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Aufhören im Poker

Von: Geiststaat
Aktualisiert: Jan 9, 2007
Leser: 964
300x230-img45a3a6f4b382c.pngHeute möchte über Aufhören im Poker sprechen. Grundsätzlich gibt es 3 Stufen des Aufhörens. Stufe 1 ist Aufgeben eines Blatts. Wir nennen es Folden. Stufe 2 ist den Tisch aufzugeben. Wir nennen es Weggehen. Stufe 3 ist das Spiel aufzuhören. Wir nennen es Aufhören. Viele Leute erreichen Stufe 3 und zwar aus guten Gründen. Das Spiel kann brutal sein. Abweichung ist ein schwieriger Lehrer. Viele Leute erreichen Stufe 1, doch achten wenig auf Stufe 2. Wenn du mehr darauf achtest, kannst du dir viel Geld sparen, was extra Geld am Ende des Jahres für deinen Profit heisst. Wie das Folding dein Gelb bei einem schlechten Blatt spart, so tut dies auch das Weggehen vom Tisch, wenn du nicht an dem besten sitzt.

Für eine lange Zeit bestanden meine Regeln für Stufe 2 aus zwei folgenden Forderungen. Nummer 1: geh, wenn du für eine Nacht, Tag oder Session aufhörst. Grundlegend hör ich auf, wenn ich verloren hab. Nummer 2: hör auf, wenn Spieler den Tisch verlassen und du dich plötzlich in einem shorthanded Spiel befindest, der, als du dich hier angemeldet hast, ein voller Ring gewesen ist. Grundsätzlich möchte ich meine Strategie und Bedenken für einen Tisch nicht ändern, wenn ich noch bei anderen 3-4 Tischen mitspiele, wo ich meine übliche vollständige Ring Strategie anwenden kann.

Ich vermute, dass viele die selben Forderungen für die zweite Stufe haben. Untersuchen wir mal die darunterliegende Prinzipien, Ideen und Tendenzen dieser Vorgehensweise. Ich geh von meiner eigenen Erfahrung aus. Ich neige zu dem Gedanken, dass, wenn ich mich an einen vollen Tisch mit 10 Spielern setzte, ich besser als 9 Spieler am Tisch bin. Dies führt mich zu dem Entschluss, dass ich das Beste von ihnen rausziehen kann; somit besteht kein Grund für mich, den Tisch zu verlassen. Du denkt vielleicht ähnlich. Vielleicht haben wir recht; man kann wirklich der beste Spieler am Tisch sein, doch es bedeutet nicht, dass man das beste von ihnen bekommen kann. Auch wenn du der beste bist, heisst es nicht, dass du gewinnen wirst. Ich weiss nicht, ob du das weisst, doch in diesem Spiel passieren auch suck outs. Je schlechter der Spieler am Tisch, desto mehr wahrscheinlicher ist es, dass dir ein suck out passieren kann. Wenn dies sich wiederholt, kannst du verärgert und sauer werden, ganz kurz vor dem Tilten. Auch wenn du nicht zum Tilten kommst, kannst du sehr niedergeschlagen nach diesen suck outs fühlen, und dies ist es, wo die Probleme sich vergrössern.

Du bist mehrmals sucked out. Du hattest das beste davon, doch diese Idioten sind stets ausgestiegen. Du bist steckengeblieben, doch du musst weiterspielen, um sich alles zurückzuholen. Diese Spieler sind offensichtlich Spender, also lass ihnen ruhig spenden. Doch leider sieht es so aus, als ob du es nicht zurückgewinnen kannst. Du gewinnst ein paar Pots, dann kommt ein weiterer Bad Beat und du verlierst das Blatt. Du spielst weiter gut, doch du klemmst ein. Du spielst, und spielst, und spielst, doch du bleibst weiter stecken. Du bekommst A-A und einige Spieler callen deinen Raise. Du bettest den Flop und wirst geraist; du pushst und „der Idiot" callt mit Q-2, was zwei Paare bei diesem Blatt bedeuten, und plötzlich sitzt du wieder ohne alles. Du machst ein Rebuy, denn diese „Idioten" können einen guten Spieler nicht nieder schlagen. Vielleicht gewinnst du jetzt eine kleine Summe, doch nicht genug, um deine Verlusten zu decken. Nur etwas Pech. Deine Augen werden endlich müde, du spielst doch einige Runden, und nun gehst du weg. Du hast aufgehörst, doch zu spät.

Wieso ist das passiert? Nun, es beginnt mit dem Denken, dass du besser als andere Spieler bist. Dies führt zu dem Gedanken, dass jemand Geld an dem Tisch gewinnen wird. Wenn man richtig spielt, ist es auch wahr. Ein anderer Gedanke schleicht herein. Man fängt an zu denken, dass man es verdient, zu gewinnen. Dann kommt ein weiterer Gedanke hinzu. Man fängt an zu glauben, dass man mit dem Spiel nur weitermachen muss, damit alles sich wendet. Diese Prozess der Gedanken führt dazu, dass man die Probleme, die dieses Tisch beinhaltet, einfach übersieht. Du hast dich mit dem Gedanken hingesetzt, Poker zu spielen, doch dieser Tisch ist für dein übliches Spiel nicht vorteilhaft. Es ist vorteilhaft für jemanden, der gerne begrenzt spielt, um die Nuts zu bekommen und die hart spielt. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten. Anders spielen als du es gewöhnt bist oder einfach weggehen. Du hast einige Tische zu der selben Zeit offen, deshalb ist es schwer, sich den zu merken, bei dem du in einer erheblich anderen Weise spielen sollst. Dies ist ein Grund fürs Weggehen. Ein weiterer Grund ist, dass wenn du steckengeblieben bist, du dazu neigst, Geld zurückzugewinnen, du spielst härter als du normalerweise würdest und gelangst in eine Situation, an die du nicht gewöht bist. Dies ist ein Rezept für Desaster.

Wenn du siehst, dass du nicht der beste wirst, geh. Das heisst nicht, dass du sofort gehen musst, wenn du dich an einen Tisch voll mit Heien sitzt. Das heisst, wenn du dich an einem Tisch mit einem gewissen Mix von Spielern wiederfindest, dient es nicht deinem Spielstil, auch wenn die Spieler schlechter als du bist, deshalb solltest du lieber gehen. Es ist nicht einfach, aufzuhören, ganz besonders beim Poker. Ein grosses Blatt zu folden ist schwer. Weg von einem Tisch voll mit schlechten Spielern zu gehen ist schwer. Bis du nicht bereit bist, dich an jeden Tisch anzupassen (und damit meine ist WIRKLICH anzupassen), hör auf. Verlasse den Tisch, klicke auf die Lobby und such dir einen Tisch mit einer Mischung, die zu deinem Spiel passt. Sei dir bewusst, dass der Charakter des Tisches sich ändert, wenn alte Spieler den Tisch verlassen und neue hinzukommen. Was als ein guter Tisch für dein Spiel anfängt, kann sich sehr schnell als ein schlechter erweisen, und wenn dies geschieht, Stufe 2 des Aufhörens ist eine gute Wahl.


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