht zwar OK aus, floppt aber sehr schlecht und du bist zu dem noch OOP. Auch Hands wie K-9 oder Q-8 sind OOP um einiges schlechter als sie aussehen. Das sind für mich auch einfache Folds vor dem Flop. Auch Hands wie 7-9 off suit sind Müll. Du floppst mit solchen Händen einfach zu schlecht um sie OOP spielen zu können.

Ich rate vor allem an suited Asse zu spielen, hohe Connectors (J-10, 10-9), Broadway Hands (K-J, Q-10), Pocket Pairs (raise ich vor dem Flop selten. Sie floppen stark und du verlierst viel an Setvalue wenn du vor dem Flop erhöhst). Fast alle suited Connectors sind auch gut um zu spielen, außer 2-3 und 3-4.

Wenn du einmal auf dem Flop angekommen bist musst du gut auf das Muster der Continuation Bets deines Gegners achten. Check-Raise immer mal wieder bei gefährlichen Flops wie {5-Spades}{6-Spades}{3-Diamonds}. Das funktioniert oft sehr gut und du wirst so den einen oder anderen Pot einsammeln können. Top Pair Hands kannst du gut check-callen...du hast viel Showdown Value und du willst auch nicht dass der Pot außer Kontrolle gerät. Zum Beispiel:

Dein Gegner raist auf $12 und du callst mit {q-Spades}{9-Spades}. Der Flop kommt {q-Diamonds}{j-Clubs}{3-Hearts}. Du checkst und er setzt $20. Hier calle ich oft einfach nur. Es hat wenig Sinn hier zu re-raisen, es sei denn du willst hier schon den Pot gewinnen. Oft gibst du ihm damit aber die Möglichkeit dich mit einem Draw zu re-raisen, oder sogar mit einem Bluff zu re-raisen. Auch wenn er nur callt wirst du auf dem Turn eine schwierige Entscheidung zu treffen haben. Wenn auf dem Turn nichts wichtiges kommt dann checke ich oft, aber wenn ich zum Beispiel eine {9-Clubs} treffen würde, würde ich hier meistens betten. Mein Gegner darf keine gratis River Karte zu sehen kriegen wenn er hier eine 10 oder K-Q auf der Hand hält. Zu dem liegt jetzt auch noch ein Flush-Draw auf dem Tisch, also ist es schon richtig seine Hand hier zu verteidigen. Wenn du hier dann gecallt wirst und am Ende zwei Paare zeigst kannst du diesen Bet später auch benutzen wenn dein Gegner einen Draw geflopt hat aber ihn auf dem Turn nicht getroffen hat. Sorge dafür dass dieser Spielzug von deinem Gegner respektiert wird bevor du ihn zum Bluffen benutzt.

Ich check-raise auf dem Flop eigentlich viele verschiedene Händen, Bluffs, Flushdraws und Monster Hands. {k-Clubs}{j-Clubs} bei einem {j-Diamonds}{j-Hearts} Flop check-raise ich einfach. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass du das mit einem solchen Monster Blatt tun würdest, und genau deshalb ist es ein so starker Spielzug. Sonst kriegst du nur den üblichen Check-Call, Check-Check, Bet-Fold und so etwas ist irritierend. Du gibst ihm hier auch die Möglichkeit auf dem Flop mit einem Re-Raise zu bluffen, etwas dass sehr viele Spieler tun.

Sorge also beim Heads-Up dafür, dass du dein Spiel immer variierst. Erinnere dich auch an die Hände, die du bereits gezeigt hast, und was du da genau gemacht hast. Hast du das letzte Mal auf dem Turn gecheck-raist um zu bluffen? Dann benutze den Spielzug das nächste Mal mit einem Monster Blatt. Spieler fallen hierauf oft herein und so kannst du für deinen Gegner unberechenbar bleiben. Er wird unsicher werden und nie wissen, wo er mit seinem Blatt steht. Das ist beim Heads-Up der Anfang vom Ende für deinen Gegner, und ab jetzt kannst du ihn dominieren.

Eine andere Form um Druck aus zu üben ist der 3-Bet vor dem Flop. Es ist ein sehr loose-aggressiver Spielzug mit dies mit einer Hand wie {5-Spades}{6-Spades} zu tun, aber hin und wieder wirst du re-raisen müssen, sonst kriegst du auch keine Action wenn du mal {a-Hearts}{a-Clubs} triffst. Ab und zu müssen halt auch mal einige schlechte Hände dabei sein. Achte gut auf die Textur des Flops und benutze beim Continuation Bet immer den gleichen Betrag. Wenn du bluffen willst, denke darüber nach wie du deine Ass in einem solchen Moment spielen würdest und mache genau das. Sorge auf jeden Fall dafür das deine Bluffs von deinen Monster Händen kaum zu unterscheiden sind. Dies klingt natürlich logisch, aber einfacher wird es dadurch bestimmt nicht.

Der Teil über OOP spielen war um einiges kürzer als der erste Teil, aber das ist auch logisch, weil du OOP auch viel weniger Hände spielen wirst. Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig Position ist. Es ist für deinen Gegner auch immer sehr frustrierend wenn er keine Action kriegt wenn er in Position ist, oder du re-raist ihn oft und klaust ihm praktisch jeden seiner Big Blinds. Wenn du bluffen willst, denke daran, dass du Heads-Up spielst und dein Gegner weniger Hände folden wird wie an einem 9-Spieler Tisch.

Heads-Up ist ein sehr dynamisches Spiel wo viel von deinem Gegner abhängt. Besonders bei den niedrigeren Limits wird man oft sehen wie sich der bessere dem schlechteren Spieler anpasst. Achte darauf was er macht, wie er OOP und vom Button aus spielt und und kontere. Du musst deinem Gegner praktisch immer einen Schritt voraus sein. So logisch das hier auch alles klingt, es kann nicht oft genug gesagt werden.

Viel Spaß und viel Erfolg!

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