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Full Tilt Event in Hamburg

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Wie angekündigt waren ich und mein Kollege am vergangenen Sonntag bei der Full Tilt Million Euro Challenge in Hamburg dabei, und was soll ich sagen...es war sensationell!!

Vor dem Eingang ging es schon los. Dutzende Full Tilt Fahnen und große Full Tilt Säulen ließen eindeutig erkennen, was an dem Tag im Mittelpunkt Stand. Schon vor dem Offiziellen Start sah man Hunderte von Menschen mit Full Tilt Caps, T-Shirts und weiterem Merchandise, den alle natürlich gratis erhalten haben. In der Halle angekommen fing die Begeisterung erst richtig an. Überall standen riesige Säulen mit Photos der Spieler drauf und darunter die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Full Tilt Stars. Die Wände waren gepflastert von riesigen Leinwänden, damit auch die, die nicht in den ersten reihen standen nicht verpassten. Neben der großen Bühne waren eine Reihe von Heads-Up Tischen aufgebaut, an denen einige glückliche Teilnehmer die Chance bekommen würden, ein Heads-Up gegen einer Full Tilt Stars spielen zu können.

Da mein Kollege und ich am verhungern waren, begaben wir uns erste einmal in die VIP-Area um ein wenig vom Buffet zu kosten (welches übrigens ausgezeichnet war). Das erste was mir auffiel als ich den Raum betrat war, wie könnte es anders sein, ein Poker Tisch der am Eingang aufgestellt war, und an dem ich im Verlaufe des Tages noch viele Stunden verbringen würde.

Gerade als ich dabei war, etwas gegen meinen Hunger zu tun, hörte ich Michael Körner auf der Bühne die Stars ankündigen und mein Essen musste wohl noch etwas warten. Vom Rande des VIP Bereichs (der sich im ersten Stock befand) hatten wir eine Perfekte Sicht auf die Bühne und alles was da unten vor sich ging. Und dann ging es los...die Stars betraten den Raum, und man könnte denken Michael Jackson währe gerade eingetroffen. Eine heroischer Einlaufmusik wurde eingespielt und eine riesige Rauchwolke erschien vor dem Eingang. Von oben konnte ich gerade noch erkennen wie die Tür sich öffnete und mehrere Gestalten den Raum betraten. Die Rauchwolke verdünnte sich und da waren sie: Phil Ivey, Chris Ferguson, Eddy Scharf, Allan Cunningham, Clonie Gowen, John Juanda, Erik Seidel, Andy Bloch, Phil Gordon und Howard Lederer. Die Menge, die zu diesem Zeitpunkt auf knapp 2,500 Menschen angewachsen war, tobte. Besonders als Phil Ivey vorgestellt wurde hätte man denken können Take That steht auf der Bühne und das Publikum ist voll von pubertierenden jungen Mädchen.

Es ging los mit einem kurzen „Meet & Greet" bei dem die Stars vorgestellt wurden, moderiert von Eddy Scharf, der die Antworten der anderen Stars übersetzte. Danach startete der erste Workshop mit dem Thema „Heads-Up Poker", bei dem zwei Profis auf der Bühne die wichtigsten Aspekte von Heads-Up Situationen erklärten. Zur gleichen Zeit begann auch die erste von drei Qualifikation Runden. Ich hatte indes endlich die Möglichkeit, mit etwas zu essen zu holen. Ich nahm auf einem der bequemen Leder Sofas Platz, die im ganzen Saal verteilt waren, und bevor ich meinen ersten Bissen herunterschlucken konnte stand auf einmal Phil Ivey vor mir. Sofort sind ich und mein Kollege auf ihn los und baten ihm um ein Photo, und ohne zu zögern stellte er seinen Teller ab und posierte mit einem Lächeln. Kurz darauf verschwand er wieder, aber er war ja nicht der einzige Star der anwesend war. Kurz darauf liefen John Juanda und Erik Seidel an mir vorbei, und auch sie hatten kein Problem damit, sich kurz fotografieren zu lassen.

Plötzlich sah ich wie 10 Spieler am VIP Poker Tisch Platz genommen hatten und begannen, ein Sit n Go zu spielen. Mir wurde gesagt ich solle mich anstellen um mir für die nächste Runde einen Platz zu sichern. Dies tat ich zwar, war jedoch einen kurzen Moment unachtsam und mein Platz war schon wieder vergeben. Dies währe auf sich kein Problem gewesen, hätte nicht auch Phil Ivey an diesem Tisch Platz genommen und einige Hands mitgespielt. Auch die Teilnahme am nächsten Tisch hatte ich verpennt, an dem dieses mal John Juanda seinen können aufzeigte. Am nächsten Tisch konnte ich mir dann endlich einen Platz ergattern und hatte das Vergnügen, mit Phil Gordon am Tisch zu sitzen. Nach den ersten Paar Hands behauptete Phil das die Karten markiert waren und er zeigte einen kleinen Trick in dem er einen anderen Mitspieler bat, das Deck drei mal zu teilen und er von jedem der drei Stapel die Karte, die oben drauf lag ansagte. „King of Clubs, Jack of Diamonds, 10 of Spades" sagte er, während er sich die Karten griff und umdrehte, und natürlich hatte er recht.

Kurz darauf kam mein Kollege von seinem Interview mit Chris Ferguson zurück und zückte zwei WildCards aus seiner Tasche, die Ferguson ihm gegeben hatte, womit nun auch wir beide am Freeroll teilnehmen konnten. Vorher machten wir jedoch noch einige Rundgänge durch den Saal und sahen unter anderen Allan Cunningham, wie dieser zwei Heads-Up Spieler zur gleichen Zeit spielte, und immer wieder auf seinem Sessel von einem Tisch zum anderen wechselte. Wie diese ausgegangen sind, haben wir leider verpasst. Wir warfen auch einen Blick auf die zweite Qualifikations-Runde, die gerade im Gange. Wie wir auf den riesigen Anzeigen an der Wand erkennen konnten, waren die Blinds bereits auf 1,500/3,000, was dazu führte das alle 10 Sekunden ein Spieler den Tisch verlassen musste.

Pünktlich um 17:00 begann die Qualifikations-Runde für mich und meinen Kollegen. Das „Problem" für mich war nur, das ich um 18:00 ein Interview mit Eddy Scharf hatte, wodurch ich mindestens 15 Minuten vom Spiel verpassen würde. Ich ging also mit einer „alles oder nichts" Mentalität an den Start, und diese schien sich auszuzahlen. Als es Zeit war für mein Interview hatte ich meinen Anfangs-Stack von 5,000 Chips auf 15,000 ausbauen können, und war der eindeutige Chip Leader an meinem Tisch. Ich eilte dann schnell zum Interview mit Eddy Scharf, wo ich mir natürlich trotzdem die Zeit nahm, so viel Informationen wie nur möglich aus ihm heraus zu holen. Auf meinem Weg zurück an meinen Tisch sah ich noch wie mein Kollege sich in die Reihe der Tisch Sieger aufgestellt hatte nachdem er den Einzug in die Final runde geschafft hatte. Ich gratulierte ihm kurz und eilte dann an meinen Tisch, an dem nur noch zwei weitere Spieler saßen. Mein Stack von 15k war auf gerade mal 6k geschrumpft, und ich war sofort der Big Blind, der jetzt schon 5k betrug. Ich sagte noch zu meinen Mitspielern „jetzt brauche ich dringend ein Paar Cowboys". Und man glaubt es kaum, ich schaue auf mein Blatt und sehe doch tatsächlich Pocket K's. Natürlich gehe ich All-In und mein Nachbar callt mit A-4. Ich freue mich schon auf meinen Double-Up, aber musste dann mit ansehen wie mein Gegner mit 4-A-4 ein Full House floppt. Mein Koenig kam nicht und das war's für mich und mein Traum von der Million.

Glücklicherweise hatte ich immer noch meinen VIP Pass und konnte noch ein Paar Runden am VIP Tisch spielen während mein Kollege die Final runde bestritt. Dort saß ich am Tisch mit Michael Körner (unter anderem Kommentator von „Poker Exklusiv" auf DSF), Lou Richter (früherer Moderator von „Ran - Sat.1 Fußball), Ahmet „Akay" Kayed (ehemaliges Mitglied von Overground) und dem Marketing Manager von Full Tilt Europe (dessen Namen ich jetzt leider vergessen habe). Nachdem ich dort einige Stunde verbracht hatte kehrte mein Kollege von der Final Runde zurück, (bei der er es immerhin in die Top 100 geschafft hatte), und es war Zeit nach hause zu gehen.

Alles in allem war das Event für mich ein totaler Erfolg. Die Organisation des gesamten Events war perfekt, alle Stars waren über-freundlich, die Dealer an den Tischen waren alle sehr professionell, und es gab sogar hübsche Mädchen die während der Qualifikations- und Final-Runde Massagen angeboten haben.

Ich kann jedem nur empfehlen bei einem der zwei verbleibenden Events am kommenden Wochenende vorbeizuschauen, ihr werdet es nicht bereuen.