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MCOP 2007: Main Event Tag 2

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Gestern um 14:00 begann der zweite Tag des Main Events der MCOP 2007. Und es versprach sehr aufregend zu werden. Wie am ersten Tag, war schon am Eingang zu erkennen, dass sich viele Leute dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Die Popularität der Master Classics of Poker hat wirklich enorm zugenommen und das merkt man nicht nur an der großen Nachfrage nach Tickets für die Events. Seit letzten Freitag hat das Holland Casino über 70 Presse Pässe verteilt, mit Vertretern aus Dänemark, Lettland, Frankreich, Deutschland und natürlich den Niederlanden. Unter ihnen befinden sich Radio Stationen, Fernseh-Teams, Fotografen, Blogger und Journalisten. Dementsprechend sieht ist hier in unserem Presse „Raum", welcher eigentlich nur ein paar Tische mit Gardinen abgeschottet war, auch aus. . Hier sitzen Rund 20 internationale Blogger die alle Non-Stop vom bekanntesten Pokerturnier in Europa Berichten. Zum Glück sind wir jeden Morgen pünktlich und können so die besten Plätze reservieren.

Pünktlich wie immer begann der zweite Tag. Noch 199 Spieler waren mit dabei, die alle versuchen würden sich eine gute Ausgangposition zu verschaffen um es am dritten Tag an den Final Table zu schaffen.

Die meisten deutschen Spieler sind leider schon ausgeschieden, und auch noch Joseph Noujeim, der im beim €200 + €20 Rebuy Event den Final Table geschafft hat, ist am zweiten Tag leider rausgeflogen. Außerdem ausgeschieden: Marc Teltscher, Rolf Slotboom, Wolbert Bartlemma und Johnny Lodden. Als der zweite Tag anfing waren die Blinds bei 200/400 mit einem Ante von 50. Der durchschnittliche Stack betrug etwa 21,500.

Thierry van den Berg schied ebenfalls am zweiten Tag aus. Thierry ging mit Q-10 All-in, Jasper callt mit A-K und ist ebenfalls All-in. Der Board zeigt A-5-J-4-2 und niederländische Favorit musste seine Sachen packen.

Ein anderer Favorit aus Holland hatte heute „etwas" mehr Glück. Wir hören nur noch wie Noah Boeken laut aufschreit und auf den Tisch haut. Mit den schlimmsten Befürchtungen laufen wir rüber. Wir sehen einem Flop von 9-6-2 und zwei Spieler All-in. Noah deckt seine Karten auf, 9-9. Michiel Brummelhuis zeigt A-3. Der Turn kommt 3, der River ist noch eine 9! Vierlinge für Noah und wirft damit Brummelhuis aus dem Turnier. Er verdoppelt auf 40,000.

Bleiben wir beim Thema und zoomen zum nächsten Holländer. Diesmal ist jedoch ein Deutscher der unglückliche. Peter Dalhuijsen raist im Cut-Off-1 auf 3k und Cristian Toroc geht vom Big Blind aus All-In. Dalhuijsen callt und zeigt 6-6. Toroc zeigt A-K und wir haben einen klassischen 50-50. Dies änderte sich jedoch, der Board zeigte Q-6-4-Q-5.Dalhuijsen trifft sein Full House und für deutschen Toroc ist das Turnier beendet

Alan Smurfit hat wieder einmal bewiesen dass er seine Erfahrung gut ins Spiel bringen kann. Der Rentner aus Miami machte einen unglaublichen Call. Smurfit erhöht auf dem Button auf 1,200 nachdem alle Spieler vor ihm gefoldet hatten. Der Small Blind foldet und der Big Blind callt. Der Flop kommt 8c-2h-2c. Der Big Blind setzt 3,100, Smurfit callt. Der Turn: 6h. BB geht mit 9,375 All-In. Smurfit überlegt lange, „Du hast den Flush Draw, oder?". Keine Reaktion von dem Spieler am Big Blind. Smurfit lächelt kurz und callt letztendlich. Smurfit zeigt Ah-Qd, also nur A-Hoch. Der BB zeigt Qc-Jc für den Flush Draw. Respekt an Smurfit für diesen call, der bis jetzt in Führung liegt. Der River kommt 7s und Smurfit gewinnt die Hand mit A-Hoch. Erneut Smurfit beweißt erneut dass sein 2007 WSOP Bracelet keine Glückssache war.

Wir kamen gerade aus der Pause an unserem Tisch zurück, als Milly Uylenbroek ein Achterbahnfahrt am TV Table absolvierte. Die Freundin von Jorryt „The Cleaner" van Hoof hat zuerst ein All-in mit K-J gecallt. Sie verlor den Pot mit A-8-4-Q-K gegen A-J. Nur zwei Hands später ist sie wieder All-In, diesmal mit K-9 gegen A-Q. Beim zweiten Mal hat sie mehr Glück und trifft auf dem Flop eine 9 und auf dem Turn einen König. Erneut ging sie 2 Hände später All-in. Das war jedoch zuviel des Guten und es blieb ihr letztes Blatt im diesem Turnier. Sie zeigt 9-10 und ihr Gegner zeigt A-K. Der Flop zeigte 10-J-Q und ir Gegner hat die Nuts. Milly jetzt mit so gut wie keine Chance mehr.

Wie in den Tagen zuvor herrschten wieder strenge Regeln was das Betreten der Poker-Pits anging. Nur die Crew vom Casino durfte sich um die Tische herum freibewegen, die „herkömmliche" Presse dagegen durfte nicht hinter die Absperrung. Das heißt wir mussten uns über die Zuschauer strecken um überhaupt etwas zu sehen. Zum Glück hatten wir hier und da ein paar geheime Ecken, wo wir einige Tische gut beobachten konnten. Jedoch kommt es sehr darauf an, wer wo sitzt.

Heinz Traut, zum Beispiel, saß heute genau in der Mitte des Pits, so hatten wir von allen Seiten den gleichen schlechten Blick. Ich habe ihn eine Zeit beobachtet, da sein Stack aus meiner Sicht sehr schmal aussah. Ich habe mich über die Einarmigen Banditen, die teils des Poker-Pits umkreisten, gelehnt und gerade noch gesehen wie er seine Chips in die Mitte schob. Alle haben gefoldet und er sackt die Blinds ein. Das hat 2-3 mal wiederholt und hatte um die 16,000 Chips. Das war 2-mal soviel wie er am Anfang des Tages hatte. Gute Leistung! Nach dem Ausscheiden von Lehmann, Keiner, Krause und Noujeim, ist Heinz Traut der letzte verbliebende deutsche Favorit. Jedes mal als ich oben war, habe ich die selbe Position eingenommen um nach Heinz zuschauen. Zur meiner Freude wurde der Stack von mal zu mal größer. Nach der Pause kam ich erneut zum oberen Poker Pit, lehnte mich über den Einarmigen Banditen und Heinz war weg! Nach kürzerem umschauen sah ich wie Heinz an einem €200/400 Omaha PL Cash Table mit Nikolaus „KaiBuxxe" Jedlicka und Andreas Krause stand. Für mich war es fast klar, Traut ist draußen und spielt, wie so viele andere, seinen Frust am Cash Table ab. Ich wollte ihn erst mal in Frieden lassen und später nach der entscheidenden Hand fragen.

Dann wurden wir Zeuge eines weiteren unglaublichen calls. Erik Zamboer erhöht vor dem Flop mit 3-3 und wird gecallt. Der Flop der zeigt 8-5-4 und Eric setzt. Er wird gecallt und der Turn zeigt 6. Erik checkt, sein Gegner setzt den Pot und Erik callt. Der River kommt 5. Erik checkt erneut. Sein Gegner überlegt auffällig lange und setzt Eric praktisch All-in. Erik denkt lange nach und callt. Sein Gegner wirft seine Karten ohne zu zeigen weg, er wusste das er geschlagen war. Erik hatte übrigens 3-3.

Rolf Slotboom musste auch noch am zweiten Tag dran glauben. Der Holländer hat in später Position mit A-8 geraised. Der Big Blind reraised und setzt damit Rolf All-in. Er callt. Der Big Blind zeigt 4-4, der Board zeigt Q-Q-9-A-4 und besiegelt Slotbooms Schicksal mit der 4 auf dem River.

Wolbert Bartlema, der am Tag 1 einen unglaublichen Fold gemacht hatte, flog am Ende des Tages ebenfalls raus. Der Holländer geht mit seinen letzten 9,600 von Button aus All-In und wird vom Big Blind gecallt. Bartlema zeigt Qs-7s und der BB zeigt Ad-4d. Keiner trifft auf dem Board und der BB gewinnt mit A-High. Mies, wenn man mit einer High-card aus dem Turnier geworfen wird.

Als ich nach einer Weile mich auf dem Weg zum Cash Table machte um Heinz zu befragen, war er schon wieder weg. Nikolaus Jedlicka hat zwar seinen 5,000 Buy-in auf 16,000 aufgestockt, aber von Traut keine Spur. Ich dreht mich um und da stand Heinz im Pit und setzte sich gerade vor einem riesigen Chipstack. Mein Kollege hat ihn wenige Sekunden vorher gesprochen und meinte er hat nur sich am Cash Table nur kurz unterhalten. Sein Tisch ist verlegt worden und er habe sich die Beine vertreten wollen. Heinz wüsste nicht genau wie viele Chips er hatte, aber es sind mindestens 100,000! Das bringt ihn unter die Top 10 des Turniers! Vielleicht doch ein Kandidat für den Final Table am Samstag?

Gestern wurde bis zu den letzten 60 verbleibenden Spieler gespielt, heute um 14:00 fängt der Main Event mit dem dritten Tag an, den ihr natürlich auch wieder auf unserem Forum live mitverfolgen könnt.