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Poker News | Poker Events | EPT

Liv Boeree sichert sich den Sieg beim EPT San Remo Event

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Die EPT San Remo, das vorletzte Events der PokerStars.net European Poker Tour, stellt sich Jahr für Jahr immer wieder als eines der beliebtesten Events der gesamten Saison heraus, und auch in diesem Jahr war es nicht anders. Scharenweise kamen die besten Poker Spieler aus aller Welt in die kleine Küstenstadt im Nordwesten Italiens und untermauerten somit wieder einmal die anwachsende Beliebtheit der European Poker Tour .

Schon Tag 1A brachte unglaubliche 585 Spieler an die Tische. Mit dabei waren unter anderem Dario Minieri, Ludovic Lacay, Isabelle Mercier, Antony Lellouche, Luca Pagano, Arnaud Mattern, Chad Brown, William Thorson, Humberto Brenes und Mike McDonald. Am Ende des Tages waren mit 276 Spielern etwas weniger als die Hälfte der Teilnehmer noch übrig, allen voran Alexey Rybin mit 213.100 Chips, gefolgt von Manuel Coppola mit einem Stack von 212.000.

Am Tag 1B kamen dann nochmal 655 Teilnehmer dazu, womit die Gesamtteilnehmerzahl bei 1.240 lag. Mit einem Buy-In von €5.300 kam somit ein Preispool von insgesamt €6.014.000 zusammen, der an die Top 184 verteilt werden würde. Somit wurde dieses EPT Event in San Remo mal eben zum größten EPT Event aller Zeiten.

Aufgrund der Aschewolke aus Island und des daraus resultierenden Flugverbotes in den meisten Teilen Europas, saßen mehrere Teilnehmer in verschiedenen Ecken Europas fest und mussten sich nach anderen Transport Möglichkeiten umsehen. Einige Spieler, wie Marc Goodwin und seine Freunde, nahmen den Zug von Paris nach Nizza und nahmen von dort ein Taxi nach San Remo. Für viele Spieler die in London festsaßen, darunter auch Peter Eastgate, Jason Mercier und Barry Greenstein , kam PokerStars zur Hilfe indem sie einen riesigen Bus organisierten der alle nach San Remo fahren würde – eine Fahrt die knapp 20 Stunden dauerte. Daher wurde die registrierungs-Periode für das San Remo Event noch um einige Stunden verlängert um diesen Spielern noch die Möglichkeit zu geben am Event teilzunehmen.

Als der Tag dann schließlich zu Ende ging waren noch 344 Spieler übrig. Das Feld wurde angeführt durch Michael Eerhart mit 247.800 in Chips, aber ihm auf den Fersen war kein geringerer als Bertrand „ElkY“ Grospellier mit einem Stack von 232.200.

Tag 2 brachte mit 627 verbleibenden Teilnehmern zwar ein riesiges Spielerfeld an die Tische, aber im Verlaufe des Tages mussten über Zwei-Drittel von ihnen ihre Plätze räumen, so dass der Tag mit noch 194 Spielern endete. Nicht mehr dabei waren zu diesem Zeitpunkt Spieler wie Lex Veldhuis, JP Kelly, Pieter de Korver, Dario Minieri, Andre Akkari, Sandra Naujoks, Liz Lieu, Kevin MacPhee, Antony Lellouche, Moritz Kranich, Humberto Brenes und auch Michael Eerhart, der den Tag noch als Chipleader begonnen hatte. Diesen Chiplead hatte nun Dmitry Stelmak übernommen, der den Tag mit 670.000 in Chips beendete.

Am Tag 3 wurden dann die Payout Plätze erreicht. Mit 194 verbleibenden Spielern mussten nur noch 10 von ihnen gehen bevor es soweit war, und nach nur wenigen Minuten war die Money Bubble bereits erreicht. Nach einigen Minuten Hand-for-Hand kam es dann zu einer Hand zwischen Michael Robinson und Michael Piper. Nach einem Flop {10-Clubs}{8-Hearts}{A-Clubs} gingen beide all-in, Robinson mit {10-Hearts}{8-Clubs} und Piper mit Pocket Aces. Der Turn brachte eine unbedeutende {Q-Diamonds} und der River die {10-Diamonds}, womit beide zwar ihr Full House trafen, Piper aber immer noch die bessere Hand hielt und somit war es Robinson der als letzter Spieler des Turnieres leer ausgehen würde. Der erste Spieler der sich sein Preisgeld von €7.500 abholen konnte war Rainer Artur Meyer auf Platz 184. Ihm folgten wenig später auch Jude Aisnworth auf Platz 171, Danny Ryan auf Platz 163, Bertrand Grospellier auf Platz 144, Sebastian Ruthenberg auf Platz 122, Arnaud Mattern auf Platz 113, Jason Mercier auf Platz 100 und Chris Bjorn auf Platz 68. Wenig später endete der Tag dann mit 66 Teilnehmern noch im Rennen, allen voran Jakob Karlsson mit 1,8 Millionen in Chips, gefolgt von Kadir Karabulut mit 1.577.000.

Fabrizio Ascari war der erste Spieler der am Tag 4 seinen Platz räumen musste, aber ihm folgten einige bekannte Gesichter wie Joe Serock auch Platz 65, Dag Martin Mikkelsen auf Platz 43, Nick Schulman auf Platz 42 und Harrison Gimbel auf Platz 39. Nachdem dann Gijs Verheijen auf Platz 25 das Turnier beendete war der Tag nach nur wenigen Stunden bereits vorbei. Allan Baekke, Sieger beim EPT Snowfest vor einigen Wochen, führte das Feld an mit einem Stack von 3.483.000, gefolgt von Dermot Blain mit 2.568.000 in Chips.

Am Tag 5 ging es dann darum den Final Table der letzten 8 zu erreichen. Paul Valkenburg musste diesen Traum als erster aufgeben nachdem er auf Platz 24 ausschied, konnte sich aber dennoch über ein Preisgeld von €30.000 freuen. Es folgten unter anderem Jens Thorson auf Platz 22, Thang Duc Nguyen auf Platz 18 und Allan Baekke auf Platz 12. Nachdem dann Dmitry Stelmak auf Platz 10 das Turnier beendete dauerte es fast eine Stunde bis der Final Table feststand. Schließlich war es Claudio Rinaldi der mit {A-Hearts}{Q-Clubs} all-in ging und durch Jakob Carlsson mit {4-Spades}{4-Hearts} gecallt wurde. Das Board brachte {J-Clubs}{J-Hearts}{9-Clubs}{10-Spades}{J-Diamonds} und somit das Aus für Rinaldi, der immerhin noch €63.500 mit nach Hause nahm.

So gingen die letzten 8 Spieler am Nachtens Tag an den Final Table:

Seat 1: Claudio Piceci

4,460,000
Seat 2: Alexey Rybin 1,890,000
Seat 3: Atanas Gueorguiev 2,520,000
Seat 4: Jakob Carlsson 13,525,000
Seat 5: Guiseppe Diep 1,830,000
Seat 6: Liv Boeree 3,440,000
Seat 7: Toni Pettersson 5,035,000
Seat 8: Michael Piper 4,600,000

Die Action begann mit Rybin der dringend einen Double-Up benötigte, und diesen holte er sich dann auch nach einem gewonnenen All-in gegen Jakob Carlsson.

Als nächstes nahmen es Gueorguiev und Pettersson miteinander auf, was dazu führte das beide pre-flop all-in gingen, Pettersson mit {A-Spades}{Q-Hearts} und Gueorguiev mit Pocket 9’s. Das Board brachte {2-Hearts}{J-Spades}{Q-Clubs}{J-Clubs}{K-Hearts} und somit einen Double-Up für Pettersson, während Gueorguiev nach dieser Hand nur noch knapp 200K vor sich hatte. Wenig überraschend war Gueorguiev in der nächsten Hand wieder all-in, und Carlsson und Rybin gingen mit. Der Flop kam {K-Spades}{9-Clubs}{Q-Clubs}, Rybin setzte, Carlsson foldete und Carlsson zeigte {K-Clubs}{J-Clubs} gegen Gueorguievs {J-Spades}{6-Hearts}. Der Turn brachte das {A-Clubs} und somit den Nut-Flush für Rybin und nach dem {J-Diamonds} auf dem River war das Event für Gueorguiev beendet (Platz 8, €90.000).

Kurz darauf waren Piceci und Carlsson in einer Hand verwickelt. Beide Spieler checkten den {A-Diamonds}{6-Spades}{K-Clubs} Flop, aber nach der {Q-Clubs} auf dem Turn setzte Carlsson 345.000 und Piceci raiste auf 1,1 Millionen. Carlsson callte und die {3-Diamonds} erschien auf dem River. Piceci ging sofort mit 1.610.000 all-in und Carlsson dachte lange über seine Entscheidung nach, callte dann aber schließlich mit A-2. Sein Paar Asse reichet aus gegen die {5-Clubs}{6-Clubs} von Piceci, der das Turnier auf Platz 7 beendete (€150.000).

Als nachtest war es Diep der seinen Shortstack von gerademal 1.235.00 Chips all-in setzte und durch Piper gecallt wurde. Piper zeigte Pocket 10’s und lag somit deutlich vorne gegen die {8-Clubs}{9-Clubs} von Diep. Der Flop {8-Spades}{J-Clubs}{2-Hearts} brachte ein Paar für Diep, und die {2-Clubs} auf dem Turn zudem noch einen Flush Draw. Die {6-Hearts} auf dem River brachte Diep jedoch gar nichts, und somit schied dieser auf Platz 6 aus (€210,000).

Jetzt war es wieder Rybin der für Action sorgte, und natürlich war auch Chipleader Carlsson wieder mit dabei. Beide sahen einen Flop {2-Diamonds}{10-Hearts}{8-Diamonds}, Carlsson setzte, woraufhin Rybin mit {A-Hearts}{10-Spades} all-in ging. Carlsson callte und zeigte Pocket J’s für ein Overpair. Die {Q-Spades} auf dem Turn half Rybin nicht, genauso wenig wie die {5-Hearts} auf dem River, und somit war das Event für Rybin vorbei (Platz 5, €270.000).

Carlsson war nun der eindeutige Chipleader mit mehr als die Hälfte aller Chips vor sich, und so war es auch nicht überraschend dass der Schwede auch beim nächsten all-in wieder eine Rolle spielte. Die Hand begann mit einem Raise von Carlsson und einem Call von Pettersson bevor Piper im Big Blind für 4.695.000 all-in ging. Carlsson callte sofort mit {A-Clubs}{K-Hearts} und lag erneut vorne gegen die {Q-Hearts}{10-Hearts} von Piper. Das Board brachte {2-Spades}{2-Clubs}{K-Spades}{4-Hearts}{2-Hearts} und somit ein Full House für Carlsson, während Piper sich mit Platz 4 zufrieden geben musste (€345,000).

Mit noch drei Spielern übrig hatte Carlsson nun 25 Millionen Chips vor sich liegen, mit Pettersson (6 Millionen) und Liv Boeree (5,5 Millionen) weit abgeschlagen. Aber das sollte sich jetzt ändern.

Zuerst gewann Pettersson einen All-In gegen Carlsson, dann gewann Boeree einen All-In gegen Pettersson, und nach einer gewonnenen Hand gegen Carlsson war Boeree bereits bei 14 Millionen Chips angelangt während Carlsson auf 17 Millionen zurückgefallen war. Es folgte ein Double-Up von Pettersson gegen Boeree, die dann wiederrum gegen Carlsson verdoppeln konnte.

Dann kam es zu einer Hand zwischen Pettersson und Boeree. Pettersson begann mit einem Raise und Boeree callte im Big Blind. Der Flop kam {4-Spades}{K-Diamonds}{3-Spades} und Boeree setzte 1,5 Millionen und Pettersson erhöhte auf 3,2 Millionen. Boeree überlegte kurz und ging dann mit Pocket 3’s all-in und Pettersson callte mit {K-Hearts}{Q-Diamonds}. Das {A-Diamonds} auf dem Turn änderte nichts, genauso wenig wie die {6-Hearts} auf dem River, und somit endete das Event für Toni Pettersson auf Platz 3 (€420,000).

Nach einer kurzen Pause gingen die beiden Finalisten wie folgt ins Heads-Up:

Liv Boeree

23,215,000
Jakob Carlsson 14,065,000

Boeree konnte zwar die erste Hand für sich entscheiden, musste dann aber einige Pots aufgeben so dass Carlsson den Chiplead übernehmen konnte.

Aber Boeree war noch lange nicht fertig. Sie holte auf und konnte kurze Zeit später erneut die Führung übernehmen. Als dann bei einem Board {4-Diamonds}{10-Spades}{2-Diamonds}{6-Hearts}{5-Hearts} Boeree setzte, Carlsson raiste und Boeree all-in ging musste Carlsson sein Blatt folden und Boeree übernahm, nun einen deutlichen Chiplead mit 28 Millionen zu 9 Millionen.

Es folgte der Dinner Break, und als sie wieder ihre Plätze an den Tischen eingenommen hatten spielten beide sehr ruhig. Es wurde pre-flop viel geraist und gefoldet, bis es dann wenig später zur entscheidenden Hand kam. Boeree erhöhte pre-flop und Carlsson ging mit seinen letzten 6,35 Millionen und {A-Hearts}{6-Diamonds} all-in. Boeree callte mit {5-Spades}{5-Diamonds}, das Board brachte {10-Diamonds}{K-Spades}{8-Spades}{7-Spades}{J-Clubs} und somit keine Hilfe für Carlsson, der das Turniere auf Platz 2 beendete und €750.000 Preisgeld kassierte.

Liv Boeree konnte hingegen das größte EPT Event aller Zeiten für sich entscheiden und wurde gleichzeitig nach Victoria Coren und Sandra Naujoks zur dritten weiblichen Spielerin die ein EPT Event gewinnen konnte. Boeree erhielt für ihren Erfolg die PokerStars Trophäe, einen Gratis Eintritt für das EPT Grand Finale in Monte Carlo und ein Preisgeld von €1.250.000.