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Pokerstrategie | Pro Poker Strategie

Der Defensive Check-Raise

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In Limit Spielen ist der Check-Raise eine starke Waffe, von der die meisten Spieler Gebrauch machen. Sie ermöglicht dir deinen Gewinn zu steigern in dem du Spieler mit schwächeren Hands dazu bringst mehr einzusetzen als sie eigentlich vorhatten oder Spieler, die auf einen Draw hinaus sind, dazu zwingst, mehr Chips zu setzen, um die nächste Karte zu sehen. In No-Limit Spielen hingegen, wird der Check-Raise weniger häufig angewandt. Wenn du willst, dass Spieler mehr dafür zahlen, um die nächste Karte zu sehen, kannst du einfach so viel setzen wie dir lieb ist. Daher scheint es, dass in einem No-Limit Spiel, der einzige Grund einen Check-Raise anzuwenden der ist, mehr Geld aus einem Spieler herauszuholen. Aber es gibt noch mehr Gründe, und einen davon möchte ich heute besprechen. Ich nenne ihn den Defensiven Check-Raise. Ich halte den Check-Raise für äußerst hilfreich, wenn du mittelmäßige Hands in einer schlechten Position spielst. Da ich meistens immer nur sehr starke Hands spiele, passiert dies oft nur, wenn ich der Small oder Big Blind bin. Oft treffe ich in einer solchen Situation ein Top Pair mit einem schlechten Kicker. Mit einer solchen Hand kann man zwar was anfangen, aber nicht viel. Ich will mich in so einer Situation gerne aus großen Pots heraushalten, denn je größer der Pot, umso geringer sind meine Chancen bei einem Showdown zu gewinnen.

Nehmen wir an, ich bin der Big Blind mit {Q-Spades}-{4-Diamonds} gegen den Small Blind (SB), einem Limper in mittlerer Position (MP) und dem Button (BTN). Sagen wir, der Flop kommt {Q-Diamonds}-{8-Hearts}-{5-Diamonds}. Nun könnte ich in einem solchen Fall setzen, aber wenn mich dann zwei Spieler callen, ist es höchstwahrscheinlich, dass ich nicht das beste Blatt habe. Ich könnte dann auf dem Turn noch mal erhöhen, müsste aber folden, wenn jemand raist. Wenn mich nur ein Spieler auf dem Turn callt, hat der Pot schon eine ordentliche Größe und ich würde mich nicht sehr wohl fühlen, mit meinem mittelmäßigen Blatt bis zum River durchzuspielen. Da ich mit diesem Blatt in keinen großen Pot verwickelt werden will, könnte ich auf dem Turn checken, um dies zu verhindern. Das gibt jedoch anderen Spielern die Möglichkeit, mich mit einem Bluff oder Semi-Bluff zum Folden zu bringen. Obwohl diese Methode weniger riskant ist, sieht sie doch sehr nach einem Standard Bluff aus; Raise nach dem Flop, Check-Fold nach dem Turn. Sicherlich ist mein Blatt zu gut für einen Bluff.

Ich bevorzuge es, in einem solchen Fall zu Check-Raisen, obwohl ich das natürlich nicht jedes Mal machen würde. Der Hauptgrund, um den Check-Raise anzuwenden, ist psychologisch. Ein Check-Raise ist oft ein Zeichen für ein sehr starkes Blatt, und viele Spieler werden daher gegen ihn folden, besonders ein Straight Draw vom MP, der vielleicht dein Bet auf dem Flop noch gecallt hat, aber nicht den Bet von BTN nach dem Turn und schon gar nicht dein Raise. Dazu könnte es gut sein, dass sogar Hands, die stärker sind als deine, wie zum Beispiel eine Q mit einem besseren Kicker, auch folden werden. Der Check-Raise gibt dir auch mehr Informationen über die Blätter deiner Gegner als es ein einfacher Bet tun würde. Wenn dein Check-Raise sofort gecallt wird, kannst du davon ausgehen, dass du geschlagen bist. Wenn der Spieler äußerst schlecht ist, kannst du vielleicht annehmen, dass er oder sie auf einem Draw hinaus ist, und wenn dies so ist, hast du die nächste Karte für den Spieler sehr teuer gemacht. Wenn der Spieler, der zuerst erhöht hat, callt, kannst du davon ausgehen, dass er Top-Pair oder besser auf der Hand hat.

Zu guter Letzt ist der Check-Raise ein so genannter "Action Stopper". Wenn du auf dem Flop check-raist und dann auf dem Turn checkst, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Spieler setzen wird, aus Angst, dass du ein zweites Mal check-raist. Wenn du nach dem Flop setzt und dann auf dem Turn checkst, fragst du schon praktisch nach einem Bet von einem deiner Gegner, aber wenn du check-raist, zeigt das, dass dein Blatt stark genug ist, um einen Bet auf dem Turn zu callen, was dazu führt, dass nur Spieler mit starken Blättern nach dem Turn setzen werden, womit du dann mit ziemlicher Sicherheit weißt, dass du geschlagen bist und dein Blatt aufgeben kannst.

Gegen schwächere Blätter, die besser sind als deine, hast du mit dem Check-Raise die besten Chancen, den Pot nach dem Flop zu gewinnen, wenn deine Gegner dir glauben, dass du ein starkes Blatt hast. Dazu kann dir ein Check-Raise einen billigen Showdown ermöglichen, wenn du die anderen Spieler abgeschreckt hast und diese bis zum Schluss nur noch checken. Mit einem Kicker wie einer 4 willst du, dass möglichst hohe Karten kommen, so dass du zum Schluss den Pot mit deinem Gegner teilen kannst, der zwar einen besseren, aber auch keinen großartigen Kicker hat. Wenn deine Gegner ein schwächeres Blatt als das von dir auf der Hand haben, hast du mit dem Check-Raise die Möglichkeit, so viel wie möglich aus deinen Gegnern herauszuholen, indem sie versuchen zu bluffen nachdem du gecheckt hast. Wenn du von Anfang an gesetzt hättest, hätten deine Gegner höchstwahrscheinlich gefoldet.

Der Nachteil des Check-Raise ist, dass du deinem Gegner die Möglichkeit gibst, die nächste Karte umsonst zu sehen. Wenn du, wie in diesem Beispiel, ein Paar Damen hast, hat dein Gegner im besten Fall nur 3 mögliche Karten, die ihm ein besseres Paar geben als das deine (außer er hat AK auf der Hand). Die Wahrscheinlichkeit, dass er eine von ihnen trifft, ist äußerst gering. Ein niedriges Pocket Pair hat nur 2 Outs, um ein Set zu machen, und ein niedrigeres Pärchen hat nur 5 Outs, um dich zu schlagen. Wenn dein Top Pair zum Beispiel eine 8 ist, hast du diesen Luxus nicht, weil es viele Overcards gibt, die dich besiegen. Mit einem guten Top Pair ist das Risiko bei einem Check-Raise jedoch äußerst gering. Dann Blatt ist nicht all zu gut. Es ist wirklich nur gut genug, wenn es um einen kleinen oder mittelgroßen Pot geht. Einen kleinen Pot gegen einen 5-Outer zu verlieren ist kein großer Fehler. Natürlich gibt es in dem oben genannten Beispiel auch eine Straight und eine Flush Gefahr, aber dein Blatt ist nicht gut genug, um es aggressiv zu spielen. Wenn die gratis Turn Karte einen der beiden vervollständigt, bist du immer noch billig davon gekommen.

Du kannst den defensiven Check-Raise nicht immer anwenden. Es kommt auf die Situation an. Wenn du gegen sehr passive Spieler spielst, kannst du den Check-Raise nicht anwenden, weil diese Spieler höchstwahrscheinlich nicht setzen werden. Wenn einer der Spieler nach dir so einer ist, der alles callt, ist es unwahrscheinlich, dass du mit einem Check-Raise den Pot gewinnst. Da du weißt, dass dieser Spieler mit so ziemlich allem callt, kannst du genau so gut von Anfang an setzen und das meiste aus seinem schwachen Blatt heraus holen. Um diesen Spielzug anzuwenden, brauchst du am besten einen aggressiven Spieler, von dem du weißt, dass er oft auf dem Flop setzt. Diese Spieler setzen oft, auch wenn sie nichts auf der Hand haben, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass du den Pot auf dem Flop gewinnen kannst.

Um alles noch mal zusammenzufassen: der defensive Check-Raise kann dazu benutzt werden, mehr Informationen über deine Gegner und ihre Blätter zu erhalten, wodurch du leichter die richtigen Entscheidungen treffen kannst. Dazu führt der Check-Raise oft dazu, dass die Action aufhört und es zu einem billigen Showdown kommt. Des Weiteren werden Spieler weniger häufig versuchen, gegen dich zu bluffen, weil sie wissen, dass du im Stande bist, ihren Bluff zu raisen. Hierdurch erhältst du oft gratis Turn und River Karten, was sehr angenehm sein kann, wenn du auf einen Straight oder Flush Draw hinaus bist.

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