Cookies on the PokerWorks Website

We use cookies to ensure that we give you the best experience on our website. If you continue without changing your settings, we'll assume that you are happy to receive all cookies on the PokerWorks website. However, if you would like to, you can change your cookie settings at any time.

Continue using cookies

Poker News | World Series of Poker | WSOP 2010

WSOP 2010: Moritz Schmejkal verpasst erstes Bracelet für Deutschland

Mitteilen

Das Finale des $10.000 Heads-Up Championship Events entwickelte sich zu einer Marathon Schlacht, wie sie Spannender kaum hätte sein können. Der Deutsche Poker Pro Moritz Schmejkal hatte die große Chance das erste Deutsche Bracelet bei dieser WSOP

mit nach Hause zu nehmen, musste sich am Ende jedoch seinem Wiedersacher Ayaz Mahmood geschlagen geben und sich mit Platz zwei zufrieden geben.

Das $10K Heads-Up Event begann am Freitag wie erwartet mit dem Maximum von 256 Spielern, die sich in der ersten Runde im Duell Mann gegen Mann gegeneinander durchsetzten mussten. Das Teilnehmerfeld war gespickt mit dem Besten, was die Pokerwelt zu bieten hat, von denen es einige jedoch nicht über die erste Runde hinaus schafften. Michael Mizrachi, Justin Bonomo, Johannes Strassmann, Joe Cada, Sandra Naujoks, David Benyamine, Barry Greenstein, Daniel Negreanu, Isaac Baron und Noah Boeken mussten alle bereits nach Runde 1 ihre Plätze räumen. In Runde 2 folgten dann unter anderem Jason Mercier, Annette Obrestad, Carlos Mortensen, Tom Dwan und Erik Seidel bevor der Tag mit noch 64 verbleibenden Spielern zu Ende ging.

Am Tag 2 mussten diese Spieler nur noch eine Runde überstehen um die Payout Plätze zu erreichen und sich ein Preisgeld von mindestens $17,987 zu sichern. Phil Ivey schied bereits früh am Tag aus, genau wie Tobias Reinkemeier, Josh Arieh und Vladimir Schmelev. In die Payouts schaffte es hingegen der Deutsche Julian Herold, wurde dann aber gleich als erster in Runde 4 durch Jason Sommerville auf Platz 32 eliminiert. Auch Antonio Esfandiari, David Williams, Kevin "Belowabove" Saul und Sorel Mizzi konnten die vierte Runde nicht überstehen. Chris Moorman, Bertrand “Elky” Grospellier und Alex Kravchenko folgten in Runde 5, und so endete der Tag mit den letzten acht Spielern.

Am Tag 3 immer noch mit dabei war unter anderem der Kasseler Moritz Schmejkal, der in den vergangen Runden Nikolay Evdakov, Joao Barbosa, Juan Ramirez, David Williams und Alexander Kravchenko eliminiert hatte, und es nun in Runde 6 mit Vanessa Rousso zu tun bekam. Nachdem die anderen drei Matches schon längst beendet waren dauerte es über vier Stunde bis Schmejkal sich gegen Rousso durchgesetzt hatte. In der letzten Hand war Schmejkal mit {J-Spades}{3-Spades} all-in gegangen und Rousso hatte mit {A-Hearts}{4-Hearts} gecallt. Das Board brachte {2-Spades}{10-Spades}{9-Clubs}{8-Spades}{Q-Diamonds} und somit den Flush für Schmejkal, der es in der vorletzten Runde mit Alexander Kostritsyn zu tun bekam. Diesmal ging es bei Schmejkal um eignes schneller als es nach nicht einmal 30 Minuten bereits zur entscheidenden Hand kam. Kostritsyn hatte preflop auf 40K erhöht und Schmejkal re-raiste auf 116K. Kostritsyn callte und der Flop kam {K-Clubs}{2-Spades}{K-Diamonds}. Schmejkal setzte 80K und Kostritsyn callte erneut. Nach der {5-Spades} auf dem Turn checkte Schmejkal und Kostritsyn setzte 210.000. Daraufhin check-raiste Schmejkal auf 450K und für Kostritsyn begann das Grübeln. Nach einigen Minuten erhöhte Kostritsyn dann erneut, diesmal auf 750K, Schmejkal ging all-in, Kostritsyn callte und zeigte {A-Clubs}{A-Hearts}. Schmejkal zeigte jedoch {K-Spades}{4-Diamonds}, die {5-Hearts} auf dem River brachte das Full House für den Deutschen und so kam es zum Finale zwischen Schmejkal und Ayaz Mahmood, der sich in Runde 7 gegen Jason Sommerville durchgesetzt hatte.

Nach über acht Stunde Spielzeit am Tag 3 nahmen diese beiden nun also das Finale in Angriff, das erst dann entschieden war sobald ein Spieler zwei von drei Matches gewinnen hatte. Das erste Match begann sehr verhalten, mit leichten Vorteilen für Mahmood, der sich einen kleinen Chiplead erspielen konnte. Nach einigen Stunden konnte Schmejkal dann aber verdoppeln und einen überdeutlichen 6:1 Chiplead übernehmen. Mahmood kämpfte sich jedoch ins Match zurück, welches erst nach gut 6 Stunden zu Ende ging. Beide Spieler sahen eine Flop {7-Spades}{Q-Hearts}{5-Hearts}, Schmejkal ging mit {Q-Spades}{J-Clubs} all-in und Mahmood callte mit {K-Spades}{7-Hearts}. Der Turn brachte jedoch den {K-Hearts}, keine Hilfe erschien auf dem River, und Schmejkal verblieben gerademal noch 130K in Chips. Diese konnte er dann zwar nochmal verdoppeln, aber beim nächsten all-in mit {9-Clubs}{3-Hearts} callte Mahmood mit Pocket 2’s, das Board brachte {J-Hearts}{4-Spades}{4-Clubs}{K-Spades}{A-Spades} und das erste Match war entschieden. Nach über 14 Stunde Spielzeit entschieden sich die Spieler um 6:00 Morgens, mit Zustimmung der Organisatoren, die weiteren Matches zu verschieben auf den späteren Abend zu verschieben.

Schmejkal begann das zweite stark, fiel dann aber nach einem All-In auf 1,47 Millionen zurück. Er baute seinen Stack jedoch langsam wieder auf, und als es Zeit für den Dinner Break war hatte Schmejkal die Führung bereits wieder übernommen. Mahmood kam sehr aggressiv vom Abendessen zurück, eroberte früh den Chiplead und sollte diesen nicht mehr abgeben. Nach einem {A-Hearts}{10-Diamonds}{9-Clubs} Flop setzte Schmejkal 250K und Mahmood erhöhte auf 600K. Der Deutsche erhöhte erneut, Mahmood ging mit {Q-Hearts}{10-Hearts} all-in und Schmejkal callte mit {A-Diamonds}{6-Spades}. Der Turn, {J-Diamonds}, brachte jedoch noch einige Straight Outs für Mahmood, und der {K-Spades} auf dem River vervollständigte diese Straight, womit das Event beendet war.

Moritz Schmejkal konnte sich während dieser vier Tage Poker der Extraklasse gegen einige der besten Spieler der Welt durchsetzten, am Ende sollte es jedoch wohl einfach nicht sein, und Schmejkal beendet das Event auf Platz 2.

Top 8 Payouts:

1. Ayaz Mahmood $625.682
2. Ernst Schmejkal $386.636
3. Jason Somerville $214.289
4. Alexander Kostritsyn $214.289
5. Vanessa Rousso $92.580
6. Faraz Jaka $92.580
7. Ludovic Lacay $92.580
8. Kido Pham $92.580