7-Card Stud Hi/Lo Poker
7-Card Stud - schon allein der Name dieser Pokervariation neigt dazu, besonders neue Spieler abzuschrecken. Daher ist es auch nicht sehr überraschend, dass Stud heutzutage nicht sehr weit verbreitet ist, besonders verglichen mit Omaha und Texas Hold’em. Es kann schon einige Zeit dauern, bis sich ein Omaha Spieler an Omaha Hi/Lo gewöhnt hat, und Stud Hi/Lo ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Ich nehmen jetzt einfach mal an, dass du dich mit den Grundlagen von Stud auskennst und werde mich etwas später mit denen befassen (siehe auch Seven Card Stud Regeln ). Jetzt werde ich mich erstmal der Lo Seite von Stud Hi/Lo zuwenden.Bei Stud Hi/Lo gelten für die Low Seite die gleichen Regeln wie beim Omaha Hi/Lo. Das heißt, eine Hand ist nur dann ein Low, wenn von deinen 7 Karten 5 einen Wert von 8,7,6,5,4,3,2 oder A haben. Dazu kommt, dass alle Karten einen anderen Wert haben müssen. Paare zählen nicht, genau so wenig wie wenn sie alle von der gleichen Farbe sind oder einen straight bilden. Wenn du z.B 6h,5h,4h,3h,2h auf der Hand hast, hast du ein 6-high Low. Diese Blatt unterliegt beim Lo Pot jedem, der 6543A, 6542A, 6432A oder 5432A auf der Hand hat, egal welcher Farbe. Andererseits hast du mit dem Straight Flush fast einen garantierten Gewinner auf der High Seite.
Das Ass zählt immer als low, aber nur für den Zweck, die low-Hand zu bestimmen. Das gleiche Ass kann auch in der high-Hand verwendet werden und nimmt seinen üblichen Platz ein. Das heißt, das Ass zählt als high für alle Hands außer bei einem 5-high Straight (5432A), was ein ziemlich akzeptabeles high-Blatt ist, aber zugleich auch das absolut Nut low-Blatt. Anders als beim Omaha Hi/Lo ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein anderer Spieler das gleiche Blatt auf der Hand hat, was du auch von den "up-cards" deines Gegners sehen kannst.
Das ist beim Stud der große Unterschied - es gibt keinen Flop, Turn oder River und die Spieler teilen sich keine Karten. Daher ist es auch um einiges schwerer beim Stud Hi/Lo ein low-Blatt zu kriegen als es beim Omaha Hi/Lo der Fall ist. Beim Stud müssen 5 deiner eigenen 7 Karten einen Wert von 8 oder weniger haben. Das sind 32 Karten von 52, die die Karten von der 8 bis runter zum Ass repräsentieren, und von denen mußt du auch noch Paare vermeiden. Wie du dir denken kannst, kommt dies nicht sehr oft vor. Daher sollte dein Eröffnungsbet beim Stud Hi/Lo auf die Hands beschränkt sein, die du auch in einem konventionellen Stud Spiel spielen würdest, nur das du in diesem Fall noch eine Möglichkeit hast, was daraus zu machen, wenn du drei niedrige Karten erhälst.
Wie beim Omaha Hi/Lo tendieren viele Spieler dazu, zu viel Wert auf eine Low-Hand zu legen. Eine positive Seite an den geringen Chancen beim Stud ein low-Hand zu kriegen ist jedoch die, dass wenn du es schaffst, deine Karten keinem anderen Spieler helfen können. Wenn sie deine low-Hand herausfordern wollen, müssen sie selber 5 aus 7 Karten mit einem Wert von 8 oder weniger erhalten, ohne zwei vom gleichen Wert zu haben. Wenn du ein low-Blatt hast, könnte es sogar sein, dass du dies 8-high gewinnst, was beim Omaha mehr als unwahrscheinlich ist.
Vergiss aber nie, dass auch wenn du ein Low-Blatt hast, am Ende gewinnst du nur den halben Pot.
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