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Barry Schulman gewinnt WSOPE Main Event

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Nach einem epischen Heads-Up gegen Daniel Negreanu holt sich Barry Schulman den Sieg beim World Series of Poker Europe Main Event und sichert sich somit sein zweites WSOP Bracelet.

Am Day 1a und 1b hatten sich insgesamt 334 Teilnehmer für das £10,000 Main Event registriert wodurch ein Preispool von £3,340,000 entstand. Anders als beim WSOP Main Event in Las Vegas, wo das Teilnehmerfeld hauptsächlich aus Amateuren besteht die sich anhand von Satellites für das Event qualifizieren, bestand das Feld in London fast ausschließlich aus absoluten Top-Pros. Phil Hellmuth, Phil Ivey, Scotty Nguyen, Barry Greenstein, Daniel Negreanu, Noah Boeken, Annete Obrestad, Jason Mercier, Doyle Brunson, Patrick Antonius, Gus Hansen und so weiter und so weiter - alle waren sie mit dabei.

Bei einem solchen Teilnehmerfeld ist es dann auch unvermeidbar dass viele große Namen unter den Eliminierten zu finden sind. Bereits am ersten Tag mussten unter anderem Jennifer Harman, JC Tran, Peter Eastgate, Howard Lederer, Dario Minieri, Phil Ivey, Patrick Antonius, Roland de Wolfe und der frisch gekürte 2009 WSOP „Player of the Year“ Jeff Lisandro ihre Plätze räumen.

Am Tag 2 kehrten 178 Spieler an die Tische zurück, von denen am Ende des Tages noch knapp die Hälfte übrig waren. Den tag nicht überleben konnten unter anderem Howard Lederer, Phil Hellmuth, Erik Seidel, David Williams und Mike Matusow. Noch gut im Rennen waren dagegen Jason Mercier, Doyle Brunson, Antonio Esfandiari sowie die Deutschen Tobias Reinkemeier, Oyvind Rissem und Konstantin Bücherl.

Für die 92 verbleibenden Spieler ging es am Tag 3 dann um das Erreichen der Payout Plätze. Für Todd Brunson endete dieses Unternehmen bereits früh am Tag als er mit seinen Pocket 10’s gegen die Pocket J’s von David Docherty ausschied. Auch John Juanda, Sami 'LarsLuzak' Kelopuro, Freddy Deeb, Antonio Esfandiari, Annette Obrestad sowie die Deutschen Tobias Reinkemeier, Moritz Schmejkal und Matthias Kürschner gingen am Ende leer aus. Am Ende war es dann John Tabatabai der zum unrühmlichen Bubble Boy wurde nachdem dieser auf Platz 37 ausschied. Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, musste er auch noch mit ansehen wie seine Pocket A’s von Peter Gould’s Pocket 7’s gecrackt wurden. Somit endete der Tag mit noch 36 Spielern die alle £21,142 Preisgeld sicher hatten.

Unter ihnen war auch noch der einzig verbleibende Deutsche Konstantin Bücherl, der zwar einen guten Start in den Tag 4 erwischte, am Ende jedoch ziemlich unglücklich auf Platz 21 ausschied (£25,918). Jason Mercier raiste preflop, und nach einem Call von Steven Fung ging Bücherl mit {K-Spades}{K-Hearts} im Big Blind all-in. Mercier callte mit {A-Spades}{J-Hearts}, das Board brachte jedoch {6-Spades}{4-Spades}{10-Hearts}{10-Spades}{7-Spades} und somit den A-high Flush für Mercier und das Aus für Bücherl. Bereits vorher waren auch David ””Devilfish”” Ulliott (Platz 35), Steve Zolotow (Platz 32), Men ””the Master”” Nguyen (Platz 26) und Arnaud Mattern (Platz 23) ausgeschieden. Auf Platz 17 endete dann auch das Turnier für den „Godfather of Poker“ Doyle Brunson, der sein All-In mit {Q-Spades}{9-Hearts} gegen James Akenhead’s {A-Spades}{K-Spades} verlor. Als Eric Liu dann mit {Q-Spades}{Q-Diamonds} gegen Mercier’s {K-Clubs}{J-Clubs} auf Platz 10 ausschied stand der Final Table fest.

So gingen die 9 Finalisten in den entscheidenden Tag:

Seat 1: Barry Shulman - 1,090,000
Seat 2: Jason Mercier - 3,198,000
Seat 3: Praz Bansi - 1,160,000
Seat 4: Markus Ristola - 784,000
Seat 5: Chris Bjorin - 518,000
Seat 6: James Akenhead - 1,398,000
Seat 7: Daniel Negreanu - 438,000
Seat 8: Antoine Saout - 701,000
Seat 9: Matt Hawrilenko - 674,000

Einen besseren Final Table hätte man sich für dieses Event wohl kaum wünschen können. Mit Negreanu, Schulman, Mercier, Bjorin, Bansi und Hawrilenko saßen gleich 6 WSOP Bracelet Gewinner mit am Tisch und mit Saout und Akenhead waren auch noch zwei der diesjährigen November 9 mit dabei.

Negreanu begann den Final Table als Shortstack, war aber gleich zu Beginn sehr aktiv und konnte seinen Stack schon bald auf über 1 Million Chips ausbauen. Trotz sehr viel Action am Final Table dauerte es über 4 Stunden bis der erste Spieler seinen Platz räumen musste. Dieser war WSOP Main Event Finalist James Akenhead, der mit {A-Spades}{Q-Hearts} all-in gegangen war und durch Negreanu mit {K-Hearts}{K-Spades} gecallt wurde. Kein Ass erschien für Akenhead der das Turnier somit auf Platz 9 beendete (£66,533). Nur kurze Zeit später folgte dann auch Matt Hawrilenko auf Platz 8 (£87,074) nachdem sein Bluff All-In mit {J-Diamonds}{7-Hearts} durch Schulman mit {A-Diamonds}{Q-Clubs} gecallt wurde und Letzterer die Hand mit A-high gewann. Nur eine Hand später folgte auch schon der nächste November 9 Finalist. Saout war mit {5-Clubs}{5-Diamonds} all-in gegangen und Negreanu callte mit {A-Spades}{Q-Spades}. Das Board brachte {8-Spades}{10-Spades}{4-Clubs}{2-Diamonds}{7-Spades} und somit den Flush für Negreanu und das Aus für Saout (Platz 7, £114,228).

Wieder nur wenige Minuten später folgte schon die nächste Eliminierung. Chris Bjorin war preflop mit {A-Spades}{J-Hearts} all-in gegangen und wieder war es Negreanu der callte, und wieder war die Hand {A-Diamonds}{Q-Clubs}. Die benötigte Hilfe für Bjorin blieb aus und der Schwede beendete das Event auf Platz 6 (£150,267).

Als nächster folgte Markus Ristola nachdem dieser mit {K-Diamonds}{10-Diamonds} seine letzten Chips eingesetzt hatte. Wenig überraschend war es wieder einmal Daniel Negreanu der den Call machte, und obwohl er diesmal nur {A-Clubs}{5-Clubs} auf der Hand hatte lag er dennoch in Führung. Dies änderte sich allerdings als auf dem Turn der {K-Spades} erschien und somit alles auf einem Double-Up für Ristola hindeutete. Der River brachte dann jedoch das {A-Hearts} und entschied die Hand doch noch zu Gunsten von Negreanu, während sich Ristola auf Platz 5 verabschieden musste (£200,367).

Nach dieser fulminanten Phase beruhigte sich das Spiel wieder etwas bevor es knapp drei Stunden später wieder zur Sache ging. Jason Mercier, nun der Shortstack am Tisch, ging nach einem Negreanu Raise mit {7-Hearts}{7-Diamonds} all-in und nach einiger Überlegung callte Negreanu mit {9-Clubs}{9-Spades}. Das Board brachte {J-Clubs}{K-Hearts}{3-Diamonds}{Q-Clubs}{3-Spades} und Mercier musste sich mit Platz 4 zufrieden geben (£267,267).

Mit noch drei Spielern übrig waren Negreanu und Bansi mit jeweils knapp 4 Millionen in Chips gleich auf, während es für Schulman mit etwas über 1 Million Chips alles andere als gut aussah. Nachdem Schulman sich dann wieder auf 1,9 Millionen hocharbeiten konnte kam es dann zur folgenden Hand gegen Bansi. Bansi raiste preflop auf 150K und Schulman callte. Der Flop kam {4-Clubs}{K-Clubs}{9-Spades}, Schulman checkte, Bansi setzte 200K, Schulman ging all-in und Bansi callte.

Bansi: {K-Diamonds}{8-Spades}
Schulman: {K-Hearts}{J-Hearts}

Der turn brachte die {6-Clubs} und auf dem River erschien die {10-Diamonds}. Somit konnte Schulman verdoppeln und Bansi war nun mit knapp 800K der eindeutige Shortstack am Tisch. Nur wenige Hands später ging dieser dann mit seinen verbleibenden Chips und {Q-Hearts}{2-Hearts} all-in aber Negreanu brauchte nicht lange zu überlegen und callte mit {A-Spades}{Q-Diamonds}. Es kam keine Rettung für Bansi und der Brite beendete den Final Table vor heimischen Publikum auf Platz 3 (£360,887).

Zu Beginn des Heads-Up lag Negreanu mit 6,180,000 Chips deutlich in Führung vor Schulman mit 3,885,000. was folgte waren zahlreiche Flops, aber viel weiter kamen die beiden Finalisten meist nicht. Als es dann aber doch passierte, konnte die Hand kaum dramatischer sein. Nach einem Raise von Negreanu re-raiste Schulman und Negreanu callte. Der Flop kam {6-Hearts}{8-Hearts}{K-Diamonds}, Schulman setzte, Negreanu ging all-in und Schulman callte:

Negreanu: {A-Clubs}{A-Spades}
Schulman: {A-Hearts}{5-Hearts}

Schon der Turn brachte die {2-Hearts} und somit den Flush für Schulman. Somit war das {A-Diamonds} auf dem River umso frustrierender für Negreanu, der nun auf unter 3 Millionen in Chips gefallen war. Vor dem Dinner Break hatte Schulman seinen Vorsprung noch weiter ausbauen können und hatte nun mit 8 Millionen vier mal so viel Chips vor sich wie sein Gegenüber. Die Pause schien Negreanu jedoch gut zu tun, und nachdem dieser zum erneuten male Asse auf die hand bekam konnte er kurze Zeit später sogar wieder die Führung übernehmen. Dann kam es zur Vorentscheidung, und was für eine. Beide Spieler sahen einen Flop {5-Diamonds}{8-Diamonds}{J-Clubs}. Schulman setzte 300K, Negreanu erhöhte auf 900K und Schulman ging all-in. Nach einigen Minuten Bedenkzeit callte Negreanu schließlich mit {Q-Clubs}{J-Diamonds}, lad damit aber deutlich hinter Schulman mit {A-Spades}{A-Hearts}. Der Turn brachte dann denn rettenden {J-Hearts} für Negreanu und die Zuschauer flippten total aus. Aber die Hand war noch nicht vorbei. Auf dem River erschien dann tatsächlich das {A-Diamonds} für Schulman und der gesamte Saal war komplett aus dem Häuschen. Mit nur noch 2 Millionen in Chips ging Negreanu wenig später mit {4-Spades}{4-Diamonds} all-in und Schulman callte mit {10-Spades}{10-Clubs}.

Gleich die erste Karte war die {10-Diamonds}, und der Rest des Boards kam {2-Clubs}{K-Diamonds}{3-Clubs}{Q-Diamonds}.

Nach einem 17-stuendigen Final Table, der sicherlich als einer der spektakulärsten in die Geschichte eingehen wird, musste sich Daniel Negreanu letztendlich doch mit Platz 2 zufrieden geben. Ein kleiner Trost: durch die £495,589 Preisgeld übernimmt Negreanu zum ersten Mal die Führung in der All-Time Money Liste vor Phil Ivey und Jamie Gold.

Während der Final Table mit zwei November 9 Spielern begonnen hatte, war es am ende der Vater des 2009 Main Event Finalisten Jeff Schulman der das Event für sich entscheiden konnte. Schulman sichert sich somit sein zweites World Series of Poker Bracelet, sowie ein Preisgeld von £801,603.