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Unibet startet Version 2.0 ihres Poker Clients

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Unibet ist gegen den Strom geschwommen – und das hat ausgereicht

Nach sechs Jahren auf einem schrumpfenden Pokermarkt hatte Unibet eine Entscheidung zu treffen. Mit rechtlichen Problemen in jedem zweiten Land und keinem zweiten Poker-Boom in Aussicht konnte Unibet entweder weitermachen wie gehabt – oder etwas komplett anderes versuchen.

Unibet hätte sich die Sache einfach machen, die Kosten gering halten und den Client weiterlaufen lassen können. Für die Software-Entwicklung war schließlich das Poker-Netzwerk zuständig, ab und zu würde eine Promotion neue Spieler anlocken. Man hätte ein vielversprechendes Projekt aufgegeben, das niemals Früchte tragen sollte.

Diese Entscheidung wäre leicht zu verkaufen gewesen – zu dieser Zeit hat die gesamte Branche so oder ähnlich reagiert.

Das Poker-Team bei Unibet entschied sich aber für einen anderen Weg. Unibet wollte nicht das Handtuch werfen und die Schuld bei äußeren Faktoren suchen, sondern Poker retten. Die kämpferische Einstellung könnte zum Teil daher rühren, dass das Poker-Team aus ehemaligen Pokerspielern besteht. Während Anzugträger die Geschäfte der Konkurrenz führten, ließ Unibet ehemalige Poker-Profis an das Steuer. Diese Ex-Spieler glaubten, dass es an der Zeit für etwas völlig Neues wäre, für etwas noch nie Dagewesenes.

Das neue Unibet Poker

Vor zweieinhalb Jahren gab Unibet im Rahmen seines Vorzeige-Unibet Open Events in Kopenhagen bekannt, dass sie das Microgaming-Netzwerk verlassen haben und ihr Glück nun mit einem Standalone-Client versuchen wollen. Damit waren sie auf sich allein gestellt. Die Abkehr von Micograming bedeutete für das Poker-Team von Unibet, eine Umgebung zu verlassen, die mit Freizeitspielern raubtierartig und unfreundlich umgehen würde. Der neue Unibet-Client hatte keinen Chat und machte es Leuten unmöglich, Tracking-Software laufen zu lassen. Das Ganze fühlte sich eher wie ein Videospiel als ein herkömmlicher Poker-Client an.

Die Profis, die Unibet ihr Zuhause genannt hatten, waren über die Änderungen verärgert, aber dafür strömten immer mehr Freizeitspieler zu Unibet. Poker bei Unibet ist seitdem in einem beispiellosen Ausmaß gewachsen. Während PokerStars erst vor kurzem damit begonnen hat, sich um die Casual-Spieler zu kümmern, hat Unibet diese unkonventionelle Entscheidung vor zweieinhalb Jahren getroffen – und das hat sich in höchstem Maße bezahlt gemacht.

Die Plattform war so erfolgreich, dass Unibet mit Adobe Air (die Software, mit der der Client programmiert wurde) bald an seine Grenzen stoßen sollte. Man hatte sich damals für Air entschieden, weil es die einzige Möglichkeit war, einen Client für Windows, Mac OSX und iOS- sowie Android-Tablets zu entwickeln. Allerdings war der Client alles andere als stabil und die Software stürzte regelmäßig ab, wenn das Team neue Features einführen wollte. Das Poker-Team nahm einige Änderungen vor, um die Software stabiler laufen zu lassen, musste dafür aber einige große Einschnitte hinnehmen.

Wieder setzte sich das Team zusammen und musste eine schwierige Entscheidung treffen – wieder entschieden sie sich für die schwierige Option. Anstatt die bestehende Software zu verbessern, sollte mit dem Software-Partner Relax Gaming ein neuer Client gebaut werden. Jetzt stand auch bessere Software zur Verfügung, die ebenfalls auf allen Systemen laufen sollte. So begann der Entwicklungs-Prozess von Unibet 2.0, diesmal auf HTML5-Basis.

Unibet 2.0

Letzte Woche konnte die Presse im Rahmen der Unibet Open Copenhagen einen Blick auf die neue Software erhaschen. Während Andrew West, Unibet Head of Poker, und Christophe Level, Poker Product Manager, die neue Software vorstellten, wurde noch klarer, dass sich Unibet Poker 2.0 noch deutlicher als sein Vorgänger auf einen anderen Spielertyp konzentrieren wollte. Im Vergleich mit anderen Online-Pokerräumen fallen die Unterschiede besonders stark auf.

Als West und Level den Client öffneten, fühlte sich das Ganze mehr wie das Starten einer League of Legends-Runde oder Hearthstone-Partie an – dass die beiden gleich Echtgeld-Poker spielen wollen, kam einem gar nicht in den Sinn. Wie sich herausstellte, wollte Unibet genau das bezwecken.

Während PokerStars ein Entwickler-Team von 500 Mitarbeitern beschäftigt und partypoker in der Blütezeit ein 1.000 Mann starkes Team hatte, musste Unibet bei seinem Client mit einem Dutzend Entwickler auskommen. Die neue Software wurde mit HTML5 gebaut und ist eine der flüssigsten und verständlichsten auf dem Markt. Große Buttons und hilfreiche Erklärungen richten sich an neue Spieler, die zum ersten Mal Poker spielen. Unibet will, dass seine Spieler an den Tischen sitzen und keine Zeit für Einstellungen oder das Suchen besonderer Gegner verschwenden. Das funktioniert überraschend gut.

Technisch ist die größte Verbesserung, dass der Client so stabil läuft wie noch nie. Der alte Client schien den Arbeitsspeicher zu verschlingen – dagegen sah selbst ein ressourcenhungriges Programm wie Google Chrome alt aus. Beim neuen Client scheinen diese Probleme der Vergangenheit anzugehören.

„Wir sind bereit für die Zukunft,“ betonte West, als er den neuen Client als ein Gebäude mit 10 Stockwerken beschrieb, das stark genug sei, um 100 weitere Etagen zu halten, falls nötig.

Abgesehen von den Verbesserungen im technischen Bereich hat sich der Client auch optisch deutlich verändert. Die Cartoon-Avatare sind auffälliger und das Auswählen einer Poker-Partie ist über die neu hergerichtete Lobby noch einfacher als vorher.

Neben den optischen Änderungen wurden auch neue Features eingeführt. Endlich steht ein Hand-Replayer zur Verfügung und der Client wird zum ersten Mal auf iPhone- und Android-Geräten laufen.

Neu ist auch die Einführung von Rebuy-Turnieren – die fehlten beim alten Standalone-Client ebenfalls. Darüber hinaus können die Herausforderungen und Missionen in der Lobby leichter eingesehen werden, womit Unibet weiter den Trend der „Gamifizierung“ verfolgt.

Das letzte neue Feature ist die „Hall of Fame“, die gegen Ende des Jahres eingeführt werden soll. In der Lobby können Sie dann verschiedene Statistiken einsehen: Wie viele Spieler haben Sie insgesamt aus Turnieren geworfen? Was war der größte Cashgame-Pot, den Sie jemals gespielt haben? Wie hoch war das größte Turnier-Preisgeld Ihrer Poker-Laufbahn? Das könnte sich zu einem neuen Standard-Feature bei allen Anbietern entwickeln, wenn es sich als so beliebt erweisen sollte wie das Unibet-Team vorhersagt.

Programme wie Hold’em Manager und Poker Tracker 4 werden auch in Zukunft nicht funktionieren, aber das Spielen mehrerer Tische soll mit „Unibet Tiles“ vereinfacht werden. Das Raster kann mit Unibet-Content gefüllt werden, so dass Sie gleichzeitig Pokertische, Casino-Spiele und die Lobby öffnen können, während Sie in einem vierten Fenster einen Unibet-Live-Stream schauen.

[IMG storage="57cd5f214cc1d.png" align="center" wh="1032x610"]Die Cartoon-Avatare sind auch bei Unibet 2.0 mit von der Partie[/IMG]

Für die Closed Beta hat sich Unibet eine ausgewählte Gruppe von Spielern ins Boot geholt. Als Launch-Termin hat das Unibet-Team den 3. Oktober ins Auge gefasst.