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Klage gegen High-Stakes Spieler Paul Phua abgewiesen

paul phua
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Elf Monate, nachdem der malaysische Geschäftsmann und High Stakes Poker Spieler Paul Phua, der online unter dem Namen "MalACEsia" spielt, zusammen mit sieben anderen in Las Vegas wegen illegaler Sportwettengeschäfte für den 2014 FIFA World Cup verhaftet wurde, hat der U.S. Bezirksrichter Andrew Gordon entschieden, die Klage abzuweisen.

Wie das Las Vegas Review-Journal berichtet, hat Richter Gordon diese Entscheidung gefällt, nachdem die Anklage einräumen musste, dass sie nicht länger über die nötigen Beweise für das Verfahren gegen Phua verfügt, das in diesem Monat beginnen sollte.

Am 9. Juli 2014 wurde Phua zusammen mit seinem 22-jährigen Sohn Darren Wai Kit Phua, dem chinesischen Geschäftsmann und Macau High Stakes Spieler Sen Chen (Richard) Yong und seinem Sohn Wai Kin Yong – sowie weiteren vier Chinesen und Malaysiern — vom Federal Bureau of Investigation (FBI) im Ceasars Palace in Las Vegas festgenommen.

Der Gruppe wurde vorgeworfen, für die Bildung eines illegalen Wettzirkels verantwortlich zu sein.

Wie wir bereits im vergangenen Dezember berichteten, startete die Untersuchung von Phuas Aktivitäten schon lange Zeit vorher, wie der Director of Special Investigations von Caesars Entertainment Paul Urban erklärte. Alles begann damit, als er ein Foto von Phuas Luxusvilla, "angefüllt mit Computern, Wide Screen Bildschirmen und WiFi Equipment, das für illegale Sportwettenanbieter typisch ist", erhielt.

Zu dieser Zeit nahm das FBI an, das Phuas Aktivitäten in Las Vegas die Fortsetzung dessen waren, was von den Behörden in Macau am 18. Juni 2014 unterbunden wurde. Damals wurde der Geschäftsmann wegen der Annahme illegaler Wetten auf den World Cup festgenommen. Die U.S. Behörden gingen davon aus, dass Phua seinen Sportwettenring von Las Vegas aus weiterführte, nachdem er aus Macau nach seiner Freilassung auf Kaution geflohen war.

Phua stritt jedoch vehement seine Beteiligung an einem illegalen Sportwettenring während der gesamten Untersuchung ab, obwohl sich sechs andere Personen schuldig bekannten. Diese erhielten alle Bewährungsstrafen von 5 Jahren.

Nachdem die High Stakes Spieler Phil Ivey, Andrew Robl und Daniel Cates die Kautionen für Phua und Yong stellten — insgesamt $4.5 Millionen – entschied sich der malaysische Geschäftsmann den Kampf in dem Rechtsstreit aufzunehmen. Unterstützt wurde er dabei von einem Anwaltsteam, das sich zu jedem Zeitpunkt über die Illegalität der FBI Operationen sicher war.

"Paul Phua blieb in den Vereinigten Staaten, um die Vorwürfe zu bekämpfen, weil er unschuldig war und weil das Fehlverhalten der Regierung den Fall sogar noch verschlimmerte," sagte einer von Phuas Anwälten, Thomas Goldstein in einer Presseerklärung vom Montag, dem 1. Juni. "Heute wurde sein Glaube in das amerikanische Rechtssystem vollständig wiederhergestellt."

Erste Risse in der Untersuchung zeigten sich bereits im Februar, als U.S. Magistrate Judge Peggy Leen feststellte, dass die eidesstattlichen Erklärungen der FBI Agenten für die Beschaffung des Durchsuchungsbefehls "falsch und irreführend" waren und dass der ganze Fall gegen Phua mit "schwerwiegenden Fehlern" behaftet war.

Bezüglich des Falles vom April erklärte Richter Gordon ferner, dass das FBI "zu weit ging". Gemeint war die Operation, die Phuas Rechte verletzte, als FBI Agenten ohne den nötigen Durchsuchungsbefehl die Hotelräume betraten.

Wie auf PokerNews berichtet wurde, kappte damals das FBI die Internetverbindung zu seinem Hotelzimmer, um daraufhin zwei Undercover Agenten als vermeintliche Techniker zu schicken. Anschließend waren die beiden Agenten in der Lage, in den Räumlichkeiten Beweise über illegale Sportwettenaktivitäten mit versteckten Kameras zu sammeln.

"Der Regierung zu erlauben, solche Notwendigkeiten für das Eindringen Dritter in Häuser zu schaffen, würde effektiv bedeuten, ihr zu erlauben, ohne jegliche Durchsuchungsbefehle die Mehrheit der Wohnungen und Hotelzimmer in Amerika zu durchsuchen," stellte Richter Gordon während einer Anhörung am 17. April fest.

"Die Regierung braucht lediglich das Telefon, Kabelfernsehen oder Internet abzutrennen, oder andere 'nichtessentielle' Services, und die Menschen würden Dritte für Reparaturen in ihr Haus lassen, und damit Regierungsagenten unwissentlich erlauben, ihre Privaträume zu besichtigen und alles aufzunehmen, was immer und wen immer sie vorfinden,“ fuhr Richter Gordon fort.

Mit seiner Entscheidung, den Fall abzuweisen, wies Judge Gordon die Regierung an, Phuas Pass und Privatflugzeug zurückzugeben. Außerdem wurde Phua erlaubt, wieder Poker in Las Vegas zu spielen, obwohl er bereits das Land verlassen haben soll. So ist es nicht zu erwarten, ihn bei der World Series of Poker zu sehen, in der er den achten Platz für $1,237,333 im $1,000,000 Big One for One Drop im Jahre 2012 belegte.