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Poker News | Poker Events | EPT

Sandra Naujoks gewinnt EPT Dortmund

Mitteilen

Mit der stetig ansteigenden Zahl von Deutschen Spielern bei International Poker Turnieren, war es nicht überraschend zu sehen das viele von ihnen auch ins Casino Hohensyburg strömten um beim EPT Dortmund Event mitzumischen. Insgesamt registrierten sich 664 Spieler für das German Open Event, weit mehr als die 411 Teilnehmer vom Vorjahr. Hierdurch wuchs der Preispool auf über €3 Millionen an, der an die Top 64 Spieler verteilt werden würde.

Das EPT Dortmund Event begann wie die meisten anderen EPT Event auch, mit dem ersten von zwei Day 1’s. Day 1a startete am 10. März und zog viele bekannte Spieler an, so wie unter anderem Alexander Kravchenko, Ivan Demidov, Rolf Slotboom, Soren Kongsgaard, Barny Boatman, Johannes Strassmann, William Thorson, Ben Kang, Casey Kastle, Michael Tureniec, Arnaud Mattern und Sebastian Ruthenberg. Von den 306 Spielern die zu Beginn des Tages angetreten waren blieben am Ende noch 115 übrig. William Thorson war mit 84,500 der Chipleader des Tages, gefolgt von Robert Zipf, Jan Collado-Fernandez, Martin Bjerring und Jens Wiegel.

Am Tag 1b kamen 358 weitere Spieler dazu, worunter auch viele der PokerStars Pro’s. Mit dabei waren Max Pescatori, Luca Pagano, Davidi Kitai, Dario Minieri , Katja Thater , Marcel Luske , Bertrand Grospellier , Noah Boeken , Danny Ryan, Peter Eastgate , Jesper Hougaard, Clonie Gowen und der amtierende EPT Dortmund Champion Mike McDonald . Als der Tag endete waren noch 137 Spieler mit dabei, allen voran der Deutsche Marco Noll, der sich mit 104,700 in Chips deutlich vom Day 1a Chipleader Thorson absetzten konnte. Ihm auf den Fersen waren Peter Bueermann und Mike McDonald.

Der Tag 2 begann mit den 252 übrig gebliebenen Spielern und würde auf jeden Fall so lange weiter gehen bis die Money Bubble geplatzt war. Es dauerte knapp acht Stunden bevor das Hand-for-Hand Play eingeläutet wurde, und am Ende war es Toby Newton der seine letzten 11K in Chips mit Pocket 6’s in die Mitte schob und durch Claudio Cecchi mit A-4 gecallt wurde. Das Board brachte A-2-10-J-8, und damit erhielt Newton den unrühmlichen Titel als Bubble Boy nachdem er auf Platz 65 ausgeschieden war.

Der Deutsche Malte Strothmann war der erste Spieler der im Payout ausschied und erhielt €6,600 für seinen 64. Platz. Andere erwähnenswerte Abgänge waren an diesem Tag unter anderem Michael Huber auf Platz 47 und Joao Barbosa auf Platz 36. Nachdem Mauro Piacentino auf Platz 35 das Turnier verlies endete der Tag mit noch 34 Spielern. Holger Kanisch war mit 526,500 der eindeutige Chipleader am Ende des Tages, gefolgt von Marc Gork mit 441,500, Sandra Naujoks, Steve Jelinek und Mike McDonald.

Die letzten 34 Spieler kehrten zum Tag 3 an die Tische zurück, und nur acht von ihnen sollten den Tag überleben. Riccardo Mazzitelli hatte es sich kaum bequem gemacht, schon musste er seinen Platz wieder verlassen. Er erhielt für seinen 34. Platz €11,600. Kurz darauf war das Turnier auch für Marco Noll auf Platz 32 beendet. Platz 23 war wenig später Endstation für Nasr El Nasr, der vor einigen Monaten bei der EPT Prag noch den Final Table erreichen konnte. Nachdem dann Waldemar Kopyl auf Platz 10 aus dem Turnier ausschied kamen alle übrigen Spieler an einen gemeinsamen Tisch.

Jetzt war Vorsicht angesagt, und es dauerte fast eine ganze Stunde bis der Final Table feststand. Aus Deutscher Sicht bedauerlich war am Ende Florian Langmann der den Final Table knapp verpasste. Dieser ging mit seinen letzten 170K in Chips und {4-Diamonds}{3-Diamonds} all-in, wurde jedoch von Luca Pagano mit {A-Clubs}{9-Spades} gecallt. Das Board brachte {Q-Diamonds}{9-Hearts}{4-Hearts}{6-Hearts}{A-Spades} und Langmann musste sich mit dem 9. Platz und €50,000 zufrieden geben.

Der Final Table stand nun fest, und dieser hatte es in sich. Zum einen war da Chipleader Johan Storakers, der erst vor kurzem in Full Tilt Poker Pro Team aufgenommen wurde. Ihm auf den Fersen war PokerStars Pro Luca Pagano, der mit diesem Final Table bereits seinen 10 EPT Cash verbuchen konnte. Zudem war da auch noch der Gewinner des Vorjahres, Mike McDonald der mit seinen 19 Jahren auch noch der jüngste Spieler am Tisch war. Hier die Chip Counts zu Beginn des Final Tables:

Seat 1: Holger Kanisch

661,000
Seat 2: William Thorson

829,000
Seat 3: Cengizcan Ulusu

537,000
Seat 4: Johan Storakers

1,615,000
Seat 5: Mike McDonald

746,000
Seat 6: Sandra Naujoks

586,000
Seat 7: Luca Pagano

1,115,000
Seat 8: Mark Gork

540,000

Der Finale Tag begann ein wenig schleppend, aber dann sorgte Mike McDonald für den ersten Aufreger. Nachdem er knapp ein Drittel seines Stacks verloren hatte ging er mit seinen restlichen 572K all-in. Ulusu, der seinen Stack zu Beginn des Tages ein wenig vergrößern konnte, schaute auf {K-Diamonds}{2-Diamonds} und lies eine Münze entscheiden ob er callen sollte oder nicht. Die Münze fiel auf Call, was Ulusu dann auch tat, aber er musste mit ansehen wie McDonald Pocket K’s umdrehte. Die Hand endete mit einem Double-Up für McDonald.

Ulusu war nun der eindeutige Shortstack am Tisch und ging gleich mit der nächsten Hand {J-Hearts}{9-Hearts} all-in. Gork callte mit Pocket J’s und Storakers mit Pocket 6’s. Das Board kam {J-Spades}{Q-Spades}{3-Spades}{4-Diamonds}{2-Diamonds} und Gork gewann diesen Pot mit Leichtigkeit. Für Cengizcan Ulusu

war der Tag jedoch beendete, und er erhielt €83,500 für seinen 8. Platz.

Nach der ersten Pause war es Thorson der einen großen Rückschlag einstecken musste. Kanisch war mit {Q-Clubs}{8-Spades} all-in gegangen und Thorson callte mit {A-Spades}{K-Clubs}. Der Turn brachte jedoch eine 8 und Kanisch konnte verdoppeln, während Thorson nur noch 400K in Chips vor sich hatte. Einige Hands später ging Thorson mit {9-Hearts}{8-Spades} all-in und Storakers callte mit {K-Clubs}{J-Diamonds}. Das Board kam {7-Clubs}{9-Spades}{10-Clubs}{K-Spades}{4-Spades}, und obwohl der Flop gut aussah für Thorson musste er sich am Ende doch mit Platz 7 und €116,500 zufrieden geben.

Jetzt war es Pagano der in die Probleme kam. Obwohl er einiges an Chip gewinnen konnte durch des öfteren all-in zu gehen und nicht gecallt zu werden, ging es am Ende doch schief. Pagano ging mit Pocket 7’s all-in und Gork callte mit A-9. Gork traf seine 9 auf dem Turn und Pagano kassierte mit €153,000 den zweit-größten Cash seiner Poker Karriere.

Als nächster war Mike McDonald an der Reihe. Die Hand begann mit einem Raise von Kanisch und einem All-In von McDonald für 500K. Naujoks re-raiste all-in um McDonald zu isolieren, und dies funktionierte auch als Kanisch sein Blatt foldete. McDonald zeigte daraufhin {K-Diamonds}{J-Hearts} und Naujoks hielt Pocket 10’s. Kein König oder Bube erschien auf dem Board und McDonald musste seinen Hoffnungen auf einen zweiten EPT Dortmund Titel vorerste begraben. Er erhielt für seinen 5. Platz €197,000.

Der nächste der es mit Naujoks aufnehmen wollte war Storakers, der vor dem Flop mit A-Q all-in ging. Naujoks callte umgehend mit A-K, und nachdem weder auf dem Flop, Turn oder River eine Dame erschien gewann Naujoks auch diese Hand. Johan Storakers endete auf Platz 4 für €237,000.

Mit nur noch drei Deutschen Spielern im Rennen ging es jetzt nur noch darum, wer von ihnen den Heimsieg landen würde. Naujoks war auf einen guten Weg, musste dann aber eine Rückschlag einstecken nachdem sie ein All-In von Gork gecallt hatte und verlor. Knapp 45 Minuten später gerieten die beiden wieder an einander, und Naujoks konnte diesmal durch Gork verdoppeln und sich ihre Chips zurückholen.

Dann kam es zur entscheidenden Hand zwischen Kanisch und Gork. Kanisch begann mit einem Preflop Raise und Naujoks callte im Small Blind. Ungeachtet des Resultats in einer früheren Hand von Ulusu lies Gork wieder ein Münze entscheiden und ging schließlich mit {K-Diamonds}{10-Hearts} all-in. Kanisch callte mit Pocket 7’s und das Board kam {2-Clubs}{Q-Diamonds}{5-Clubs}{J-Diamonds}{5-Hearts}. Somit schied Gork auf Platz 3 aus (€307,000) und es kam zum Heads-Up zwischen Naujoks und Kanisch.

Die Chipstacks zu Beginn des Heads-Up waren wie folgt:

Holger Kanisch

3,666,000
Sandra Naujoks

2,980,000

Naujoks begann sofort aggressive, aber trotzdem vorsichtig. Nach knapp 20 Minuten hatte sie den Rückstand auf Kanisch fast aufgeholt. Kurz darauf ging Kanisch auf einem 7-High Flop all-in mit Pocket J’s und Naujoks callte sofort mit Pocket A’s. Naujoks gewann die Hand und hatte nun einen massiven Chiplead mit über 5 Millionen in Chips gegenüber den 1,5 Millionen von Kanisch. Dieser konnte kurze Zeit später noch einmal verdoppeln, aber Naujoks saß immer noch auf über 4 Millionen in Chips.

Nach knapp einer Stunde Heads-Up Play kam es zur entscheidenden Hand. Naujoks raiste preflop und Kanisch re-raiste auf eine Million. Naujoks ging darauf mit {A-Spades}{9-Clubs} all-in und Kanisch callte sofort mit {A-Clubs}{Q-Hearts}, und es sah nach einem weiteren Double-Up für Kanisch aus. Der Flop kam {A-Hearts}{7-Hearts}{2-Diamonds}, aber mit der {9-Spades} auf dem Turn übernahm Naujoks die Führung. Der River brachte die {8-Diamonds} und das Event war entschieden. Holger Kanisch beendete das Turnier auf Platz zwei und erhielt €533,000.

Sandra Naujoks gewann das Turnier, die Trophäe und ein Preisgeld von €917,000. Mit diesem Sieg hat Naujoks einen Platz in den Geschichtsbüchern sicher, denn nach Victoria Coren (EPT London Siegerin 2006) ist Sandra Naujoks die zweite Frau überhaupt die jemals ein EPT Event gewinnen konnte.