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Kann sich Online-Poker jemals vom Schwarzen Freitag erholen?

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Buchmacher und vor allem Software-Anbieter wie Microgaming oder Spigo rüsten für die kommenden interkontinentalen Märkte massiv auf, indem sie ihr Angebot im Sportwetten-Bereich oder bei den Casinos und Pokertischen fleißig erweitern. Neueinsteiger wie Betway oder Net Ent zum Beispiel legen sich gerade mächtig ins Zeug, um den Spielern die umfassende Erfahrung und das Flair von Las Vegas in deren Wohnzimmer zu bringen, indem sie Live-Dealer platzieren beziehungsweise neueste Grafik-Technologien in ihre Seiten implementieren.

In Hollywoodfilmen wurde Poker eigentlich nie so richtig positiv dargestellt. Meist wurde das Spiel in irgendwelchen Western-Saloons gespielt, bei dem ein Spieler beim Betrügen erwischt wurde und man sich deswegen dann draußen auf den staubigen Straßen meist duellierte, falls man sich nicht schon zuvor in der Bar gegenseitig verkloppt hat. Es gab andere Film-Genres, die Poker eventuell etwas gehobener, aber dennoch irgendwie verrucht präsentierten. Meist waren das Gangster-Filme oder zumindest Streifen, in denen im Endeffekt auch wieder das Gute gegen das Böse antrat – oder die Gerechten gegen die Frevler.

Der Schwarze Freitag des Pokers fand am 12. April, 2011, statt. Was zuvor ein wirklich gut laufender Sektor in der US-Glücksspiel-Industrie gewesen war, wurde komplett vernichtet. Die rechtlichen Schritte gegen Online-Poker waren der Höhepunkt eines Prozesses gewesen, welcher bereits 5 Jahre früher seine Anfänge nahm, indem 2006 der gesetzeswidrige Internet Gaming Act verabschiedet wurde.

Die US-Regierung reagierte komplett über und war plötzlich wie besessen davon, Gelder aus illegalen Aktivitäten einzukassieren. So entschied man sich auch dafür, das Geld unschuldiger Parteien einfach zu konfiszieren.

Es konnte in jener Zeit beginnend vom Schwarzen Freitag bis heute also durchaus dazu kommen, dass komplette Pokerseiten urplötzlich und ohne jede Vorwarnung einfach geschlossen wurden. Die Spieler verloren während solcher Vorgänge häufig ihre gesamte Bankroll. Der Markt wurde durch diese äußerst drastischen Maßnahmen komplett umgekrempelt und Unternehmen mussten horrende Summen begleichen, um in ferner Zukunft wieder Zugang zum Markt zu erhalten.

Der steinige Weg zurück
Aber wie sah der Markt nun aus, welchen die geschröpften Unternehmen jetzt wieder betraten, und wie hatte sich dieser verändert? Damit Online-Glücksspielanbieter kommerziellen Erfolg haben, benötigen sie Vertrauen, und das muss hart erarbeitet werden. Der Schwarze Freitag nahm dieses Vertrauen, zerfetzte es in 1000 kleine Stücke, fegte sie anschließend in den Mülleimer und sprengte diesen dann auch noch in die Luft – ungefähr so könnte man die Auswirkung auf die Anbieter am besten beschreiben. Somit ist die größte Herausforderung für iPoker-Unternehmen nun, dieses Vertrauen annähernd wieder zurückzugewinnen.

6 Jahre und viele schmerzhafte, finanzielle Verluste später konnten einige Spieler ihr Geld von den Unternehmen zurückerlangen, aber bei manchen ist immer noch eine beträchtliche Summe ausständig. Es liegt also noch ein langer und steiniger Weg vor den Anbietern, um sich das Vertrauen buchstäblich zurückzukaufen.

Das Verhalten der Online-Spieler hat sich in der Zwischenzeit auch verändert. Natürlich zählt die Markentreue, jedoch benützen viele User mittlerweile mehrere Seiten, um sich selbst zu schützen, falls Anbieter Bankrott gehen oder wieder irgendwelche rechtlichen Schritte gegen diese durchgeführt werden sollten. Die US-Spieler hoffen momentan darauf, dass die Regulierungen durchgewunken und die Märkte wieder freigegeben werden, jedoch geht der Prozess extrem mühsam voran und man kann leider keine Prognosen darüber abgeben, wann die Ampel endlich auf Grün gestellt wird.

Außerhalb der Vereinigten Staaten waren die Auswirkungen des Schwarzen Freitags insofern zu spüren, da es scheinbar plötzlich physische Begrenzungen in der elektronischen Welt gab. Speziell in Europa hatte man für kurze Zeit gewisse Probleme, da die Philosophie des offenen Marktes mit gewissen nationalen Gesetzen und Regulieren im Widerspruch stand. Jedoch ist der europäische Markt gut reguliert und vermittelt den Spielern ein internationales Flair – ein Gefühl, außerhalb ihrer Grenzen spielen zu können. Der Brexit ist hier noch nicht einkalkuliert, aber momentan können Spieler von diesen offenen Märkten weiterhin profitieren.

Aus alt mach neu

Buchmacher und vor allem Software-Anbieter wie Microgaming oder Spigo rüsten für die kommenden interkontinentalen Märkte massiv auf, indem sie ihr Angebot im Sportwetten-Bereich oder bei den Casinos und Pokertischen fleißig erweitern. Neueinsteiger wie Betway oder Net Ent zum Beispiel legen sich gerade mächtig ins Zeug, um den Spielern die umfassende Erfahrung und das Flair von Las Vegas in deren Wohnzimmer zu bringen, indem sie Live-Dealer platzieren beziehungsweise neueste Grafik-Technologien in ihre Seiten implementieren.

Und durch die Tatsache, dass iGaming momentan ganz groß im Kommen ist, wird die Aussicht der Spieler auf virtuelle, paneuropäische Tische dem Markt ausschließlich Gutes tun. Das Pokerspiel im Hollywoodstreifen, in welchem der Agent das erste Mal auf seinen Gegenspieler trifft, wird nun bald virtuelle Realität.

Denn man kann davon ausgehen, dass die nächste Dekade die große Zeit des iPokers werden wird. Poker-Communities wie jene von Hive Poker haben massiven Zulauf und wachsen rasant an. Und mit der Einführung neuer Technologien wie VR-Brillen, die einen virtuellen Pokertisch erzeugen werden, ist klar, dass uns hier wieder ein gewaltiger Boom bevorstehen wird.

Unternehmen müssen dafür sorgen, dass die Umgebung den Spieler immer Spaß bereitet, ihn Spannung bietet und dass auf keinen Fall Langeweile einsetzt. Der Schlüssel in diesem Markt ist es, die Angebote auf neuestem Stand und innovativ zu halten. Jene, die hier nicht mir der Zeit gehen und sich nicht anpassen, keine neuen Technologien implementieren, fliegen aus dem Rennen, während die innovativen Unternehmen das Feld anführen werden.

Der Schwarze Freitag wird in dieser Beziehung den Turning-Point in der Glücksspielgeschichte darstellen. Raus aus dem Leid, hinein in den Profit. Wer hinfällt, muss wieder aufstehen, und aus schmerzhaften Erfahrungen, kann man immer stärker hervorgehen. So gesehen war der Schwarze Freitag mit all seinem Schrecken vermutlich trotzdem eines der besten Dinge, die dem Glückspielsektor jemals widerfahren sind.