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Todd Brunson

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Einen berühmten Vater zu haben kann oft schon Grund genug sein um eine spannende und manchmal auch schwierige Jugend zu durchleben. Wenn man sich dann auch noch für den Beruf entscheidet, durch den der Vater so berühmt geworden ist, macht das die Sache nicht unbedingt leichter. Ständig wird man mit seinem Vater verglichen, und jeder ist gespannt um zu sehen an die Erfolge seines Vaters herankommt. Dies ist genau der Weg den Todd Brunson, Sohn des wohl berühmtesten Poker Spielers aller Zeiten, Doyle Brunson , eingeschlagen hat. Zum größten Teil hat Todd es geschafft sich eher bedeckt zu halten und gleichzeitig eine ordentliche Karriere als Poker Spieler aufgebaut.

Todd Brunson wurde am 7. August, 1969 in Texas geboren. Als Sohn eines Poker Profis mögen einige denken dass Todd mit einem Karten Deck in der Hand aufgewachsen ist, aber zur Überraschung vieler war dies nicht der Fall. Den Großteil seiner Jugend verbrachte Todd damit sich auf die Schule zu konzentrieren, wodurch er sich später ein Stipendium an der Texas Tech Universität sicherte. Obwohl Todd natürlich die generellen Poker Regeln kannte, fing er erst kurz vor Beginn seines Studiums an, sich für das Spiel zu interessieren. Sein Vater hatte ihn nach Australien mitgenommen wo Doyle an einem Poker Turnier teil nahm. Zuerst interessierte sich Todd mehr für den Australischen Outback als für das Poker Spielen, aber als er dann erst einmal da war und sah wie sein Vater Berge von Chips zusammen sammelte verlor er schnell das Interesse an Kängurus und Koala Bären.

Brunson begab sich dennoch auf die Texas Tech Uni obwohl das Interesse an Poker in ihm nun geweckt war. Obwohl er ein ordentlicher Schüler war, verbrachte er zum Schluss mehr Zeit mit Poker Spielen als mit Studieren. Schon bald dachte er ernsthaft darüber nach Poker Profi zu werden, und vor dem Beginn seines letzten Studium Jahres beschloss er sich die Uni zu verlassen und genau das zu tun.

Einige denken jetzt bestimmt das Doyle seinem Sohn mit seinem Bankroll ein wenig unter die Arme gegriffen hat, aber wieder war dies nicht der Fall. Doyle war der Meinung dass wenn sein Sohn schon Poker Profi werden wollte, sollte er dies auch auf eigene Faust schaffen. Todd hatte damit überhaupt kein Problem, denn genau so wollte er es selber auch. Natürlich ist es dennoch unbezahlbar um einen World Champion als Vater zu haben mit dem man Strategien und Hands besprechen kann, und wie wir sehen werden fällt der Apfel nicht weit vom Stamm.

Brunson begann damit sich auf die Cash Games in der Nähe von Texas zu konzentrieren. Nachdem er sich bei diesen Games wohlfühlte und die meisten Spieler ausgenommen hatte, machte er sich auf den Weg nach Las Vegas um sich mit den Besten der Besten zu messen. Todd spielte hier und da ein Paar Turniere, aber zu der Zeit konnten Spieler mit Cash Games viel mehr Geld gewinnen. Dennoch gab Brunson uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack von seinem Können nachdem er während der 90’er Jahre einige erwähnenswerte Cashes verbuchen konnte, unter anderem auch 5 In the Money Finishes’ bei den World Series of Poker , zwei von ihnen beim Main Event .

Es war während dieser Turniere wo sich Todd den Spitznamen “Darkhorse” verdiente, weil er regelmäßig gegen die Poker Legenden wie zum Beispiel seinem Vater, Chip Reese und T.J Cloutier gewinnen konnte. Zu seinen größten Erfolgen in den 90’er Jahren zählten ein Sieg beim Jim Brady Month Championship in 1993 ($198,000) und ein Sieg beim 1994 Hall of Fame Poker Classics ($105,600).

Trotz dieser Erfolge waren die Preisgelder die Brunson kassierte nur Kleingeld verglichen mit den Summen um die Brunson zu Beginn des 21 Jahrhunderts spielte. Der Multi-Millionär Andy Beal forderte einige Texas Hold’em Pros zum offiziell größten Cash Game in der Geschichte von Poker heraus. Diese Gruppe wurde später bekannt als “The Corporation.” Die Blinds in diesen Spielen erreichten schon mal die $100,000/$200,000 Marke. Brunson und die anderen Pros legten ihr Geld zusammen um es mit Beal aufzunehmen. Obwohl Beal gut begann und einen Vorsprung herausspielen konnte, schaffte es “The Corporation” sich zurück zu kämpfen, nicht zuletzt dank des jungen Brunson. Innerhalb von zwei Tagen schaffte es Todd über $14 Millionen von Beal zu gewinnen.

Es war auch zu dieser Zeit dass sich Todd mehr und mehr auf das Spielen von Poker Turnieren spezialisierte. Die Preispools wurden größer und größer, und somit war die Zeit gekommen, umzusteigen. In den Jahren 1997 – 2002 spielte Brunson gerade mal eine Hand voll Turniere, aber seit dem großen Poker Boom ist auch er ein regelmäßiger Gast bei den großen Events. Trotz seiner eher kurzen Turnier-Karriere zählt Todd Brunson schon heute zu den angesehensten Spielern der Welt. Wenn man dann auch noch seine Cash Game Erfolge dazu zählt, gehört Todd Brunson zu den besten All-Round Spielern im Poker.

Das Jahr 2004 war ein großartiges Jahr für Brunson. Er schaffte es bei der WSOP fünf mal ins Geld, unter anderem auch ein 5ter Platz beim $5,000 Omaha Hi/Lo Event. Obwohl er schon mehr Geld in Turnier gewonnen hatte, war dies das Jahr wo er sich den Respekt seiner Mitspieler erspielte. Im Jahr darauf verewigte sich Todd zum ersten mal in die Geschichtsbücher der WSOP nachdem er das $2,500 Omaha Hi/Lo Event für sich entscheiden konnte. Insgesamt hat Brunson bis heute 22 Payouts erreicht, unter anderem auch fünf bei der World Poker Tour .

Obwohl er sicherlich zu den besten Hold’em und Omaha Spielern zählt, ist sein bestes Spiel wohl immer noch Seven Card Stud Hi/Lo. Er ist so gut in dieser Poker Variante dass ihm sogar sein Vater fragte um ein Kapitel darüber zu schreiben für sein Buch Super System II. Er sagte natürlich zu und gilt nun als einer der Meister dieser Poker Variante.

Alles in allem kann man sagen dass Todd Brunson auch ohne die Hilfe seines Vaters eine sehr erfolgreiche Poker Karriere aufgebaut hat und wir können davon ausgehen noch einiges von diesem Poker Pro in der zweiten Generation zu hören.