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MCOP 2007: Main Event Tag 1

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Endlich ist er da! Der Tag auf den alle gewartet haben. Das €5000 + €100 Main Event der MCOP 2007. Viele große Namen hatten sich angekündigt, aber leider sind einige von ihnen nicht aufgetaucht. Phil Laak, Antonio Esfandiari, Patrick Antonius und Gus Hansen galten eigentlich als sicherer Teilnehmer für das Turnier, aber erschienen sind sie nicht. An großen Namen hat es aber trotzdem nicht gefehlt. Andy Black, Julian Thew, Mark Teltsacher, Alex Kravchenko, Nikolaus Jedlicka, Andreas Krause, Markus Lehman, Michael Keiner, Marcel Luske, Noah Boeken und Rob Hollink sind nur einige der weltweit bekannten Pro's die heute hier mitgemacht haben.
Insgesamt hatten sich 428 Spieler anmelden können, obwohl das Limit eigentlich bei 400 Spielern lag. Aufgrund der hohen nachfrage hat das Holland Casino dann noch einige Plätze drauf gepackt. Damit kam der gesamte Prizepool auf €2,140,000.00, und dem Sieger winken €609.000.

Schon gleich am Eingang wurde klar, heute ist kein normaler Tag im Holland Casino. Die Halle war komplett überfüllt und wir brauchten fast 5 Minuten für die 10 Meter vom Eingang bis zum Presse Raum. Da angekommen wurde die Situation nicht besser. Da, wo in den Tagen zuvor noch genug Platz war um sich einen Sitzplatz aussuchen zu können, musste man nun um seinen Platz am Tisch kämpfen. Glücklicherweise haben wir einen gekriegt und konnten uns in Ruhe und Bequemlichkeit auf das Turnier konzentrieren.

Spieler begannen mit 10,000 in Chips und Blinds von 25/50, die jede 90 Minuten anstiegen, also mit anderen Worten, sie hatten genug Spielraum um einige Manöver auszuprobieren. Bei Dave „Devilfish" Ulliot klappte dies weniger gut. Er verlor schon nach knapp 30 Minuten einen grossteil seines Stacks als er vor und nach dem Flop sowie auf dem Turn einen Bet seines callte und schließlich auf dem River sein Blatt foldete. Noch schlechter erging es da Markus Lehmann. Der Gewinner des EPT Barcelona Events saß auf dem Small Blind, ein Spieler UTG+2 erhöht auf 200, zwei Spieler callen und Lehmann callt mit {6-Clubs}{7-Clubs}. Der Flop kommt {8-Hearts}{9-Hearts}{10-Diamonds} und Lehman floppt seinen Straight. Er checkt jedoch und der Spieler UTG+2 setzt 300. Zwei Spieler folden und Lehmann erhöht auf 1,300. UTG+2 callt. Auf dem Turn kommt der {K-Spades}, Markus setzt 2,200 und UTG+2 callt. Der River kommt {7-Hearts}, Markus checkt und UTG+2 setzt 5,000. Markus callt und ist damit All-In. Sein Gegner zeigt {A-Hearts}{10-Hearts} und hat auf dem River den Nut-Flush getroffen. Für Lehmann war das Turnier nach knapp einer Stunde vorbei. Abgesehen davon tat sich vor der ersten Pause recht wenig. Den Spielern war deutlich anzumerken dass sie alle unbedingt im Turnier bleiben wollten, was dazu führte das die meisten von ihnen sehr zurückhaltend spielten während dieser Anfangsphase. Außer dem Engländer Julian Thew. Er war einer der wenigen Spieler die es schafften, nach den ersten zwei Blind Level ihren Stack zu verdoppeln. Ein weiterer Spieler, dem dies Gelang, war Nicky Roeg aus den Niederlanden, der seinen Stack sogar verdreifachen konnte in den ersten 2 Stunden.

Kurz nach der ersten Pause wurde dann auch endlich der TV Table im Fernsehen gezeigt. Der TV Table war ein Tisch im Casino (Der Final Table) der ständig gefilmt wurde und dann auf den Fernsehern im Casino gezeigt wurde. Kurz nach der Pause ereignete sich hier eine Riesen Hand. Vor dem Flop gab es drei Limper und der Flop zeigte Q-5-3. Eigentlich einer von den Flops, bei dem man wenig Action erwarten würde. Nicht aber diese Spieler. Gleich drei von ihnen gingen nach diesem Flop All-In.

Spieler 1: A-A
Spieler 2: K-Q
Spieler 3: 5-3

Auf dem Turn kommt die 7, und der River bringt einen König. Damit Gewinnt K-Q den Riesen Pot und die anderen beiden Spieler scheiden aus.

Kurz vor dem Dinner Break waren noch 346 Spieler im Turnier. Einer von ihnen war Nikolaus Jedlicka, auch bekannt als „KaiBuxxe", den wir aber den ganzen Tag noch nicht gesehen hatten, und dann erfuhren wir auch warum. Niki war 3 ½ Stunden zu spät gekommen und hatte schon 1/3 seines Stacks verloren als er sich an seinen Tisch setzte. Dann verlor er noch einen riesigen Pot bei dem er noch mal 5,000 Chips verlor, und schließlich war er mit A-Q All-In, wurde von 4 Spielern gecallt und konnte die Hand nicht gewinnen

Auch Michael Keiner schied kurz vor dem Dinner Break aus. Keiner hatte pre-flop vom Cut-off aus auf 600 geraist und wurde vom Button gecallt. Der Flop zeigte {K-Diamonds}{7-Diamonds}{2-Spades} und Keiner setzte 1,100. Sein Gegner erhöhte auf 3,500 und Keiner ging All-in. Sein Gegner callte und zeigte lediglich einen Flush Draw mit zwei Karo's. Keiner dagegen, hatte K-Q und lag somit vorne. Aber wie so oft traf der Flush Draw auf dem River und Keiner war draußen.

Kurz nach dem Dinner Break kam Andreas Krause an den TV Table, musste seinen Platz aber schnell wieder räumen. Krause war vor dem Flop Mit Q-Q All-In gegangen und wurde von Thierry van den Berg mit A-K gecallt. Die erste Karte raus war ein Ass und van den Berg gewann die Hand. Auch Andy Black überlebte nicht lange nach dem Dinner Break. Als Short-Stack war er schließlich mit 8-6 All-In und wurde von Pocket Q's gecallt. Das Board zeigte 9-6-K-Q-10 und Black schied aus.

Kurze Zeit später kam der Holländer Wolbert Bartlemma in den Presseraum und erzählte uns von einer Hand die es wert war, hier erwähnt zu werden. Bartlemma hatte 5-5 und sah folgenden Flop: K-7-5. Wolbert setzte 3,200 und sein Gegner ging sofort All-In. Wolbert überlegte lange und foldete schließlich sein Set 5's. Er sagte zu seinem Gegner „Ich weis das du Pocket 7's hast" und sein Gegner drehte seine Karten um und zeigte tatsächlich 7-7. Nicht nur seit diesem unglaublichen Read und Laydown von Bartlemma ist er ein ernstzunehmender Anwärter auf einen Final Table Platz.

Diesen würde Julian Thew in diesem Turnier nicht mehr erreichen. Der Engländer hatte vor dem Flop einen Raise gecallt und beide Spieler sahen folgenden Flop: {A-Diamonds}{J-Diamonds}{7-Hearts}. Thew checkte, sein Gegner setzte 2,000 und Thew raiste All-In. Sein Gegner callte und zeigte A-A. Julian hatte {9-Diamonds}{8-Diamonds} und brauchte unbedingt noch ein Karo für seinen Flush. Dieses Karo kam dann auch auf dem Turn, nur leider in Form einer {7-Diamonds}, womit Thew zwar seinen Flush, aber sein Gegner auch sein Full House getroffen hatte. Damit war das Turnier für Thew gelaufen.

Michael Durrer, vor wenigen Tagen noch Finalist bei der EPT in Dublin, erwischte hier auch nicht seinen besten Tag. Mit lediglich 4k war er einige male pre-flop All-In gegangen, wurde aber nie gecallt und konnte lediglich die Blinds einsammeln. Dann kam eine Hand wo seine Gegner auf dem River 3k setzte und Durrer sicher war dass sein Gegner versuchte, ihn aus dem Pot zu bluffen. Durrer callte also, musste aber leider feststellen dass sein Gegner tatsächlich ein gutes Blatt auf der Hand hatte und für Durrer war das Turnier gelaufen.

Um 2 Uhr morgens wurde dann überraschenderweise die Turnier-Uhr angehalten und der erste Tag des Main Events war vorbei. 199 Spieler waren noch übrig, die heute am Day 2 um 14:00 wieder an ihren Tischen Platznehmen werden. Den Day 2 könnt ihr selbstverständlich wieder in unserem Forum live mitverfolgen.