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Stadtmeisterschaft 2013: DAS Pokerevent in Hannover

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19 Tage Pokeraction - Die Titel sind vergeben!

Wenn hunderte von pokernden Menschen, zahlreiche WSOP-Teilnahmen, WCOOP-Finalisten und erfahrene Cashgamer zusammen kommen, deutet vieles auf ein hochdotiertes Casinoturnier hin, dagegen wenig auf ein Sachpreisturnier! Genau das ist die Stadtmeisterschaft Hannover jedoch und hat aufgrund der gestzlichen Regelungen in Niedersachsen ein Gewinnlimit von 60 Euro pro Person. Warum einmal im Jahr Massen an erfahrenenen und Freizeitspielern in die niedersächsische Landeshauptstadt strömen hat viele Gründe: Zum einen kommen immer so viele Spieler zu den Meisterschaftsevents zusammen, dass die vergegebenen Titel eine hohe Reputation aufweisen. Zum anderen legt das Team vom Veranstalter ALL-IN POKER (AIP) einen so hohen Grad an Professionalität an den Tag, dass Spielbanken vermehrt ein Auge auf die AIP-Dealer werfen - hinzu kommen gut spielbare Turnierstrukturen, Poker mit Eventcharakter über 19 Tage, so wie Live-Updates via Facebook, für die daheim gebliebene oder ins Bett gegangene Community. Besonders hervorzuheben ist jedeoch der Variantenreichtum der Stadtmeisterschaft. Nicht nur die Veranstalter trauen sich an Formate wie Heads-Up, Shootout, 6-max und Varianten wie Pot-Limit Omaha Hi/Lo, Seven-Card Stud, H.O.R.S.E. oder den großen Newcomer Open Face Chinese Poker heran, auch die Spieler sind dankbar, dass sie fernab des FullRing No Limit Hold'ems ihr Geschick miteinander messen können!

Die Zahlen sprechen für sich: 19 Tage Pokeraction, über 300 Stunden Nettospielzeit, mit 15 Vorrundenheats und 8 Titelentscheidungen, also insgesamt 23 Turniere. Die Beteiligung auf Seiten des Veranstalters mit 20 Dealern an 12 Tischen, sowie auf Seiten der Spieler, mit knapp 1.050 Teilnahmen war gigantisch. Die Stadtmeisterschaft Hannover ist damit ziemlich sicher die größte zusamenhänhängende Pokerserie im Hobbybereich. Über das ganze Jahr hinweg bietet AIP täglich an verschiedenen Standorten Pokerturniere an, und zählt dabei über 3.500 unterschiedliche Spieler jährlich. Dieses Know How ist auch in die siebte Austragung der Stadtmeisterschaft Hannover geflossen, die 2007 als einzelnes Event, geboren aus einer Idee im WG-Wohnzimmer, ihren Anfang nahm. Jedes Jahr kamen seitdem neue Events oder Programmpunkte hinzu. In diesem Jahr war es vor allem die Zertifizierung durch den Deutschen Poker Sportbund (DPSB), die sich AIP auf die Fahnen schreiben konnte. Der DPSB erkennt mit der Stadtmeisterschaft Hannover damit die erste Veranstaltung eines Fremdanbieters mit seinem Verbandssiegel an. Damit wird der professionellen Organisation und den fairen Strukturen Tribut gezollt. Für den DPSB war auch Verbandspräsident Stephan Kalhamer vor Ort, der sich von der einwandfreien Durchführung der Meisterschaften ein Bild machen konnte. Zudem lieferte er sich mit Sachpreisgewinnern packende Heads-Up-Duelle, in denen auf die Gewinner, neben der Gewissheit den Weltmeistercoach geschlagen zu haben, ein individuelles Souvenir wartete. Passend dazu fand der erste Spieltag der DPSB-Mannschaftsvorrunde der Divisionen Hannover I und II statt. Hier zeigte sich mit wieviel Herzblut die Hannoveraner den Pokersport lieben und leben. Alle 9 Teams - damit ist Hannover die größte Pokerhochburg Deutschlands neben Berlin - traten in eigens angefertigten Teamoutfits an, und fighteten in den Nachbarschaftsduellen bis zum letzten Heads-Up. Auch für die Deutsche Einzelmeisterschaft gab es ein mit 74 Startern ausverkauftes Qualifikationsturnier, in dem sich 7 Hannoveraner den Startplatz für die DM im Juni 2014 sicherten. Abgerundet wurde das Event durch ein Deichmann Most Wanted Coaching, sowie 5 Coachingblöcke von Martin Sturc. An drei Tagen machte der Präsident der Austrian Poker Sports Association (APSA) für das Gaming Institute ca. 50 Teilnehmer fit für das Main Event MTT.

Poker gespielt wurde natürlich auch noch, und das nicht zu knapp. Und zwar im Freizeitheim Vahrenwald mit angeschlossenen Viva-Bistro, quasi im Hauptquartier von AIP. In sieben Jahren Stadtmeisterschaft hatten alle Beteiligten schon viel gesehen, allerdings noch nie eine Stadtmeisterin. Als im Six-Handed Finale unter den letzten fünf Spielern dann vier Damen („Mitchi“, „Graupelkind“, „Ginger“, „Conny28“) saßen, witterten die Zuschauer (vor allem die weiblichen) den ersten Stadtmeistertitel für eine Dame. Allerdings dominierte mit „LEDAVI76“ ein Herr lange Zeit mit riesigem Chiplead das Damen Quartett. Erst ganz zum Ende drehte sich das Blatt, und „Mitchi“ machte „LEDAVI76“ den Gar aus,. Sie ging als 9:1 Chipleaderin ins Heads-Up, das ihr nach zwei Händen den Sieg und „Graupelkind“ Platz 2 brachte. Beeindruckend zu sehen war, dass die eigenen Platzierungen den Damen eher zweitrangig schienen, solange eine von ihnen durchkommen sollte - und so fühlten sich am Ende alle vier als Siegerinnen.

Vor dem Heads-Up Event haben die Spieler traditionsgemäß am meisten Respekt, da es nicht nur die reinste Form von Poker ist, sondern weil die Stadtmeisterschaft im HU so angelegt ist, dass an zwei Spieltagen bis zu zwanzig Heads-Ups (ohne mögliche Stechen bei Gleichstand) zu absolvieren sind. In den letzten Jahren wurde die Hand dann schon einmal gegen 6 Uhr morgens gedealt. Dieses Jahr wurde es sogar noch ein bisschen früher: Um 6:41 Uhr war Schluss. Die beste Kondition besaß „sil“, der sich lange ein Kopf-an-Rennen mit „All-In“ geliefert hatte. Dritter wurde „VRaptor“, der als Rookie auf sich aufmerksam machte, vor „Devine“ und „PAIN“. Gut zu beobachten war in diesem Event, dass die Teamspieler der DPSB-Liga, in der nur Heads-Up gespielt wird, eine starke Leistung erbrachten und von ihrer Erfahrung profitieren konnte. Sieger „sil“ geht in der DPSB-Liga für das „ALL-IN POKER Heads-Up-Team“ an den Start.

Exotischer war das Pot Limit Omaha Hi/Lo-Event, zu dem auch viele Spieler strömten, die vielleicht oft Omaha spielen, aber nicht in der Hi/Lo-Variante. Dafür sind AIP und die Stadtmeisterschaft auch bekannt, dass man hier immer neue Pokervarianten lernen und sich darin verbessern kann, ohne schräge Blicke von anderen erwarten zu müssen, oder teures Lehrgeld zu zahlen. Mit 51 Startern war dieses Event absolut ausverkauft, so dass viele Spieler auf der Warteliste auf ein frühes Bustout hoffen mussten. Über das ganze Turnier entwickelte sich ein Zweikampf zwischen dem AIP-Regular „obergau“ und dem AIP-Neuling „YouGoBroke“. Sowohl in den Final Table gingen beide als Chipleader, als auch mit ähnlich verteilten Stacks ins Heads-Up. Hier lief es eigentlich besser für „YouGoBroke“, jedoch tat ihm „obergau“ nicht den Gefallen broke zu gehen, sondern schaffte es dreimal hintereinander in einem pre-flop All-In die Asse von „YouGoBroke“ zu knacken. Das war dann selbst im Omaha zuviel für „YouGoBroke“ in seinem dritten AIP-Turnier und so sicherte sich „obergau“ um 6 Uhr morgens den Titel vor „YouGoBroke“ und „BigHunter“.

Mit größter Spannung wurde im Vorfeld das Open Face Chinese Poker Turnier erwartet! Die erste Pokervariante, die sich nach dem Hold'em- und Omaha-Hype nach Jahren wieder ausbreitet wie ein Virus lockte 48 Spieler, teilweise aus anderen Bundesländern nach Hannover. Wahrscheinlich war es sogar überhaupt das erste OFC Turnier auf deutschem Boden. Dementsprechende Tweaks lassen sich zukünftig auch noch an der Struktur machen, weitere OFC Turniere von AIP sind bereits geplant. Die Struktur wird dann wohl allerdings etwas schneller sein, den mit 48 (!) Stunden Nettospielzeit war es sicherlich das längste AIP-Turnier aller Zeiten. Dementsprechend hoch war die Strategiekomponente anzusehen. Als haushoher Favorit wurde im Vorfeld „MasterBluff“ gehandelt, der mit Abstand die meiste Spielerfahrung besitzt. Jedoch kristallisierte sich schon in den Vorrundentischen (Shootout-Modus) heraus, dass „Graupelkind“ eine ebenbürtige Gegnerin sein könnte. Und genauso hieß nach ca. 40 Stunden Spielzeit dann das Heads-Up. Beide hatten zwischenzeitlich unglaubliche Comebacks starten müssen: Nachdem „Graupelkind“ es in einem NLH-Event schaffte einen 1:15-Rückstand in Chips umzudrehen, hatte sie auch hier ähnliche Proben zu bestehen. „MasterBluff“ hatte es nicht leichter, musste er im Halbfinale einen 17:383-Rückstand aufholen. Ganz am Ende war er es auch, der die größte OFC-Trophäe in den Händen halten konnte, vor „Graupelkind“, die ihr zweites Runner-Up-Ergebnis einfuhr und „BooooM“.

Ebenfalls weit reisende Gäste lockte das H.O.R.S.E.-Event nach Hannover. Bei der WSOP als das Event mit dem größten Skillfaktor angesehen, trafen auch in Hannover keine Spieler aufeinander, die bislang nur ein paar Hold'em-Turniere gespielt haben, sondern echte Allrounder. Ein großes Lob muss bei solchen Mixed Games auch den Dealern vom Team Mixery zugesprochen werden, die für Mixed Games, eine echte Referenz sind! Am Final Table fanden sich dann mit dem ehemaligen H.O.R.S.E.- und Mainevent-Titelträger „olehan“, dem WSOP-erfahrenen „Vegas“, sowie „Guppy“ und „Moe“ alte H.O.R.S.E.-Hasen ein. Nachdem „olehan“ die Führung in der All-Time-Wertung der siebenjährigen Stadmeitscherschaftshistorie an „DeKay“ verloren hatte, griff er jetzt nach dem entscheidenden dritten Titel und kam diesem als Dritter sehr nahe. Im Heads-Up zwischen „Silvio“ und „ChrisLimp“ waren die Stacks ziemlich gleichmäßig verteilt und für ein Fixed Limit Game auch durchaus deep, trotzdem endete es schnell. Das zwischen den alten Hasen auch immer wieder neue Allrounder heranwachsen bewies „Silvio“ am besten, denn sein zweites Mixed Game konnte er direkt mit einem Titel krönen!

Für das Seven-Card Stud-Event hatte sich zur Freude aller Beteiligten Besuch aus Tschechien angekündigt. Stevie Pollak, Pokerchef des Palace Casinos in Cheb, griff selber in die Karten und überraschte die verbleibenden Spieler nach seinem Ausscheiden damit, dass er den Sachpreis für den Sieger des Events sponserte. Spielerisch hatte es das Event auch in sich, denn unter den letzten Drei waren mit „DeKay“ der führende in der All-Time-Rangliste und sein ärgster Verfolger „olehan“ beide noch vertreten. Als „DeKay“ als Dritter das Turnier verließ, witterte „olehan“ seine Chance gegen „Vegas“ und nutzte sie auch. Damit kann „olehan“ drei Titel (darunter das Mainevent), einen zweiten und einen dritten Platz in 7 Jahren Stadtmeisterschaft aufweisen!

Trotz insgesamt acht Titelkämpfen und eines vollen Rahmenprogramms richteten sich natürlich alle Augen auf das Mainevent. In 6 Heats hatten 423 Spieler die Chance sich für das Finale zu qualifizieren, was 98 auch gelang. Mit 7,75 Millionen Chips im Umlauf (gestartet wurde in den Vorrunde mit Blinds 50/100, im Finale bei 1.000/2.000), einem proppenvollen Freizeitheim Vahrenwald, Presse und einer Web-TV-Crew vor Ort, konnte echtes WSOP-Feeling aufkommen. Nach zehn Stunden Spielzeit am Finaltag, gab es am Final Table allerdings eine Zweiklassengesellschaft: Die vier Chipleader „Gleidinger“, „Rene76“, „Harlequin80“ und „Guppy“ waren auch die letzten vier im Turnier, nachdem Spieler wie der Chipleader vor dem Finaltag „LuckyPad“, oder der Titelträger von 2010 „RaiseWayne“, der extra aus Bremen angereist war, ausgeschieden waren. Die große Überraschung war jedoch, dass „Gleidinger“, der mit über zwei Millionen Chips an den Final Table kam, und den Chipcount mit einigen Bustouts noch weiter aufstocken konnte, am Ende selber als Vierter bustete. Einen Platz besser und damit auf dem Podium platzierte siche Harlequin80, der die größte Fanbase an den Rails hinter sich hatte. Im Heads-Up hatten sowohl „Guppy“ als auch „Rene76“ ihre Matchbälle, letztendlich verwandelte „Rene76“ seinen zweiten und kürte sich damit zum Stadtmeister. Im anschließenden Interview gab er sich bescheiden, und gestand zu, dass die größte Motivation bei AIP zu spielen sei, dass man auf immer neue Gesichter treffe, sich so ständig neu einstellen und weiterentwickeln müsse. Zudem habe er bei den Turnieren viele interessante Persönlichkeiten und neue Freunde kennengelernt. Auf die Frage, ob er ab einem bestimmte Zeitpunkt an den Erfolg geglaubt hätte, entgegnete der neue Champion klar: „Als ich die tollen Pokale gesehen habe, habe ich mir gesagt, dass ich so einen heute mit nach Hause nehme - und das dann auch so gemacht!“ Auch die Zuschauer freuten sich über die Action im Mainevent. Sie waren sich einig, dass hier die Emotionen noch höher schlagen würden als bei den WSOP-Events in Vegas.

Im nachgeschobenen Shootout-Event, das in dem vollen 16-tägigen Zeitplan einfach keinen Platz mehr fand, gab es zum dritten Mal bei der diesjährigen Meisterschaft ein Podium mit Dame. „BlackMamba“ verpasste als Chipleaderin im HU denkbar knapp den Sieg, den sie „Armine“ überlassen musste. Als Dritter gelangte „Beton“ auf das Treppchen.

Die Stadtmeisterschaft Hannover ist somit Vergangenheit, aber die nächsten AIP-Großevents lassen nicht lange auf sich warten:
Am 15. Nov. ist Studi-Poker in der Aula der Hochschule Hannover.
Am 30. Nov. findet Charity-Poker zugunsten von OneSmallSeed im Freizeitheim Vahrenwald statt.

Vorankündigungen und Nachberichte finden sich immer auf: www.ALLIN-POKER.de

NLH Six-Handed
1. Mitchi
2. Graupelkind
3. LEDAVI76

Heads-Up
1. sil
2. All-In
3. VRaptor
4. Devine
5. PAIN

Pot-Limit Omaha Hi/Lo
1. obergau
2. YouGoBroke
3. BigHunter

H.O.R.S.E.
1. Silvio
2. ChrisLimp
3. olehan

Open Face Chinese
1. MasterBluff
2. Graupelkind
3. BooooM

7-Card Stud
1. olehan
2. Vegas
3. DeKay

Mainevent NLH
1. Rene76
2. Guppy
3. Harlequin80
4. Gleidinger
5. Devine
6. Lui
7. Moe
8. RaiseWayne
9. LuckyPad
10. FiveAir

Shootout NLH
1. Armine
2. BlackMamba
3. Beton

DPSB-Freeroll (für die DM qualifiziert)
1. kingroberto
2. HerrVorragend
3. RaiseWayne
4. Lena
5. Ginger
6. Possi
7. Andy64