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Poker News | Poker Events | EPT

Nicolas Chouity gewinnt einseitigen Final Table beim EPT Grand Final

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Die PokerStars.net European Poker Tour wurde ursprünglich ins Leben gerufen um große Poker Events nach Europa zu bringen, da vorher die meisten großen Turniere ausschließlich in den U.S.A stattfanden. Nach sechs Jahren hat sich die EPT jedoch als echten Phänomen erwiesen, eine Serie von Poker Festivals die Spieler aus aller Welt in den schönsten Städten Europas zusammenbringt. Das alljährliche Finale gehört da sicher zu den absoluten Höhepunkten, und auch in diesem Jahr ließ das Finale im luxuriösen Le Sporting Club in Monte Carlo keine Wünsche offen.

Im letzten war hatte das EPT Grand Final ein Rekord-Teilnehmerfeld von 935 Spielern angezogen die alle den €10,000 Buy-In hinlegten und somit einen Preispool von €9,35 Millionen generierten. Am Ende war es der Holländer Pieter de Korver der sich im Heads-Up gegen Matthew Woodward durchsetzen konnte und die €2.300.000 Preisgeld kassierte.

Los ging es am Sonntag, 25. April, mit dem Tag 1A für den sich 351 Spieler registrierten. Mit dabei waren zahlreiche bekannte Gesichter wie zum Beispiel Chris Moneymaker, Gavin Griffin, Phil Ivey, Roland de Wolfe, Arnaud Mattern, Kevin MacPhee, Phil Laak, Jennifer Tilly, Dennis Phillips, Neil Channing, Greg Raymer, Alex Kravchenko, Erik Seidel, Barny Boatman, Amnon Filippi, Owen Crowe, Men Nguyen, John Cernuto und Patrik Antonius. Knapp die Hälfte der Spieler konnte den ersten Tag überleben als am Ende noch 176 von ihnen übrig waren. Chipleader war zu diesem Zeitpunkt der Deutsche Simon Munz mit 175.200 in Chips, gefolgt von Chris Bjorin aus Schweden mit 171.100.
Am Tag 1B kamen dann nochmal 497 Spieler dazu, so dass die Gesamtteilnehmerzahl in diesem Jahr bei 848 lag. Somit kam ein Preispool von €8.480.000 zustande der an die Top 128 Spieler verteilt wurde, mit €1.700.000 für den letztendlichen Sieger. Auch am Tag 1B war das Feld gespickt mit Poker Pros, unter anderem Daniel Negreanu, Jason Mercier, Lex Veldhuis, John Juanda, Humberto Brenes, Antony Lellouche, Andy Black, Ivan Demidov, Thomas Bichon, Erick Lindgren, Michael Binger, Bertrand Grospellier, Luca Pagano, Andre Akkari, Marcel Luske, Dario Minieri, Vanessa Rousso, Peter Eastgate, sowie der amtierende Champion Pieter de Korver. Am Ende waren es nur 237 die den Tag überlebten, allen voran Thiago Nashijima mit 264.200 in Chips, gefolgt von Paul Berende mit 195.000.

Tag 2 brachte dann die verbleibenden 413 Spieler zusammen, aber nur wenige von ihnen konnten den zweiten Tag überstehen. Spieler wie Dan O’Brien, Noah Boeken, Liz Lieu, Thierry Van den Berg, Liv Boeree und Nenad Medic mussten alle an diesem Tag vorzeitig ihre Plätze räumen. Es ging sogar so schnell dass die Money Bubble an diesem Tag noch erreicht wurde. Als es dann soweit war gingen gleich zwei Spieler gleichzeitig all-in. Zuerst war es Rui Cao, der seine Hand mit A-K gegen A-J jedoch gewinnen konnte und am Leben blieb. Der Zweite Spieler, Ake Olsson, hatte weniger Glück. Dieser ging mit {Q-Diamonds}{J-Hearts} und seinen letzten 15.500 Chips all-in und wurde durch Giles Haddad im Big Blind gecallt. Dieser zeigte zwar nur {10-Spades}{6-Hearts}, aber nach dem Flop {10-Clubs}{5-Spades}{6-Spades} lad dieser mit seinen 2-Pair deutlich vorne. Der Turn brachte mit der {Q-Spades} zwar noch Hoffnung für Olsson, aber die {4-Hearts} auf dem River entschied die Hand zugunsten von Haddad und für Olsson war das Event auf Platz 129 vorbei.
Der erste Spieler der sich sein Preisgeld von €15.000 abholen durfte war William Ross nachdem dieser auf Platz 128 ausgeschieden war. Nachdem noch einige weitere Spieler ihre Plätze räumen mussten endete der Tag mit noch 116 Spielern. Nick Schulman hatte sich mit 742.000 den Chiplead gesichert, aber David Sesso war ihm mit 642.500 auf den Fersen.

Am Tag 3 wurde das Tempo des Vortages fortgesetzt, und nach nur wenigen Stunden waren von den 116 gestarteten Teilnehmern nur noch 24 übrig. Unter den eliminierten waren Chris Bjorin (Platz 112), Teddy Sheringham (Platz 103), Kevon MaxPhee (Platz 84), Neil Channing (Platz 74), Chris Moneymaker (Platz 69), Lex Veldhuis (Platz 31) und Vicky Coren auf Platz 26. Mit Moritz Kranich schied an diesem Tag auch der letzte verbleibende Deutsche Spieler auf Platz 50 aus. Als dann auch noch Andre Santos auf Platz 25 ausschied endete der Tag mit Kevin Eyster als Chipleader mit 2.768.000 in Chips, knapp vor Matt Perrins mit einem Stack von 2.618.000.

Diese 24 Spieler kehrten dann am Tag 4 an die Tische zurück um den Final Table der letzten 8 unter sich auszumachen. Paul Berende war der erste Spieler für den dieser Traum platzte nachdem er bereits auf Platz 24 das Turnier beendete. Für Nick Schulman kam das Aus auf Platz 18, und sogar Chipleader Kevin Eyster musste sich bereits auf Platz 16 verabschieden. Nach dem Aus von Matt Perrins auf Platz 10 kamen die letzten neun Spieler an einen Tisch zusammen und spielten weiter bis noch acht von ihnen übrig waren. Es dauerte nicht lange bevor Karmazinas gegen McCorkell verdoppeln konnte und Letzterer nach der Hand nur noch 60K in Chips vor sich hatte. Diese gingen kurz darauf mit {Q-Hearts}{4-Hearts} all-in und Andrew Chen callte mit {A-Hearts}{10-Clubs}. Das Board brachte {J-Clubs}{6-Spades}{2-Clubs}{7-Hearts}{9-Spades} und somit das Aus für McCorkell auf Platz 9 für €100.000.

So gingen die letzten Acht Spieler an den Final Table:

Seat 1: Herve Costa 1,590,000
Seat 2: Roger Hairabedian 1,130,000
Seat 3:

Aleh Plauski

1,695,000
Seat 4: Dominykas Karmazinas 2,285,000
Seat 5:

Josef Klinger 1,170,000
Seat 6:

Mesbah Guerfi 3,670,000
Seat 7:

Nicolas Chouity 10,280,000
Seat 8: Andrew Chen 3,670,000

Gleich zu Beginn sorgte der eindeutige Chipleader Chouity für die Action am Tisch und konnte seinen Stack schon schnell auf über 11 Millionen Chips ausbauen. So war es auch nicht verwunderlich dass es der Libanese war der für den ersten freien Platz am Tisch sorgte. Er und Guerfi sahen einen Flop {8-Clubs}{3-Spades}{4-Spades}, woraufhin beide Spieler checkten. Der Turn brachte die {4-Diamonds}, Guerfi setzte und Chouity ging mit. Der {K-Diamonds} brachte einen weiteren Bet von Guerfi mit sich, aber diesmal antwortete Chouity mit einem all-in Raise. Guerfi callte und zeigte {A-Diamonds}{K-Hearts} für zwei Paar, aber Chouity zeigte {8-Hearts}{8-Spades} für ein Full House und somit war Mesbah Guerfi das erste Opfer am Final Table (Platz 8, €140.000).

Mit dieser Hand konnte Chouity seinen Stack auf über 15 Millionen Chips ausbauen und es sah immer mehr nach einem Durchmarsch des Libanesen aus, auch wenn sich einige dagegen zu wehren versuchten. Karmazinas verdoppelte gegen Chouity mit A-K gegen A-J, dann konnte Costa mit A-Q gegen Plauskis A-10 verdoppeln bevor Letzterer dann mit K-Q gegen Chouitys A-5 verdoppeln konnte nachdem eine Dame auf dem River erschienen war.

Dann war es Hairabedian der sich ein Herz fasste und ohne auf seinen Karten zu schauen mit seinen letzten 310K all-in ging. Wieder callte Chouity, diesmal mit {A-Clubs}{3-Diamonds} und Hairabedian zeigte lediglich {J-Clubs}{3-Clubs}. Der Flop kam {A-Hearts}{A-Spades}{5-Diamonds}, und obwohl die {Q-Spades} dem Shortstack noch einige Flush-Outs brachte entschied die {Q-Hearts} auf dem River die Hand zugunsten von Chouity, während Roger Hairabedian sich mit Platz 7 zufrieden geben musste (€200.000).

Als nächstes war Plauski an der Reihe, dessen Stack auf unter 1 Million Chips gefallen war, die der Weißrusse dann mit {K-Hearts}{10-Clubs} einsetzte. Chouity re-raiste, und nachdem alle anderen foldeten zeigte dieser {A-Clubs}{Q-Diamonds}. Das Board kam {2-Spades}{5-Clubs}{7-Spades}{9-Clubs}{Q-Clubs} und Aleh Plauski beendete das Turnier auf Platz 6 (€300.000).

Dann kam es schon fast zu einer kleinen Sensation als ein Spieler eliminiert wurde und Chouity ausnahmsweise mal nicht in der Hand verwickelt war. Shortstack Andrew Chen setzte seine letzten Chips auf {9-Clubs}{7-Clubs} aber Klinger callte umgehend mit {K-Spades}{K-Diamonds}. Das Board kam {J-Spades}{10-Spades}{J-Hearts}{5-Diamonds}{9-Hearts} und somit beendete Chen das Turnier auf Platz 5 (€400.000).

Dann kehrte wieder Normalität ein und Chouity übernahm wieder das Kommando. Nach einem All-In von Costa mit {A-Spades}{9-Hearts} callte Chouity mit {K-Diamonds}{Q-Diamonds}, und auch wenn er preflop noch hinten lag änderte sich dies umgehend nachdem auf dem Flop {K-Spades}{K-Clubs}{6-Diamonds} erschien. Die {6-Hearts} auf dem Turn gab Chouity erneut ein Full House und bedeutete gleichzeitig das Aus für Costa auf Platz 4 (€500,000)

Nach dem Dinner Break setzte Chouity seinen überlegenen Chiplead ein um ungeheuer viel Druck auf seine Gegner auszuüben, und das mit Erfolg. Schließlich ging Chouity dann wieder all-in, diesmal mit {A-Clubs}{6-Diamonds} und Karmazinas callte mit {A-Diamonds}{7-Spades}. Diesmal brachte der Flop {3-Spades}{Q-Hearts}{5-Clubs} keine Hilfe für Chouity, aber dafür die {6-Clubs} auf dem Turn. Karmazinas hatte zwar noch einige Outs, aber der {K-Clubs} war keiner davon, und damit war das Turnier für Karmazinas beendet (Platz 3, €700.000).

Das Heads-Up zwischen Chouity und dem Österreicher Josef Klinger begann mit folgenden Stacks:

Nicolas Chouity 21,465,000
Josef Klinger 4,025,000

Gleich in der ersten Hand ging Klinger nach einem {4-Diamonds}{Q-Diamonds}{5-Hearts} Flop mit {Q-Spades}{8-Clubs} all-in und Chouity callte mit {Q-Hearts}{2-Hearts}. Das {A-Diamonds} auf dem Turn und die {4-Spades} auf dem River sorgten jedoch für einen Split Pot und somit änderte sich erst mal nichts.

Der nächste All-In ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Wieder war es Klinger, diesmal mit {8-Diamonds}{8-Clubs}, der seine letzten 6 Millionen vor dem Flop all-in schob. Einen schlechteren Zeitpunkt hätte sich Klinger jedoch kaum aussuchen können, den Chouity callte umgehend mit {A-Clubs}{A-Diamonds}. Das Board kam {K-Diamonds}{10-Spades}{9-Hearts}{4-Spades}{Q-Clubs} und Josef Klinger musste sich mit Platz 2 und einem Preisgeld von €1.000.000 zufrieden geben.

Nicolas Chouity krönte seine fantastische Leistung mit dem Sieg beim 2010 PokerStars EPT Grand Final und kassierte neben der Trophäe auch noch ein Preisgeld von stattlichen €1.700.000.