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HORSE Poker: Omaha Hi/Lo

April 3, 2008
Von: Fred Slendebroek
HORSE Poker: Omaha Hi/LoIm zweiten teil unserer HORSE Reihe geht es heute um Omaha Hi/Lo. Zuerst will ich kurz über die Grundlagen vom Omaha Poker sprechen, bevor wir uns dann mit dem Hi/Lo Teil des Spiels beschäftigen.


Omaha Grundlagen
Anders als beim Texas Hold'em kriegst du bei Omaha 4 Hole Cards auf die Hand anstatt zwei.

Spieler 1: AKQJ
Spieler 2: J1098

Danach folgen die 5 Community Cards . Dies ist genau wie bei Hold'em; es kommen also ein Flop, ein Turn und ein River.

Board: AQ85K

Ein großer Unterschied zwischen Hold'em und Omaha ist das du bei Omaha gezwungen bist zwei deiner Holecards mit drei Board Cards zu kombinieren. Du kannst also nicht, wie bei Hold'em, nur eine deiner Holecards und 4 Boardcards benutzen. Eine Omaha hand ist also immer eine Kombination von 2 Holecards und 3 Boardcards.

Spieler: AKQQ[d}
Board: 77AA5

Weil du in diesem Beispiel zwei deiner Holecards benutzen musst, kann der Spieler in diesem Fall kein Full House haben. Die bestmögliche Kombination für diesen Spieler ist in diesem Fall AAAK7, also Three of a Kind A's mit eine K als Kicker.

Zwei Hands
Eine Omaha Hi/Lo Hand besteht aus zwei verschiedenen Hands: die höchstmögliche Kombination von 5 Karten und die niedrigste 5-Karten Kombination. Die hohen Kombinationen funktionieren genau so wie bei Texas Hold'em, aber an die niedrigen Hands wirst du dich erst einmal gewöhnen müssen wenn du nicht mit Hi/Lo Spielen vertraut bist.

Ein Spieler kann für eine High Hand und eine Low Hand verschiedene Holecards benutzen.

Spieler: AA23
Board:A437K

Hier benutzt der Spieler AA für seine High Hand, AAAK7 , und A2 für seine Low Hand, A2347 .

Low Hand erkennen
Viele neue Spieler haben Schwierigkeiten damit, ihre Low Hands zu erkennen. Das wichtigste hier ist zu wissen das du nur eine Low Hand haben kannst, wenn mindestens drei Board Karten einen Wert von 8 oder weniger haben. Wenn du selber nur zwei niedrige Karten auf der Hand hast, wie zum Beispiel bei AKQ2 (A und 2 sind die niedrigen Karten), dann ist es wichtig das keiner dieser zwei Karten auf dem Tisch liegt wenn auf dem Tisch nur 3 niedrige Karten liegen. Wenn auf dem Tisch zum Beispiel KQ342 liegt, dann hast du keine Low Hand, weil die 2 bereits auf dem Tisch liegt und du also nur dein Ass benutzen kannst. Für eine Low Hand brauchst du also eine Kombination von 5 unterschiedlichen niedrigen Karten (Ass bis 8).

Anfänger machen daher oft Fehler wenn es um die Low Hand geht. Das Ass ist bei einer Low Hand die wichtigste Karte, was aber nicht bedeuten soll das eine Low Hand mit einem Ass immer gegen die Low Hands ohne Ass gewinnt. Dies kann oft für Anfänger sehr verwirrend sein und führt auch oft dazu, das sie deswegen einen Pot verlieren.

Spieler 1: A2KK
Spieler 2:34QQ

Board: A56810

Spieler 1 verliert hier die Low Hand, weil sein Low aus den Karten A2568 besteht, während die Low Hand von Spieler 2 aus den Karten A3456 besteht. Spieler 2 hat also kein Ass, aber kann eine Low Hand machen mit der 6 als höchste Karte, während Spieler 1 eine Low Hand hat mit 8 als höchste Karte.

Um also dahinter zu kommen ob du die beste Low hand hast, musst du zu aller erst auf deine höchste Karte achten. Im oben angeführtem Beispiel ist es einfach zu erkennen: die 6 ist niedriger als die 8, also gewinnt Spieler 2. Manchmal ist es aber etwas komplizierter.

Spieler 1: A2456
Spieler 2:A2356

Beide Spieler haben eine Low Hand von A bis 6, aber Spieler 2 hat A-3, und damit das etwas bessere Blatt als Spieler 1 mit A-4.


Starting Hands
Beim Omaha Hi/Lo musst du immer versuchen den Pot zu "scoopen ". Das bedeutet das du den High und den Low Pot gewinnst, anstatt den Pot mit anderen Spielern zu teilen die entweder eine bessere Low oder eine bessere High Hand haben als du.

Deshalb sind Starting Hands mit hohen Assen und eine 2 oder eine 3 solche Monster Hands

Beispiele:

AA23

AK23

A234

AKK2

Die bestmögliche Hand die du am Ende haben kannst ist ein "Wheel " - A2345 . Mit diesem Blatt hast du einen Straight für den High Pot und die bestmögliche Low Hand mit A-2-3-4-5. Deshalb ist es immer anzuraten Hands mit zwei niedrigen Karten zu spielen damit du eine "Back-Up" Karte hast falls eine deiner niedrigen Karten auf dem Board erscheint.

Spieler: AA23
Board:245KJ

Wenn der Spieler keine 3 auf seiner Hand gehabt hätte, hätte er keine Low Hand machen können weil die 2 auf dem Board erschienen ist. Aber weil der Spieler eine niedrige Back-Up Karte hatte, hat der Spieler nun die bestmögliche Low Hand und einen Straight.

Mittelmäßige Karten
In Omaha Hi/Lo hast du bestimmte Starting Hands die du einfach nicht spielen solltest. Es geht hier um Problem-Hands, mit denen du nie die Nuts treffen kannst.

6789

Wenn du hiermit tatsächlich mal die Nuts floppen solltest, ist eigentlich immer einer im Pot mit dabei der eine bessere Low Hand machen kann, also kannst du schon mal höchstens den halben Pot gewinnen. Dazu willst du mit diesen Karten eigentlich keinen Straight treffen, weil die Chance groß ist das du das Idioten Ende des Straights getroffen hast.

Natürlich kannst du in Omaha Hi/Lo auch Hands spielen mit nur hohen Karten, aber in diesem Fall kannst du den Pot nur scoopen wenn es keine mögliche Low Hand gibt.

AAKQ

Dies ist eine prima Hand, mit der du gerne einen billigen Flop sehen willst. Aber sei mit einem solchen Blatt nach dem Flop äußerst vorsichtig, besonders bei einem Board wie A-2-3-5-6. Du hast zwar ein Set getroffen, aber weil deine Gegner oft Hands mit niedrigen Karten spielen werden kannst du hier ziemlich sicher sein das einer ein Wheel getroffen hat.

Getting Quartered
Eine weitere Situation vor der du dich in Acht nehmen solltest nennt sich "getting quartered ". Das bedeutet das du, anstatt den ganzen oder den halben Pot zu gewinnen, nur ein Viertel (quarter) des Pots gewinnst. Dies passiert zum Beispiel wenn du eine Low Hand getroffen hast, dein Gegner aber die gleiche Low Hand getroffen hat und dazu noch eine bessere High Hand als du.

Spieler 1 A]c]A23
Spieler 2AK23

Board J45A10

Spieler 1 hat in diesem Fall die bestmögliche Low Hand sowie einen Straight getroffen (A-2-3-4-5). Spieler 2 zwei hat jedoch die gleiche Low Hand getroffen, hat aber dazu noch einen Flush getroffen. Der Flush von Spieler 2 besiegt also den Straight von Spieler 1, und den Low Pot müssen sich beide teilen. Daher gewinnt Spieler 1 nur die Hälfte des halben Pots, also ein Viertel des Pots. In einer Heads-Up Situation würde dies bedeuten das Spieler 1 sogar Geld verloren hat, obwohl er die bestmögliche Low Hand getroffen hat. Nehmen wir an der Pot ist $200 und beide Spieler haben $100 investiert. Wenn Spieler 1 nur ein Viertel des Pots gewinnt, also $50, bedeutet dies das der Spieler am Ende $50 verloren hat.


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