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Shorthanded Spiele

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Wenn ein Spieler in einen Card Room reingeht, dann trägt er als aller erstes seinen Namen in eine Liste für ein Spiel ein, das er spielen will. Normalerweise, wenn der Name des Spielers aufgerufen wird, dann wird dies ein vollständiges Spiel mit 10 Spielern sein. Doch das ist nicht immer der Fall. Ab und zu befinden man sich in einem shorthanded Spiel. Wenn das Spiel shorthanded wird, muss man in bestimmter Strategie auch gewisse Änderungen vornehmen.

Mit shorthanded deute ich auf Situationen mit fünf oder auch weniger Spielern. Viele Leute denken, dass ein guter Spieler nach einem shorthanded Spiel suchen müsste, denn die Theorie besagt, dass die Fähigkeiten eines guten Spielers nur dann zum Vorschein kommen können. Meiner Meinung nach ist diese Theorie auf dem Geld richtig, vorausgesetzt, der Spieler besitzt die richtigen Fähigkeiten, das Spiel zu schlagen. Für die, die nicht so sehr mit Poker vertraut sind, scheint es offensichtlich zu sein, dass je besser der Spieler, desto grösser sollte sein Wunsch sein, shorthanded zu spielen, da sein Vorteil noch grösser sein sollte. Immerhin je weniger Spieler, desto mehr tritt der beste Spieler im Spiel hervor. Aber um zu verstehen, warum das shorthanded Spiel ein versteckter Segen für den guten Spieler bedeutet, müssen wir verstehen, warum ein guter Spieler im Vorteil gegenüber einem schlechten Spieler ist.

Einer der grössten Vorteile, den der gute Spieler hat, ist sein preflop Spiel. Der gute Spieler spielt nicht zu viele Blätter vor dem Flop, insbesondere von früher Position aus. Schlechte Spieler machen das. Betrachten wir ein Blatt wie K-10 offsuit. In einem vollständigen Spiel würde ein guter Spieler so ein Blatt nur selten spielen. Auch wenn er von der frühen Position aus limpen oder auch einen Steal Raise machen kann, wird er diese Karten meistens in den Müll werfen. Doch der schlechte Spieler denkt, dass K-10 offsuit ein echt gutes Blatt ist und wird es von jeder Position aus spielen und sogar einen Raise callen. Jetzt zieht der gute Spieler Nutzen aus diesem Phemonem und macht somit Geld. Wenn der schlechte Spieler mit K-10 offsuit kommt und ein guter Spieler dabei ist, wird der gute Spieler meistens A-K, K-Q oder K-J haben. Da der gute Spieler normalerweise K-10 offsuit nicht spielt, kommt eine Niederlage fast nie vor, wenn es dem schlechten Spieler gelingt, einen grösseren König zu haben.

Doch nehmen wir an, dass das Spiel sich von 10 bis 5 Spielern verringert hat. Er stellt sich heraus, dass K-10 offsuit zu einem mehr spielbaren Blatt wird. Jetzt passt der gute Spieler sein Spiel an und fängt an, auch mit solchen Blättern zu spielen, doch der schlechte Spieler spielt bereits mit diesem Blatt. Mit anderen Worten, der schlechte Spieler, der zu viele Blätter von dem Flop spielt, spielt eigentlich richtig in dem meisten Fällen, da das Spiel shorthanded ist. Also spielen der schlechte als auch der gute Spieler in den meisten Fällen das selbe. Somit erweist sich, dass der Vorteil, den der gute Spieler gegenüber dem schlechten hat, sich in einem shorthanded Spiel auflöst.

Es gibt auch andere Probleme, wenn man shorthanded spielt. Als aller erstes kommen die Blinds zweilmal so schnell. Dass heisst, dass du in einer Stunde doppelt so viel Geld in den Pot stecken musst, ohne sich vorher die Karten angesehen zu haben. Darüberinaus, wenn du auch weiterhin das selbe tighte Spiel spielst, willst du nicht genug gute Karten bekommen, um den Flop sehen zu können. Die Blinds werden dein ganzes Geld verschlingen. Das bedeutet, dass du anfangen musst, auch schwächere Karten zu spielen. Wenn du mehr solcher schwächeren Hände spielst, geschehen zwei Dinge, die beide schlecht sind.

Als aller ersters, wie auch schon früher erwähnt, sieht dein preflop Spiel wie das von jedem anderen. Zweitens, wenn der Flop kommt, wirst du dich in knapperen Situationen befinden. Du musst jegliche Arten von Blättern spielen, wie z.B. mittlere Paare mit einem schwachen Kicker, und zwar aus zwei Gründen. Nummer 1 ist der, dass da jeder andere viel looser spielt, du gut möglich das beste Blatt haben kannst. Nummer 2, da mit kleineren Anzahl an Spieler viel mehr geblufft wird, musst du mit den anderen Spieler manchmal auch ehrlich sein. Es kann auch schwerer fallen zu sagen, ob du führst oder nur hinterherjagst.

Es gibt einen grossen Unterschied zwischen einem Spiel, wo alle 10 Spieler ihre Karten bekommen und drei von ihnen den Flop sehen vs. einem Spiel, wo nur 5 Spielern Karten verteilt werden und nur 3 von ihnen weiter spielen. Die drei von den 10 Spielern, die sich den Flop ansehen, haben im Durchschnitt bessere Anfangsblätter als die von den 5 Spielern. Und noch mehr, viele Spieler werden mit solchen Blättern raisen, mit denen sie in einem vollständigen Spiel nur limper würden. A-10 ist zum Beispiel ein Blatt, womit man üblicherweise limpt. Doch in einem shorthanded Spiel wird es zu einem Raisingblatt. Das bedeutet, dass viele Pots geraist werden. Also brauchst du in einem shorthanded Spiel mehr Hands in geraisten Pots zu spielen. Die öfteren Blinds, schwächere Karten, die du spielst, und mehrfache Bets, die du zahlen musst, um den Flop zu sehen bedeuten, dass du viel mehr zockst und die Schwankungen, die vorkommen, viel grösser sind. Dies ist der Grund, warum viele erfahrene Spieler bei mittleren und niedrigen Limits es vermeiden, shorthanded zu spielen.

Dennoch ist es unvermeidbar, ab und zu für kurze Zeit shorthanded zu spielen. Mein Rat wäre - passe dich dem Spiel an, sorge für die Veränderungen, die nötig sind und lasse den anderen unerfahrenen Spielern sich darüber sorgen, was zu machen ist.