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Gemaco soll im Borgata Ivey Edge-Sorting Fall $26,88 zahlen

phil ivey
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Im Edge-Sorting-Fall um Phil Ivey gab es eine weitere Wendung. Borgata hatte sich daran versucht, Ansprüche gegen den in Kansas City ansässigen Spielkartenhersteller Gemaco Inc. geltend zu machen. Am Montag wies Noel Hillman, Richter am Bundesbezirksgericht, fünf der sechs Anklagepunkte ab, die Borgatas Mutterkonzern Marina District Development Corp. gegen Gemaco vorgebracht hatte. Demnach kann Borgata vom Spielkartenhersteller lediglich $26,88 verlangen – die Kosten, um die fehlerhaften Kartendecks zu ersetzen.

Manch einer könnte sich fragen, warum Borgata den Spielkartenhersteller verklagen will, nachdem das Atlantic City-Casino vor Gericht doch einen Erfolg errungen hatte. Ivey und Cheung Yin Sun wurden gerichtlich dazu aufgefordert, $10,12 Millionen an das Casino zurückzuzahlen. Wie sich herausstellt, ist Gemaco Teil der Rechtsstreitigkeit, da Borgata die Spielkarten-Firma in der Klageschrift gegen Ivey und Sun als Mitbeschuldigten benannt hatte.

Nachdem Richter Hillman entschieden hatte, dass Ivey und Sun alle Borgata-Gewinne aus dem Jahr 2012 – die $9,6 Millionen vom Baccarat und weitere Craps-Gewinne – zurückzahlen müssen, mussten die Vorwürfe gegen Gemaco noch überprüft werden. Tatsächlich stellte Hillman fest, dass die Anklagepunkte geklärt werden müssen, bevor Ivey und Sun vor einem höheren Gericht Berufung einlegen könnten.

Fall gegen Gemaco wird abgewiesen

Borgata stellte die Behauptung auf, dass Gemacos Spielkarten und die asymmetrischen Muster unmittelbar als Schadensursache – den Verlust von $9,6 Millionen während der Baccarat-Sessions – auszumachen wären. Inzwischen wissen wir, dass sich Ivey und seine Partnerin Unregelmäßigkeiten der Spielkartenmuster zunutze gemacht haben, um die Karten zu erkennen und bessere Entscheidungen treffen zu können. Allerdings war das nicht der einzige Faktor, der zu den gewaltigen Gewinnen des Duos beigetragen hat.

In seinem 27-seitigen Urteilsspruch weist Richter Hillman Borgatas Vorwurf, der Spielkartenhersteller hätte in diesem Punkt fahrlässig gehandelt, zurück. Er führte aus, dass die Karten im Plan von Ivey und Sun nur eine untergeordnete Rolle gespielt hätten.

„Folglich sind nicht Gemacos Karten für Borgatas Verluste verantwortlich zu machen, sondern die weiteren Elemente, um die Ivey gebeten und denen Borgata ausnahmslos zugestimmt hatte – jedes Element war ein integraler Bestandteil des Plans, die zusammengenommen zu Borgatas Verlusten geführt haben. Es ist richtig, dass der Plan ohne die asymmetrischen Karten nicht funktioniert hätte“, schrieb der Richter. „Für den Plan waren sie erforderlich. Aber die Karten allein waren nicht ausreichend für das Gelingen des Plans. Im Grunde sind asymmetrische Karten so lange als symmetrisch zu betrachten, bis sich jemand ihre Fehler strategisch zunutze macht. Deshalb ist Borgatas Einverständnis mit Iveys Forderungen als unmittelbare Schadensursache für Borgatas Verluste auszumachen.“

Der Vorwurf, den Richter Hillman Borgata zugestanden hatte, falls das Casino diesen Punkt verfolgen will, ist ulkig und zu vernachlässigen.

„Falls Borgata vor Gericht Garantieansprüche gegen Gemaco geltend machen kann, kann sich die Einziehung auf höchstens $26,88 belaufen. Das Gericht fragt sich, ob sich die Sache unter diesen Umständen lohnt.“

Hillman zeigte Borgata drei Optionen auf, wie sie weiter verfahren können:

„Das Gericht kann sich (1) weiter mit den Garantieansprüchen seitens Borgata beschäftigen, (2) das Verfahren gegen Gemaco einstellen und die Entscheidung gegen Ivey und Sun nach Rule 54(b) festhalten, sodass Ivey und Sun Berufung einlegen können, oder (3) Borgata und Gemaco eine Frist einräumen, um außergerichtlich eine Einigung gemäß der Vorwürfe Borgatas zu erzielen.“

Borgata und Gemaco haben demnach 15 Tage lang Zeit, um dem Gericht mitzuteilen, wie sie weiter verfahren wollen, aber es ist wahrscheinlich, dass der Fall bald eingestellt wird. Was Iveys Berufungsverfahren gegen Borgata angeht: Das ist nach wie vor möglich, obwohl Ivey in einem ähnlichen Edge-Sorting-Fall gegen den Crockfords Club Berufung eingelegt hatte und im Oktober vor dem Obersten Gerichtshof des Vereinigten Königreichs unterlag.