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David Williams – Seine Magischen Momente

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In 2004 war David Williams nah dran Phil Hellmuth's Rekord zu brechen und der jüngste Spieler zu werden, der je ein WSOP Main Event gewonnen hat. Nachdem er praktisch aus dem nichts kam, konnte er schnell unter Beweis stellen das sein zweiter Platz nicht nur ein Glücksfall war. David hat seit dem über $2 Millionen an Preisgelder gewonnen, ein WSOP Armband in 7 Card Stud und hat drei WPT Final Tables erreicht.

KL: Wie hast du mit dem Poker Spielen angefangen?

David: Ich habe in meiner Kindheit viel ‘Magic the Gathering' gespielt. Eines Tages, bei einem Magic Turnier sah ich, wie einige Jungs Hold'em spielten. Ich hatte das Spiel noch nie zuvor gesehen und fragte, was sie da spielen und sie sagten „das ist Poker, komm spiel mit." Sie dachten, da ich keine Ahnung von dem Spiel hatte, dass sie mir ein wenig Geld abknüpfen könnten. Also spielte ich mit und gewann gleich beim ersten mal. Ich hatte Glück, dass ich gleich beim ersten Mal gewonnen habe, weil du dann weiter spielen willst und glaubst, dass du ein Experte bist. Ich gewann also und dachte mir „wow, das ist geil, ich will die ganze Zeit Poker spielen." Als ich nach Hause kam, suchte ich nach Plätzen, wo ich in Dallas Poker spielen konnte und habe seit dem nur noch Poker gespielt.

KL: Wie ging es dir nach der WSOP 2004? Dachtest du „Ich bin ein großartiger Spieler, ich muss jedem beweisen, dass ich keine Eintagsfliege bin" oder warst du eher unsicher?

David: Ich wusste, dass ich viel Glück hatte und dass ich nur aufgrund meines zweiten Platzes kein großartiger Spieler war. Ich wusste, dass ich noch viel zu lernen hatte und dass ich noch einen weiten Weg vor mir hatte um besser zu werden und ich wollte einfach so viel wie möglich von den Spielern um mich herum lernen. Ich wollte mit dem, was ich gelernt hatte, weitere Erfolge verbuchen. Ich dachte keineswegs, dass ich ein großartiger Spieler bin. Ich wollte mir selber beweisen, dass ich diesen zweiten Platz verdient hatte und dass ich auch weiterhin erfolgreich Poker Spielen konnte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich es anderen beweisen musste, aber ich selber sah mich zu der Zeit nicht als einen herausragender Poker Spieler und wollte mir das Gegenteil beweisen.

KL: Von allen Turnieren die du gespielt hast, welches war für dich das denkwürdigste?

David: Mein denkwürdigstes Turnier war wahrscheinlich als ich letzten Sommer mein Armband gewann, aber das Turnier ist auch noch nicht lange her, also kann ich mich daran am besten erinnern. Der zweite Platz bei den World Series war so überwältigend und es dauerte so lange, aber immer, wenn ich daran zurück denke, habe ich keine genauen Erinnerungen an das Turnier. Bei den anderen Turnieren habe ich nie wirklich gewonnen, ich war ‘nur' am Final Table. Ich habe einige Events gewonnen, aber die waren bei weitem nicht so angesehen wie die World Series.

KL: Es scheinst, dass du es oft sehr weit in deinen Turnieren bringst, hast du was an deinem Spiel verändert?

David: Ich weiß nicht, was ich geändert habe. Ich glaube, ich passe mich einfach nur meinen Gegnern an. Ich weiß nicht, was ich anders mache, aber ich weiss, dass ich was anders mache. Situationen am Tisch scheinen einfach viel klarer zu sein als vorher, es macht alles viel mehr Sinn. Vielleicht ist es einfach die Erfahrung, die ich über die letzten Jahre gesammelt habe.

KL: Wie sehen deine Pläne für die kommenden Monate aus?

David: Ich gehe nach Foxwoods für das Main Event. Wenn ich zurück komme, werde ich alle Vorbereitungs-Turniere auf das 25k Event bei den Bellagio Championchips spielen. Das Bellagio Event spiele ich Ende April und im Mai gehe ich nach Paris um dort zu spielen. Wenn ich von da zurück komme, spiele ich das Mirage und dann das Mandalay Bay Event für die World Poker Tour, und danach geht's zur World Series.

KL: Hast du bestimmte Pläne, Erwartungen oder Strategien für die WSOP?

David: Nein, ich glaube, ich werde das selbe tun wie letzte Jahr. Ich war sehr konzentriert. Ich ging früh ins Bett, ich haebe bei allen Events mein bestes gegeben und sie alle ernst genommen. Ich glaube, dass ich es wieder so mache, weil es letztes Jahr zu funktionieren schien. Vielleicht nehme ich mir jede Woche einen freien Tag und erhole mich ein wenig am Pool.

KL: Spielst du Online?

David: Ich spiele ungefähr 10 Stunden die Woche bei Bodog. Ich habe da einen 3/6 No Limit Tisch namens David Williams. Ich spiele dort nicht wirklich um Geld zu gewinnen, ich gebe es zum größten Teil eher weg. Ich spiele dort um ein bisschen rumzualbern und Spaß zu haben, calle die Raises von anderen Spielern und so weiter. Es ist eine gute Möglichkeit für Spieler mich kennen zu lernen und ein wenig Geld zu gewinnen.

KL: Was hältst du von der UIGEA?

David: Ich finde es nervt, aber ich hoffe, dass die Leute die versuchen etwas daran zu ändern, Erfolg haben werden. Davon abgesehen gibt es noch andere Länder außerhalb der USA, wo man Online Poker spielen kann. Natürlich ist es ärgerlich, dass es hier nicht mehr geht, aber Bodog kann man auch in anderen Ländern spielen.

KL: Welche Auswirkungen wird die UIGEA deiner Meinung nach auf die WSOP haben?

David: Ich glaube, dass sich die Teilnehmerzahl auf jeden Fall reduzieren wird, worüber ich mich eigentlich ein bisschen freue, weil es dadurch für mich einfacher wird. Im großen und ganzen freue ich mich natürlich nicht darüber, weil es dem Spiel schadet. Je mehr Leute Poker spielen, umso mehr Geld gibt es zu gewinnen und das ist besser für jeden. Ich hoffe, dass sich alles wieder normalisieren wird und die Teilnehmerzahl wieder steigt.

KL: Vor kurzem hast du bei der NBC Heads-Up Championship gespielt; spielst du gerne Heads-Up?

David: Ja, sehr gerne, dieses Jahr hat es richtig Spaß gemacht. Ich konnte glücklicherweise zum ersten Mal in drei Jahren die erste Runde überstehen. Ich war es langsam satt, immer im No Limit Hold'em Heads-Up zu verlieren. Bei jedem großen No Limit Turnier, wo ich Heads-Up gespielt habe, verlor ich. Es war schön mal endlich jemanden Heads-Up zu besiegen, obwohl ich danach in der zweiten Runde ausschied und es nicht ins Geld geschafft habe.