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Irre Prop Bet: 30 Tage im Dunklen

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Pokerspieler sind bekannt dafür, hin und wieder verrückte Prop-Bets einzugehen. Die neueste Prop-Bet, von der wir jetzt erfahren haben, könnte aber die gefährlichste von allen sein.

Wie aus einem Facebook-Post von Danielle „DMoonGirl“ Andersen hervorgeht – der wenig später von Allen Kessler bei TwoPlusTwo geteilt wurde – ist ein Pokerspieler auf die Prop-Bet eingegangen, 30 Tage lang in einem abgedunkelten Badezimmer zu leben. Bei der Bet geht es um $100.000, die Odds liegen bei 1:1. Falls der Wettende die Bet vorzeitig abbricht oder gegen Regeln verstößt, ist er also $100.000 schuldig.

Im Folgenden ein Auszug der wichtigsten Regeln:

  • Die Person muss sich 30 Tage lang in einem nicht beleuchteten, nicht abgeschlossenen Raum ohne menschlichen Kontakt aufhalten
  • Ein Kühlschrank mit hinreichend Essen und Wasser wird bereitgestellt, Frischkost und Vitamine werden regelmäßig geliefert
  • Er hat Zugang zu Hygieneartikeln, Handtüchern, einem Bett, einem Paddleball und einem Zauberwürfel
  • Alkohol, Schlafmittel oder andere Drogen sind nicht erlaubt

Die Identität des mutigen Irren bleibt vorerst ein Geheimnis, da Andersen unsicher ist, ob der Wettende seinen Namen preisgeben wollen würde.

Die Pokerwelt reagiert auf die Prop-Bet

Prop-Bets, die verrückt erscheinen, werden in der Pokerwelt von Natur aus viel kommentiert – das ist in diesem Fall nicht anders. Dutzende Kommentatoren haben auf Andersens Post und im TwoPlusTwo-Thread ihre Meinung zum Besten gegeben. Dabei ging es vor allem um Andersens Frage, ob der Wettende eine realistische Chance hat, die 30 Tage zu meistern.

Fast 80 Prozent der Befragten haben in Kesslers Umfrage abgestimmt, dass sie die Prop-Bet wohl nicht schaffen würden. Viele sorgen sich auch um die Gesundheit des Wettenden. Sich sportlich zu betätigen ist bei relativ wenig Platz möglich, aber die mentale Belastung einer selbst auferlegten Isolationshaft ist nicht zu unterschätzen.

„Das ist die schädlichste Prop-Bet, von der ich je gehört habe“, schrieb Branchen-Veteran Paul Oresteen.

Nolan Dalla stimmte der Einschätzung zu.

„An dieser Bet ist nichts reizvoll, unterhaltsam oder faszinierend – außer, man hat Spaß daran, auf Folter und mögliche psychische Erkrankungen zu wetten“, stellte er fest.

Tatsächlich haben viele Psychologen untersucht, welche Auswirkungen Isolation auf das Gehirn hat. Die Untersuchungen ergaben, dass ein ernsthafter Schaden auch bei relativ kurzer Isolation möglich ist. Eine 2008 von der BBC veröffentlichte Studie will herausgefunden haben, dass „Angst, extreme Emotionen, Paranoia und ein geistiger Abbau“ sowie Halluzinationen bereits nach 48 Stunden auftreten können.

Diese Studie hatte eine andere zur Grundlage, die zu ähnlichen Ergebnissen gekommen war.

„Die Forscher hatten gehofft, die Subjekte über mehrere Wochen hinweg zu beobachten, aber die Studie musste vorzeitig abgebrochen werden, weil die Subjekte zu gequält waren, um weiterzumachen“, so die BBC. „Nur wenige konnten es länger als zwei Tage aushalten, und niemand brachte es auf eine ganze Woche.“

Auch wenn die meisten dem Wettenden keine ernsthafte Chance einräumen wollten, gab es ein paar, die die Prop-Bet für machbar hielten.

„Ich liebe diese Prop“, meinte Circuit-Grinder Josh Turner. „Ich persönlich denke, dass es mit der Verpflegung, die er bekommt, nicht so schwierig sein sollte, falls sein Mindset halb-stark ausgeprägt ist. Ich denke, dass die Leute mehr aushalten können, ohne dass es zu langfristigen Nebenwirkungen kommt.“

2008 gab es eine ähnliche Prop-Bet

2008 kam es mit einem High-Stakes-Regular im Bellagio zu einer ähnlichen Bet. Andrew Robl und Alec Torelli hatten ihn herausgefordert, 30 Tage lang in einem Badezimmer des Bellagio-Hotels zuzubringen.

Die Bet, die damals mehr als 50 Seiten im dazugehörigen TwoPlusTwo-Thread auf sich vereinen konnte, räumte dem Wettenden 2:1-Odds ein. Bis heute wissen wir nicht, welche Summe auf dem Spiel stand.

Die Bedingungen waren allerdings deutlich harmloser als bei der aktuellen Prop-Bet. Der Wettende hatte eingeschränkt Zugang zu einem Telefon und einen tragbaren DVD-Player bei sich, zudem war der Raum beleuchtet. Anscheinend war es zu Diskussionen gekommen, was den Ausgang der Wette betrifft, aber der Wettende soll wohl ausgezahlt worden sein, wenn wir den letzten Seiten des Threads Glauben schenken können.

Was die derzeitige Prop-Bet angeht, hat Andersen geschrieben, dass das Individuum „vor ein paar Tagen begonnen hat“. Updates soll es geben, sobald sie etwas Neues erfährt.

Foto von Nuzzu Valea/freeimages.com