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Mike Sexton über sein erstes WSOP Bracelet

Mike Sexton
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Wenn es um große Poker-Botschafter geht, beschreibt dieser Begriff keinen Spieler so sehr, wie Mike Sexton. Der langjährige Kommentator der World Poker Tour feierte vor kurzem sein zehnjähriges Jubiläum in der Kommentatoren-Kabine – ein weiterer Meilenstein in der Karriere des Hall of Famers. Seit Jahrzehnten prägt Sexton die Poker-Szene und gehört mittlerweile zu den wohl respektiertesten Persönlichkeiten des Business.

Im vergangenen Sommer belegte er im World Series of Poker Event #25 $1,500 Seven Card Stud Hi-Low-8 or Better Rang zwei hinter Chris Viox. Auch wenn er sich in dem 606 Spieler starken Feld nicht durchsetzen konnte, sicherte er sich dennoch $123,925. Unglaublich aber wahr: Es wäre erst sein zweites WSOP-Bracelet gewesen. Sein erstes und einziges gewann er 1989.

1989 $1,500 Limit 7 Card Stud Hi/Lo Final Table Resultat

PlatzSpielerPreisgeld
1Mike Sexton$104,400
2Sid Herald$52,200
3Bud Moore$26,100
4Men “The Master” Nguyen$15,600
5Patty Robertson$13,050
6Ralph Hoots$10,440
7Jerry Buhr$7,830
8Charles Jacobi$5,220

„Ich habe mein erstes Bracelet 1989 gewonnen. Ich war schon seit 1978 Profi, nahm aber erst 1984 erstmals an einer World Series of Poker teil. Damals gab es an jedem zweiten Tag ein Event. Ich fuhr eine Woche hin und spielte drei Turniere. Ich schaffte es aber zwei Mal an den Final Tabel und das hat mein Leben verändert, da ich wenig später nach Las Vegas gezogen bin.“

Event #11 der 1989 WSOP war ein $1,500 Limit Seven Card Stud Hi-Low-8 or Better Turnier, das 174 Teilnehmer anlockte, die für einen Preispool von $261,000 sorgten.

„1989 gewann ich mein erstes Bracelet. Ich habe in meiner Karriere viele Millionen Dollar an Preisgeld und einige große Turniere gewonnen. Aber nichts kam auch nur annähernd an den Gewinn des ersten Bracelets heran, weil es ‚Eight or Better Stud‘ war. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich von diesem Spiel. Daher war das ‚meine‘ World Championship. Hold’em habe ich damals so gut wie nie gespielt, am NLHE Main Event nahm ich erst 1992 erstmals teil.“

„Das Turnier zu gewinnen brachte mir viel Prestige ein und es war eine große Ehre. Was das ganze noch lustiger machte war, dass Kenny Flaton herumging und Wetten abschloss. Es ging darum, wer am längsten im Turnier blieb. 17 Leute zahlten je $1.000 ein und ich konnte mich am Ende auch über diesen Gewinn freuen. Der Turniersieg bedeutete für mich die endgültige Bestätigung, dass ich es als Profi geschafft hatte.“

Trotz 20 Final Tables im Rahmen der WSOP konnte Sexton danach nie wieder ein Bracelet gewinnen.
"Meistens kam ich als Short Stack an die Finaltische und ging dann als Fünfter, Sechster oder Siebenter. Das einzige Mal, dass ich als Chipleader in einen Final Table starten durfte, war genau dieses ‚Eight or Better Stud‘-Event. Und gleich in der ersten Hand bekam ich drei Sechser gedealt. Das ist eine ausgezeichnete Start-Hand in dieser Poker-Variante, weil es die Lows anderer Spieler blockiert.“

„Dennoch verlor ich die erste Hand gegen einen Flush am River, den mein Gegner mit der sechsten und siebenten Karte getroffen hatte. Das hat mich meinen halben Stack gekostet und mich maßlos geärgert. Ich konnte mich geistig aber wieder erfangen und dachte mir nur: Okay, du hast jetzt den Average Stack, also spiel einfach normal weiter. Wie sich herausgestellt hat, habe ich dann ja gewonnen.“

„Als wir nur noch zu viert waren, werde ich diese eine Hand nie vergessen. Sie ist vielleicht die fantastischste Hand, die ich je gesehen habe. Es war die Bring-In-Karte, die Low-Karte mit einer Kreuz, als mir die Raises um die Ohren flogen und ich foldete, weil ich nichts hatte. Die Spieler capten und auch auf der vierten und fünften Street wurde bis zum Maximum erhöht. Auf der sechsten Street waren alle meine verbliebenen Gegner Allin und ich traute meinen Augen nicht. Sid Herald öffnete drei Könige, Men “The Master” Nguyen drei Damen und die andere Person hatte zwei Asse und {A-}{2-}{4-}{5-} für einen Low-Draw. Die drei Könige hielten, kicktenn zwei Spieler und ich sprang plötzlich vom vierten auf den zweiten Platz, auch wenn ich im Chip-Count plötzlich mit 1:3 hinten lag.“

„Diese Hand bedeutete einen gewaltigen Preisgeld-Sprung, was mir damals am wichtigsten war. Zudem bekam ich einen Shot auf den Titel. Es war extrem lustig diese Hand mitanzusehen. Und auch, wenn ich selbst nicht involviert war, war es eine der aufregendsten Hände aller Zeiten.“