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Poker News | World Series of Poker | World Series of Poker 2009

WSOP 2009 – Event 49 – David Bach gewinnt $50K H.O.R.S.E Marathon.

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David Bach gewinnt nach dem wohl längsten Heads-Up Match der Poker Geschichte gegen John Hanson das $50K H.O.R.S.E Event und sichert sich eines der begehrtesten Preise im Poker.

Dass es ein langer Abend werden würde war bei diesem Final Table nicht überraschend. Mit Vitaly Lunkin und Ville Wahlbeck waren zwei der erfolgreichsten Spieler dieser WSOP 2009 mit von der Partie, genau so wie der achtmalige Bracelet Sieger Erik Seidel. Huck Seed hat nicht nur bereits 4 WSOP Bracelets gewonnen, darunter auch ein Main Event Sieg aus 1996, sondern sicherte sich auch vor wenigen Monaten den 1. Platz bei der NBC Heads-Up Championship und erreichte vor 3 Wochen bereits den 5. Platz beim $10K Mixed Hold’em Event. Chau Giang ist vielleicht ist vielleicht nicht der bekannteste Turnierspieler, gehoert aber schon seit Jahren zu den besten High-Stakes Cash Game Spielern der Welt und hat dazu bereits 3 WSOP Bracelets und über $3 Millionen in Preisgelder gewonnen. John Hanson erreichte vor 2 Jahren den 3. Platz beim $50K HORSE Event, verschwand darauf plötzlich von der Live-Turnier Szene und tauchte jetzt plötzlich wieder am Final Table auf. Auch Erik Sagstrom ist vielleicht nicht jedem ein Begriff, aber der Schwede gehört zu den erfolgreichsten Online Spielern weltweit wo er als „Erik123“ an den virtuellen Tischen abräumt. David Bach hatte sich im Vergleich zum Vorjahr bereits gesteigert was, wo er auf Platz 11 ausschied und nur knapp den Final Table verpasste.

Die Spieler gingen zu Beginn alle erst einmal auf Nummer Sicher und während der ersten zwei Stunde geschah relative wenig, abgesehen von einem großen Pot den John Hanson für sich entscheiden konnte nachdem er einen Razz Hand gegen Seed und Lunkin gewinnen konnte. Dann war es Huck Seed der einem großen Stud Hi/Lo Pot scoopen konnte. Am Ende lag bei Seed ({4-Diamonds}{4-Clubs}){3-Hearts}{4-Hearts}{7-Diamonds}{7-Spades}({5-Spades}) für ein Full House, weder Seidel noch Giang hatten eine Low Hand vorzuweisen und so sammelte Seed die Chips ein.

Nur wenige Minuten später ging Seidel dann all-in nachdem er in der Hand gegen Seed einen Großteil seines Stacks verloren hatte. Lunkin und Bach ging beide mit, Lunkin endete mit einem Set 8’s für den High Pot und Lunkin mit A-2-3-4-7 für den Low. Seidel konnte keiner der beiden Hands schlagen und verabschiedete sich auf Platz 8.

Dann wechselte das Spiel zu Hold’em und gleich zu Beginn sahen Giang und Sagstrom einen Flop {A-Clubs}{Q-Spades}{5-Diamonds}. Sagstrom setzte, Giang erhöhte, Sagstrom erhöhte erneut und Giang ging all-in. Der Schwede callte und zeigte {A-Hearts}{Q-Hearts} für Top-2-Pair während Giang mit {Q-Diamonds}{9-Diamonds} viel Hilfe brauchte. Auf dem Turn erschien noch {10-Diamonds} für einen Flush Draw, aber die {4-Hearts} entschied die hand zugunsten von Sagstrom und Chau Giang beendete das Turnier auf Platz 7.

Hiernach beruhigte sich wieder alles und es vergingen fünf Stunden bis ein neuer Platz am Tisch frei wurde. Wahlbeck hatte während dieser Zeit immer mehr an Chips verloren und musste sich schließlich während einer Omaha Hi/Lo Hand geschlagen geben. Auf einem Board {J-Spades}{4-Hearts}{3-Spades}{K-Diamonds} setzte Bach 135K und Wahlbeck callte mit seinen letzten Chips. Bach zeigte {A-Spades}{J-Clubs}{4-Diamonds}{3-Hearts} für Top-2-Pair und Wahlbeck zeigte {7-Diamonds}{5-Clubs}{3-Diamonds}{2-Clubs} für einen Open-Ended Straight Draw und einen Low Draw. Auf dem River erschien jedoch die {4-Spades} und somit das Full House für Bach, während Ville Wahlbeck sich mit Platz 6 zufrieden geben musste.

Als nächster folgte der andere Shortstack am Tisch, Huck Seed, bei einer Hold’em Hand. Sagstrom hatte auf dem Button erhöht, Hanson sowie Lunkin callten und Seed callte all-in. Der Flop kam {A-Clubs}{10-Hearts}{4-Clubs}, Hanson und Lunkin checkten und Sagtrom setzte. Hanson erhöhte und beide Spieler callten. Der Turn war die {Q-Spades}, Lunkin setzte und beide Spieler callten. Danach checkte jeder die {5-Diamonds} auf dem River. Lunkin zeigte {8-Clubs}{9-Clubs} für einen verpassten Flush Draw, Hanson zeigte {A-Spades}{J-Clubs} für Top Pair, Sagstrom muckte seine Hand und auch Seed konnte nichts besseres bieten und schied somit auf Platz 5 aus.

Vitaly Lunkin gewann in diesem Jahr bereits das $40K Event zu Beginn der WSOP 2009, das zweite High Stakes Event Bracelet wird es aber in diesem Jahr nicht mehr werden.. Während einer Stud Hi/Lo Hand war Lunkin auf 6th Street mit ({5-Clubs}{8-Hearts}){2-Clubs}{4-Clubs}{8-Spades}{8-Hearts} all-in gegen Sagstrom mit ({A-Clubs}{A-Hearts}){7-Hearts}{5-Hearts}{A-Spades}{10-Hearts}. Lunkin brauchte also eine 8, ein Full House oder einen Low um am Leben zu bleiben, auf dem River erhielt er jedoch den {J-Diamonds}. Sagstrom zeigte die {9-Clubs} und gewann den Pot mit seinem Set Asse.

Sagstrom durchbrach kurz darauf die 7 Millionen Chipmarke und lag damit deutlich in Führung. In den folgenden 90 Minuten verlor der Schwede jedoch so ziemlich jeden großen Pot in dem er verwickelt war. Sein Stack schrumpfte immer weiter, so dass er schließlich während einer Omaha Hi/Lo hand all-in ging. Alle drei Spieler sahen einen Flop {7-Hearts}{6-Spades}{K-Clubs}, es wurde gesetzt und geraist bis Sagstrom all-in war. Der Turn brachte den {J-Spades} und auf dem River erschien der {K-Spades}. So wie es aussah gewann Hanson die Hand mit lediglich einem Paar 8’s, und somit war das Event für Erik Sagstrom beendet.

Jetzt kam es also zum Heads-Up zwischen David Bach und John Hanson. Beide Spieler hatten so ziemlich genau 7,1 Millionen in Chips, und so konnten wir uns auf ein langes Duell einstellen.

Was dann folgte war ein Heads-Up Marathon wie wir ihn schon lange nicht mehr gesehen haben. Es verging Stunde um Stunde, und immer wenn es so aussah als würde einer der Beiden ein wenig die Oberhand gewinnen, schlug der Andere zurück und der Gleichstand war wieder hergestellt. So langsam wurde es dann auch für die meisten Zuschauer zu spät, bis nur noch einzelne hartgesottene Fans übrig waren.

Dann kam nach gut 20 Stunden am Final Table endlich die Vorentscheidende Hand. Gespielt wurde Hold’em, Hanson erhöhte auf dem Button und Bach re-raiste im Big Blind. Hanson callte und der Flop kam {4-Hearts}{7-Spades}{7-Diamonds}. Bach setzte, Hanson callte und der Turn kam {2-Spades}. Wieder setzte Bach und wieder callte Hanson. Auf dem River erschien die {3-Spades}, Bach setzte erneut und Hanson callte. Bach zeigte daraufhin {A-Spades}{5-Spades} für den Nut-Flush und sackte den großen Pot ein. Einige Hands später traf Bach auf dem Turn seine Straight und konnte wieder einen relative großen Pot gewinnen. Kurz vor Schluss wurde dann noch ein Rekord gebrochen was die Anzahl der gespielten Hands angeht. Der bisherige Rekord stammte vom 2008 WSOPE Final Table, der 22 Stunden dauerte und an dem 484 Hands gespielt wurden bevor John Juanda das Event für sich entscheiden konnte. Obwohl hier noch keine 22 Stunden gespielt waren wurde mit Hand 485 immerhin eine Bestmarke geknackt. Auch diese Hand ging an Bach, der jetzt mit einem 17:1 Chiplead führte.

Dann war es soweit. Während einer Razz Runde war setzte Bach auf 4th Street und Hanson callte all-in.

Hanson: ({5-Diamonds}{8-Hearts}){9-Diamonds}{J-Clubs}{6-Clubs}{5-Clubs}({2-Clubs})
Bach : ({4-Diamonds}{7-Diamonds}){6-Spades}{A-Clubs}{A-Spades}{Q-Hearts}({9-Spades})

Auf 6th Street lag Hanson zwar noch mit seinem J-Low in Führung, aber Bach brauchte lediglich eine Karte niedriger als einen Buben und die seine Hand nicht paarte, und diese kam dann auch in Form der {9-Spades}.

Für Bach und Hanson war dies ein unglaublicher Kraftakt und am Ende sah man beiden Spielern die Erschöpfung deutlich an. Für Bach hatte dieser Marathon schließlich das bessere Ende und er sicherte sich sein erstes WSOP Bracelet sowie ein stolzes Preisgeld von $1,276,802.

Final Table Payouts:

1. $ 1,276,802 David Bach
2. $ 789,199 John Hanson
3. $ 522,394 Erik Sagstrom
4. $ 368,813 Vitaly Lunkin
5. $ 276,610 Huck Seed
6. $ 219,655 Ville Wahlbeck
7. $ 184,087 Chau Giang
8. $ 162,382 Erik Seidel

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(Danke an pokernews für die Informationen und Photos).