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Poker News | Poker Puls | Abseits vom Tisch

Verschiedene Titel zur Auswahl

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Überleben ist keine Alternative.
Der Mythos des Deep Stack.
Donkfest WSOP Main Event.

Für diesen Artikel gab es einfach zu viele gute Titel. Einer der Gründe warum das WSOP Main Event immer noch so Populär ist sind die großen Stacks und die langen Blind Level, wodurch die Spieler die Möglichkeit haben länger im Turnier zu überleben wenn sie schlechte Karten erhalten, aber damit ist jetzt Schluss. Eigentlich habe ich gerade an einem Artikel gearbeitet bei dem es um das Planen eines Poker Turniers ging, aber dann dachte ich mir, warum diesen Artikel nicht auf das WSOP Main Event basieren? Was ich herausfand war ein wenig überraschend und auch ein wenigentäuschend.

Zuerst mal werfen wir einen Blick auf die Turnier-Struktur.



Harrah's hat beschlossen, die Stacks, die jeder Spieler zu Beginn des Main Events erhält zu verdoppeln (20k anstatt 10k in Chips), aber dafür auch die Blinds zu verdoppeln. Wenn man einmal die Blind Strukturen von 2006 und 2007 vergleicht, kann man eigentlich kaum einen Unterschied feststellen, außer das die Blinds sich in 2007 verdoppelt haben. Aber wenn man bedenkt, das die Blind Level in 2007 anstatt 2 Stunden nur noch 1 Stunde dauern, werden die Unterschiede erst richtig deutlich.


Diese Grafik zeigt den Effekt, den diese neue Struktur auf das gesamte "M" hat



Die Grafik vergleicht den gesamten "M" Wert für das Turnier mit der 2006 Struktur und der 2007 Struktur. Für die von euch, die nicht mit dem "M" Wert vertraut sind, M steht für die gesamte Anzahl an Chips in einem Turnier, geteilt durch die kosten für eine Runde von 9 Hands (Blinds + Antes). Wie du an der Grafik erkennen kannst, konnten sich am Day 3 bei Level 15 alle Spieler zusammen 57,000 Runden von Blinds und Antes leisten. In 2007, allerdings, können sich die Spieler zu diesem Zeitpunkt lediglich 10,000 Runden leisten.

Für die von euch die nicht mit dem "M" Konzept vertraut sind, ist hier eine weitere Grafik die den Unterschied vielleicht besser darstellt.



Diese Grafik vergleicht die Kosten für einen Spieler in 2006 und in 2007 um bei verschiedenen Blind Levels eine Hand zu spielen. Um den doppelten Stack für 2007 zu berücksichtigen, habe ich die kosten pro Hand für 2006 verdoppelt. Während der erste 2 Stunden des Turniers kostet es einem Spieler weniger als 2x so viel, um in 2007 eine hand zu spielen, verglichen mit 2006. Aber am Ende des Tages, ist es für die Spieler schon fast 3x so teuer um eine Hand zu spielen verglichen mit 2006. Am 4ten Tag ist es sogar schon 7x so teuer

Hier ist noch eine Grafik die zeigt, wie viel ein Spieler braucht um das nächste Level zu erreichen.



Am Ende des ersten Tages muss ein Spieler 23,100 Chips gewonnen haben, nur damit er am Ende noch seine 20k Chips hat, mit denen er angefangen hat. In 2006 mussten die Spieler lediglich 8,400 Chips gewinnen (eigentlich 4,200, aber ich habe die Zahl verdoppelt um den doppelten Stack in 2007 zu berücksichtigen). Am Ende des zweiten Tages muss ein Spieler schon 144,300 gewonnen haben, verglichen mit 44,400 in 2006, und am Ende von Day 3 sind es schon ganze 630,300, verglichen mit 122,400.

Als, wie lautet mein Urteil?

• Eine konservative Überlebens-Taktik wird hier nicht funktionieren. Vielleicht gewinnt endlich mal ein WPT Gewinner ein WSOP Bracelet.
• Der doppelte Stack bietet keineswegs mehr Spielraum für die Spieler. Um genau zu sein, ist die relative Stack Größe viel kleiner als noch im letzten Jahr..
• Diese Struktur bevorzugt vor allem die Europäischen und die Online Spieler, die an Turbo Strukturen gewöhnt sind. Die Traditionellen Spieler werden sich daran erst gewöhnen müssen.

Viel Glück

jb