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Chris Ferguson: Exclusive Interview

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Ich sitze bei der Full Tilt Challenge in Hamburg mit Chris Ferguson, und mit uns spricht er ueber alles vom wie er zum Poker Spielen gekommen ist, Bankroll Management, seine 10k Challenge und was er von Deutschen Spielern hält

N.H: Mr. Ferguson, wie sind Sie eigentlich zum Poker gekommen?

Chris: Ich habe schon mein ganzes Leben Spiel geliebt. Mein Vater unterrichtet Spieltheorie in der UCLA in Kalifornien. Mein ganzes Leben dreht sich um Spiele, nicht nur Spiele zu spielen, sonder sie zu verstehen und zu lösen. Als ich 4 oder 5 Jahre alt war, habe ich zum ersten mal Poker gespielt. Mit 10 habe ich dann auch in der High School gespielt, wir haben uns immer am Wochenende getroffen. Vor ungefähr 12 Jahren habe ich mich entscheiden, dass ich Professioneller Pokerspieler werden will. Bis dahin habe ich nur aus Spaß gespielt, ich wusste dass ich gut bin, aber ich habe das Spiel nicht gut genug studiert um gegen die Besten der Welt zu spielen. Die spielten auch alle um mehr Geld, als ich es mir leisten konnte, teilweise bis zu $200. Es ist mir auch aufgefallen, dass die Spieler in den niedrigen Wetteinsätzen das Spiel nicht so ernst nehmen. Die spielen aus Spaß, die wollen eigentlich nur zocken. Was ich heraus gefunden habe, war dass man in Turnieren mit wenig Geld gegen gute Spieler spielen kann. T.J Cloutier und Phil Helmuth spielten in teilweise $300 Tournieren, damals gab es nicht so viele große Turniere wie heutzutage. Außerdem spielen schwächere Spieler in Turnieren immer sehr konzentriert - sie wollen gewinnen. Deswegen habe ich dann mit Turnieren angefangen.

N.H: Wie wichtig ist es, bei Poker lebenslange Erfahrung zu haben?

Chris: Sehr wichtig. Obwohl ich erst in meinen 30gern angefangen habe, hatte ich sehr viel Erfahrung mit Kartenspielen und der Spieltheorie. Wie dem auch sei, heutzutage bietet das Internet viele Erfahrung für Spieler. 20-jährige Spieler, mit nur 2 Jahren Erfahrung, spielen dank dem Internet richtig gutes Poker. Man kann wortwörtlich zweimal so viele Hände spielen. Statt 30 Hände pro Stunde, schafft man so 60. Manche Spieler spielen mehre Tische gleichzeitig, also bis zu 8 mal viel Hände in der Stunde. Man spart auch sehr viel Zeit, da man nicht ins Kasino fahren muss. Das gibt einem mehr Zeit zu spielen. Also, diejenigen die Online spielen, werden richtig schnell richtig gut.

N.H: Das bringt mich eigentlich zur meiner nächsten Frage. Wie oft spielen Sie online, und wurden Sie es weiter Empfehlen?

Chris: Ja, auf jedem Fall! Keine Frage. Online spielen gibt dir die beste Erfahrung. Ich spiel persönlich bis zu 10 Stunden in der Woche. Ich spiele nur bei Full Tilt.com.
Sie scheinen ein stilles Wasser zu sein, richtig? Ist das Teil Ihres Spiels?
Nun ja, so bin ich halt. Es ist Teil meiner Persönlichkeit, also ist es auch Teil meines Spiels. Ich verstelle mich nicht am Tisch. Natürlich will ich vermeiden mich zu verraten. Jeder verrät sich manchmal, auch ich. Aber ich das so gut wie möglich vermeiden. Ich bin halt ein ruhiger Typ, ich Jubel nicht, wenn ich gewinne, ebenso unterhalte ich mich auch wenig am Tisch. Ich konzentriere mich 100% auf das Spiel.

N.H: Ist das Ihr erstes Mal in Deutschland?


Chris: Eigentlich schon. Ich bin einmal mit einem Zug durch Deutschland gefahren, aber das zählt nicht. Ich bin jetzt seit zwei Wochen in Deutschland und es gefällt mir sehr gut.

N.H: Gut das zu hören. Was halten Sie von deutschen Spielern?

Chris: Was mir an den deutschen gefällt und was sie auch von anderen unterschiedet, ist dass sie das Spiel sehr Ernst nehmen. Deutsche studieren das Spiel, die wollen wirklich lernen wie man das Spiel gut spielt. Sie sind nicht zum zocken gekommen, sie nicht nur zum Spaß hier - sie wollen Spaß am Lernen. Und das ist meine Philosophie. Es geht nicht ums Geld, ich würde Poker für Spielgeld spielen. Einfach aus Spaß am Spiel. Viele Menschen spielen Schach. Nicht um Geld, sondern auch aus Spaß zum Spiel. Und so denke ich auch - Habe Spaß am Spiel und werde besser.

Chris Ferguson Teil II