Cookies on the PokerWorks Website

We use cookies to ensure that we give you the best experience on our website. If you continue without changing your settings, we'll assume that you are happy to receive all cookies on the PokerWorks website. However, if you would like to, you can change your cookie settings at any time.

Continue using cookies

Poker News | Hot News

PartyPoker will Chancengleichheit für alle Spieler

partypoker
Mitteilen

Die Diskussion darüber, ob Drittanbieter Software erlaubt sein sollte, ist fast so alt wie das Online Poker selbst. Die Meinungen der Spieler teilen sich in zwei Lager auf: (1) Drittanbieter Software sollte erlaubt sein, oder (2) Drittanbieter Software sollte verboten sein. Es scheint dabei keinen Mittelweg zu geben, denn die Spieler haben entweder die eine Haltung oder die andere.

Während der nächsten Wochen ergreift Partypoker Maßnahmen, welche die Spieler von der Verwendung von Drittanbieter Software abhalten sollen. Es wird drei Veränderungen im Partypoker Client geben, um wieder gleiche Bedingungen für alle Spieler auf Partypoker herzustellen, unabhängig von ihrem Können.

In Kurzform wird es folgende Änderungen geben:

  • Die Spieler können ihre Handverläufe der letzten 12 Monate im Missions Icon in der Partypoker Software sehen, doch Hand Histories können nicht mehr heruntergeladen oder lokal gespeichert werden.
  • Spieler, die auf ein Cash Game warten, kommen auf die Warteliste des gesamten Rooms und werden zufällig platziert, wenn ein entsprechender Sitz frei wird.
  • Spieler, die an einem Cash Game Tisch Platz nehmen, werden erst die Namen ihrer Spieler sehen können, wenn die erste Hand gegeben ist.

Diese Änderungen werden die Spieler davon abhalten, Tracking Software und Heads-up Displays (HUDs) einzusetzen, Hand History Datenbanken untereinander auszutauschen sowie die Verwendung von Seating Scripts stoppen, die manche Spieler nutzen, um schwächere Spieler zu finden, welche automatisch für sie einen "Guten Platz" anzeigt.

Tony Dunst, ein World Poker Tour Champion und Partypoker Botschafter, glaubt, dass von den kommenden Änderungen sowohl die Freizeitspieler als auch die professionellen Spieler profitieren werden, da die Qualität der Spiele damit gewahrt wird.

"Diese Veränderungen bei Partypoker sind entworfen worden, um eine gastfreundlichere Umgebung für Freizeitspieler zu schaffen," sagte Dunst. "Leider haben viele der Werkzeuge und Taktiken, die die Profis verwenden, um ihre Vorteile zu maximieren, dazu geführt, dass die Spiele zu schwierig für neue Spieler geworden sind, um zu überleben. Ohne sie würden die Grinder lediglich Geld hin und her schieben, während sie Rake zahlen, und die Spiele würden unweigerlich austrocknen. Ich glaube, diese Änderungen werden helfen, die Wettbewerbsbedingungen für Gelegenheitsspieler anzugleichen, und für die Erhaltung der Qualität der Spiele für Profis sorgen."

Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen

PokerNews traf sich in dieser Woche mit Head of Poker BI and Network Operations von Partypoker, Jay Kanabar, und befragte ihn zu den kommenden Änderungen, zu welchen die Partypoker Community sicher geteilter Meinung sein wird.

"Um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass es radikale Änderungen sind," sagte Kanabar. "Wir erfüllen nur unsere Pflicht als ein Online Poker Anbieter für die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen und wollen eine faire und ethische Spielumgebung für alle Poker Spieler anbieten."

Laut Kanabar gab es seit 12 Monaten Gespräche über die Änderungen, wobei unterschiedliche Bereiche der Poker Community konsultiert und umfangreiche statistische Analysen vorgenommen wurden, die nötig für die Implementierung der Änderungen in den Partypoker Client sind.

Sowohl Unibet Poker als auch Sky Poker verbieten die Verwendung von HUDs, wobei Unibet Poker sogar noch einen Schritt weiter geht und den Spielern erlaubt, ihre Screen Namen zu ändern. Manche Sites wie MPN (früher Microgaming), haben Tische, an denen die Spieler während ihrer gesamten Session anonym bleiben, doch letzteres zieht Partypoker nicht in Betracht.

"Ich denke, es wäre eine Schande, wenn das Online Poker vollständig anonym werden müsste," sagte Kanabar. "Es würde zum Beispiel auch keinen Spaß machen, wenn man die WPT mit verbundenen Augen spielen müsste. Unsere 'Poker for the People' Mission dreht sich darum, eine Partypoker Community zu schaffen, in der die Spieler online spielen und sich auf unseren Live Events treffen können."

Es bestehen auch gewisse Parallelen zu den kürzlich erfolgten Änderungen auf Full Tilt, wo die Spieler keine Tischauswahl mehr vornehmen können. Stattdessen wählen sie ihre Stakes und werden daraufhin zufällig platziert.

Der Cash Game Traffic fiel kurz nachdem Full Tilt diese Änderungen eingeführt hatte, was Kanabar und seinem Team wohl bewusst ist, doch man glaubt an die langfristigen positiven Auswirkungen für die Site.

"Ich denke, dass unsere Änderungen grundlegender als die anderer Anbieter sind," sagte er. "Wir konzentrieren uns nicht nur auf die Freizeitspieler, von unseren Änderungen sollen alle Spieler profitieren und wir hoffen natürlich auch, dass Partypoker auf lange Sicht davon profitiert. Wenn ich in den Bellagio Poker Room in Las Vegas gehe, dann kann ich auch nicht den Card Room Manager fragen, 'Wer sind Ihre schlechtesten Spieler? Können Sie mir einen Platz links von diesen reservieren? Wo bekomme ich einen Ausdruck aller in den letzten sechs Monaten gespielten Hände aller Spieler? Wenn mein guter Platz frei wird, lassen Sie es mich wissen, ich gehe nur kurz in Bobby’s Room und mache dort Notizen über die dort gespielten Hände!'"

Kanabar sagt, er habe keine Probleme mit den Spielern, welche gern solche Hilfsprogramme benutzen, doch er erhielt "ein überwältigendes Feedback von Spielern, die diese Software eigentlich nicht wollen, jedoch aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit gezwungenermaßen benutzen müssen."

Spieler, die sich darüber Sorgen machen, dass ihre Gegner versuchen könnten, diese Änderungen zu umgehen, können sicher sein, dass Kanabar und sein Team alles Mögliche durchdacht haben und die nötigen Schritte dafür eingeleitet haben, um genau dies zu verhindern.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gründlich gemacht, bevor wir den Knopf drücken und die Änderungen wirksam werden," sagte Kanabar.