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MCOP 2007 Event 4 €300 + €30 Omaha Pot Limit

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Um 14 Uhr startete das MCOP €300 + €30 Omaha Pot Limit Turnier - mit unbegrenzten Rebuys. Die 280 Teilnehmer nahmen sich alle etwas extra Bargeld mit und es versprach einen verhältnismäßigen großen Payout zu geben. Jeder Spieler erhielt zu Beginn 1000 Chips und für jeden Rebuy gab es noch einmal 1000 Chips. Die Rebuy Periode endete nach dem zweiten Blind Level (80 Minuten). Die Blind starteten bei 25/25 und erhöhten sich alle 40 Minuten.

Einige Persönlichkeiten waren auch mit von der Partie und wurden von uns gesichtet: Marcel Luske, Robert Williamson III, Jamie Gold, die deutschen Michael Keiner, Andreas Krause, Thang Huc Nguyen, Markus Lehmann, Heinz Traut, Joseph Noujeim und Volker Karras. Unter Anderen wurde auch noch Noah Boeken, Ed de Haas, Rob Hollink, Rolf Slotboom, Alan Smurfit, Mickey Finn im Pit gesehen.
Alle schienen zuversichtlich und freuten sich auf das Spiel. Im Gespräch mit dem holländischen Poker-Pro Rob Hillink: „Ich hab heute richtig Lust zu spielen. Ich hab gut geschlafen, bin gestern auch ein wenig früher nach Hause gegangen, hab heute morgen gut gefrühstückt. Ich fühle mich jetzt nur ein wenig gehetzt da ich gerade vom Sport komme und mich sehr beeilen musste um rechtzeitig hier zu sein. Aber es ist ja ein Rebuy Turnier, von daher wird ich zu Beginn erst mal ein bisschen zocken, wie es sich bei einem Rebuy Turnier gehört."

Eine Stunde später beobachteten wir Michael Keiners ersten Erfolg: Keiner sitzt UTG +1 und erhöht auf 250. Die Blinds waren zur der Zeit bei 25/50. Ein Spieler aus mittlerer Position callt und zwei Spieler sehen den Flop: 8c-Qc-8h. Beide Checken diese Runde. Der Turn kam: Ks und wieder checken beide. River: Ad nach einem erneuten checken von beiden Spielern zeigte Keiner ein 8 für den Drilling. Sein Gegner hatte A-Q.

Eine Hand sorgte für Verwirrung am Tisch von Jamie Gold. Der Board zeigt 6-7-8-9-10 und Jamie Gold hatte 5-9 für einen 9-High Straight und sein Gegner hat 8-10 für einen 10-High Straight. Trotzdem sind die Spieler ein wenig verwirrt weil einige glauben das es ein Split Pot sein sollte. Der Turnierdirektor wird zum Tisch gebeten um die Situation aufzuklären und entscheidet, natürlich, das die Hand mit dem 10-Straight gewinnt.

Die Stimmung blieb weiterhin angenehm und gelassen. Auf den Blind Raise reagierte Robert Williamson III cool: „Blind Erhöhung? Schön, jetzt können wir zwei mal so schnell Zocken."

Michael Keiner gewinnt ein All-In und das in einer sehr wichtigen Phase des Spiels. Kurz vor dem Ende der Rebuy Periode kann Keiner seinen Stack sogar verdreifachen.
Die Hand hat sich folgendermaßen abgespielt:

UTG +2 callt
Middle Position erhöht auf 200
Michael Keiner (Cutoff) callt
Button foldet
Small Blind foldet
Big Blind callt
UTG +2 geht All-In für knapp 2000
Middle Position callt
Keiner callt mit knapp 1000 Chips
Big Blind foldet

Keiner zeigt A-K-9-J U
UTG +2 zeigt A-A-8-2
MP zeigt K-K-5-2
Der Board: 9-2-3-J-9

Michael Keiner gewinnt den Pot mit einem Full House und sitz damit auf knapp 3000 Chips.
Damit war die Rebuy Periode vorbei und das Spiel spannte sich an. Volker Karras wurde zudem noch von seinem Glück verlassen. 4mal hatte er Pocket A's getroffen und 4mal hat er sie verloren. Nach einem Rebuy sitzt er aber immerhin noch auf 1,700.

Heinz Traut kam uns in der Pause entgegen und strahlte. Er war mit 6,000 Chipleader am seinem Tisch, der dicht mit Deutschen bevölkert war. Er hat uns auch seine ehrliche Meinung verraten, und zwar dass Omaha eigentlich nicht gut für Rebuy Turniere geeignet sind. Seiner Meinung nach, sollten Omaha Turniere nur Freezeout gespielt werden, weil man sich dann besser auf das Spiel konzentrieren kann. Wenn die Spieler wissen, dass sie sich für €300 neu einkaufen können, bleibt viel von dem Spiel auf der Strecke. Das Turnier beginnt eigentlich erst nach der Rebuy Phase.

Ein kurioses Ereignis spielte sich nach der Pause an Jamie Golds Tisch ab. Ein Spieler in früher Position limpt, Olviedo Heinze limpt, Jamie limpt und der Big Blind erhöht auf 300. Der Spieler in der frühen Position geht mit 1,300 All-In und Olviedo Heinze reraised und ist für 2050 All-In. Der Dealer sagt zu Gold das er 1,300 zu callen hat und Jamie callt. Natürlich hatte Olviedo mehr gesetzt als 1,300 und der Dealer entschuldigt sich für seinen Fehler. Er sagt Jamie das er auf jeden Fall die 1,300 callen muss und dann entweder die zusätzlichen 750 callen oder seine Hand Folden kann. Jamie protestiert und der Turnierdirektor wird an den Tisch geholt. Dieser sagt das Jamie die 1,300 bezahlen und danach seine Hand folden muss. Das war zuviel für den gereizten Jamie Gold und er beschwert sich lautstark. Marcel Luske erwies sich als Sportsfreund und eilte von seinem Tisch rüber, um Jamie Gold und den Turnierdirektor zu besänftigen. Nach einigen netten Worten war die Situation bereinigt. Jamie durfte sein Blatt folden ohne die zusätzlichen 1,000 Chips zu bezahlen und die Hand wurde weiter gespielt.

Wieder gute Nachrichten für einen deutschen Spieler. Andreas Krause schaffte es sein Stack zu verdoppeln. Krause sitzt auf dem Small Blind und hat noch 825 in Chips. 5 Spieler limpen, der Button foldet und Krause geht All-In. Alle Spieler folden bis auf einen in Middle Position.
Krause zeigt 10-A-3-J und sein Gegner zeigt K-5-5-Q. Der Board kam 8-7-J-9-3 und Krause gewinnt mit einem Straight 7-8-9-10-J. Damit gewann er ein Pot von über 2,000 Chips.

Das Turnier dauerte schon 4 Stunden an, als der so zuversichtliche Heinz Traut ausgeschieden ist. Vor dem Flop wird auf 1,000 erhöht und Heinz Traut, sowie 5 andere Spieler gehen mit. Traut hat 3d-6h-7d-8h. Der Flop zeigte 9-8-4 Rainbow. Ein Spieler setzt 5,000 und Traut geht All-In. Der Pot beträgt nun ungefähr 40,000. Der Turn und River: 4-J. Heinz hat seinen Draw verpasst und sein Paar 8's reicht nicht aus. Er scheidet auf Platz 92 aus.

Bei der Abendpause begegnen wir Andreas Krause. Trotz seinem Lowstacks, bei Blinds von 200/400 sitzt er nur auf 1,800 Chips, ist er gut gelaunt und sieht alles positiv: „Solange ich noch drin bin ist alles gut. Ich muss nur 5 mal verdoppeln und ich bin Chipleader". Hoffen wir das Beste. Nach der Pause waren nur noch 70 Spieler, er deutete darauf hin, das heute diesmal vor 3 Uhr Morgens, der Final Table entschieden wird.

Während unsere Updates während der Pause kam WPT Barcelona Gewinner Markus Lehmann an unserem Tisch im Presseraum. Er bat uns darum, seiner Frau, die gerne heute dabei gewesen wäre aber leider krank zu Hause bleiben musste, über seinem Stand im Turnier zu informieren. Gesagt, getan. Markus liegt zur Zeit mit 29,800 Chips sehr gut im Rennen und haben ihn weiterhin im Turnier verfolgt.

Nach der Pause lief es gemütlich weiter. Außer bei Andreas Krause, der gleich zweimal hintereinander verdoppeln konnte. Von 1,800 auf 8,000 in wenigen Händen ist eine beachtliche Leistung. Auch Lehmann gewinnt einen schönen Pot. Nachdem 6 Spieler den Flop gesehen haben, raised er bis zum River durch und verjagt damit auch den letzten Widersacher. Lehmann räumt einen satten Pot im Wert von 10,800 ab.

Bei so einem Turnier wird die Sitzordnung gerne mal verändert. So musste sich Lehmann an dem Tisch von EPT Baden Gewinner Thang Huc Nguyen aus Hamburg setzten. Wie so kommen musste, kriegten sich beide erst mal in die Haare.

Nguyen in mittlerer Position raiste Preflop auf 4,000. Lehmann als Big Blind war der einzige Caller. Der Flop: J-8-4. Beide checkten diese Runde. Der Turn: 3. Lehmann braucht eine Weile Nguyen zu durchschauen und raiste schließlich auf 7,000. Nguyen wollte, konnte aber nicht. Er warf seine Karten weg. Lehmann hat allen Grund zur Freude, er baut sein Chipstack auf beachtliche 40,000 auf.

Bedauerlicherweise wurde gerade Andreas Krause zum Bubble Boy. Aus meinem Augenwinkeln sah ich gerade noch wie Krause vom Big Blind aus erhöhte. Der Small Blind ging darauf All-in und Krause callte. Die Hands habe ich leider verpasst weil natürlich jeder im Pit sich um den Tisch versammelt hatte. Nach der Hand erzählte mir Krause, dass sein Gegner Asse hatte und er damit auch gewonnen hat. Schade, Krause war der letzte der nicht ausbezahlt wurde. Joseph Noujeim konnte sich bei Krause dafür bedanken, da er Augenblicke später selber rausgeflogen ist. Somit hat der Finalist des 3. Events zumindest noch sein Buy-in zurück bekommen.

Dann kam die erschreckende Nachricht: Markus Lehmann ist ausgeschieden. Hier seine letzte Hand im 4. Event:
Lehmann sitzt auf dem Big Blind. Der Cut-off callt, der Button callt, der Small Blind foldet und Lehmann raist auf 6,500. Der Cut-off callt und der Button foldet
Flop: {K-Diamonds}{10-Diamonds}{8-Spades}
Lehmann geht All-In mit 9.5k und der Cut-off callt
Lehmann hat Top Pair Top Kicker mit {A-Spades}{K-Clubs}{7-Clubs}{Q-Diamonds}
Sein Gegner hat {7-Spades}{A-Hearts}{J-Spades}{8-Diamonds}
Turn und River: {5-Spades}{Q-Spades}
Lehmann hat damit zwar Top two Pair mit K's und Q's, aber sein Gegner hatte jedoch ein Runner-Runner Straight getroffen und gewinnt somit die Hand.
Lehmann beendet das Turnier auf Platz 21 und erhält €1,888.

Unter den letzten drei Tischen war ein sehr interessanter dabei. An Tisch 21 sitzen Rolf Slotboom (Autor des Poker Buches "Secrets of Professional Pot-Limit Omaha") gegen Alan Smurfit (Bracelet Gewinner bei der WSOP 2007). Mit nur noch drei Tischen übrig sind alle Tische mit nur 6 Spielern äußerst short-handed, und demnach wird hier sehr aggressive gespielt. Die nerven sind bei allen angespannt, jeder will den Final Table schaffen. Rolf Slotboom sagte zu uns „Hier check-raisen die Spieler immer wieder mit Bottom-Pair auf dem Flop... und das im beim Omaha!"

Als dann kurz nach 1:00 morgens nur noch 10 Spieler übrig waren wurde wieder Hand for Hand gespielt bis die 9 Finalisten feststanden. Dieser Final Table Bubble dauerte über 1 Stunde, bis es dann um kurz vor 3 endlich soweit war. Hier die entscheidende Hand:

Der deutsche Marcus Neuhoffer erhöhte vom Button aus und der Small Blind callte. Der Flop: 4c-5h-9c. Der Small Blind geht All-In und der Neuhoffer callt. Der SB zeigt 8c-8h-9d-Js und Neuhoeffer zeigt Qd-Qc-Jc-3d. Auf dem Turn kam die 3h und auf dem River der Kc. Somit hat Neuhoffer seinen Flush getroffen und gewinnt die Hand. Knapp 10 Minuten vor 3:00 war der Tag also beendet und der Final Table entschieden.

Drei Deutsche Spieler sind unter den letzten 9, und so startet heute der komplette Final Table:

1. Jeff Kimber 44000
2. Abel Meijberg 161000
3. Peter Dalhuijsen 54000
4. Benjamin Kang (Deutschland) 44000
5. Ian McDonald 83000
6. Balasz Biri 74000
7. M. Neuhoffer (Deutschland) 167000
8. Rolf Slotboom 122000
9. P. Pouyanajd (Deutschland) 45000

Ab 17:00 berichten wir natürlich auch live vom Final Table