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Poker News | Leute im Poker | Poker Gesichter

Kenna James

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Kenna James ist eine ziemliche Persönlichkeit am Poker Tisch. Es scheint, als ob ihm nie die richtigen Worte fehlen würden und er hat immer eine gute Zeit. In diesem Interview beschreibt der Millionen Dollar Mann, wie gesprächig zu sein ihm beim Poker spielen hilft und teilt uns seine Ansichten über die heutige Poker Situation mit.

KL: Wie hast du mit dem Poker Spielen angefangen?

Kenna: Ich habe als Dealer in einem Casino gearbeitet und spielte nebenbei $1/2 Hold'em als ich merkte, dass ich einer der besseren Spieler in diesem Spiel war. Mit der Zeit begann ich höherer Stakes zu spielen und Turniere mit höheren Buy-Ins. Irgendwie schien ich ein Gefühl für das Spiel zu entwickeln und ich lies mich einfach von meinen Leistungen leiten. Ich hätte ins Casino Management einsteigen können aber ich hatte mich entschieden, dass ich mit diesem Spiel meinen Lebensunterhalt verdienen wollte.

KL: Wann hast du angefangen, höhere Level zu spielen?

Kenna: Ich glaube ich habe für ungefähr 6 Monate bis zu einem Jahr $1/2, $2/4 und $3/6 gespielt und danach fing ich an 410/20, $20/40 und $30/60 zu spielen, und meine Turnier Buy-Ins gingen von $20 rauf auf $300. Dies tat ich für die nächsten 3 bis 4 Jahre. In 2002 kam dann endlich mein Durchbruch. Nach 5 Jahren gewann ich endlich mein erstes großes Turnier im Hustler Casino bei dem ich $60,000 gewann. In dem gleichen Jahr erreichte ich noch 10 oder 12 andere Final Tables und spielte zum ersten Mal bei den WSOP. Endlich verbuchte ich einige nennenswerte Erfolge. Die harte Arbeit schien sich endlich bezahlt zu machen.

KL: Du bist dafür bekannt am Tisch immer sehr gesprächig zu sein und dich zu amüsieren. In wie weit hilft dir das?

Kenna: Es hilft mit sehr! Es hilft mir weil andere Spieler mich nicht aus dem Turnier werfen wollen. In einem WPT Turnier im Bike Casino, wo ich zweiter wurde, gab es einen Spieler, der gegen mich seinen Pocket K's vor dem Flop foldete. Ich glaube kaum, dass ich so was je wieder erleben werde. Aber wenn du einen guten Lauf hast, gut spielst und dich amüsierst, wollen Spieler es einfach nicht mit dir aufnehmen. Ich versuche immer, positiv zu bleiben, Selbstbewusstsein auszustrahlen, mich zu amüsieren und die anderen Spieler zu respektieren. Wenn du andere respektierst, respektieren sie dich genau so.

KL: Wie gehst du mit Spielern um, die sehr aggressiv spielen?

Kenna: Call. Das, was ein aggressiver Spieler am meisten fürchtet, ist der Call. Heut zu Tage findet man beim Poker so viele aggressive Spieler. Jeder denkt nur aggressiv, aggressiv, aggressiv. Ich glaube, der aggressive Spieler fürchtet sich am meisten vor einem Call.

KL: Check call?

Kenna: Das kommt drauf an. Es kommt auf deine Position an. Manchmal ist der Check Call die richtige Entscheidung... das hängt von deiner Position ab, dem Wert deines Blattes und mit was für einem Gegner du es zu tun hast. Im allgemeinen ist der Call meine bevorzugte Waffe gegen aggressive Spieler.

KL: Mit dem ganzen Poker im Fernsehen heut zu Tage kennen viele Spieler den Spiel-Stil ihrer Gegner. Hat sich das Spiel dadurch verändert?


Kenna: Ich glaube, das Spiel hat seinen ganz eigenen Stil. Das Spiel hat sich so sehr verändert. Früher hieß es „kein Set, kein Bet!" Heute siehst du, wie Spieler mit einem bottom Pair, 2 Overcards, oder einem Flush draw All-In gehen. Dies reflektiert sehr gut die heutige Gesellschaft. Deshalb ist Poker auch so großartig...es ist wirklich ein Mikrokosmos des Lebens. In unserer heutigen Gesellschaft haben Leute jeglichen Respekt vor Geld verloren, und dies macht sich auch im Poker Spiel bemerkbar. Das Spiel wurde von den sogenannten Jungen Wilden übernommen, die keine Furcht haben und den Wert des Geldes nicht zu kennen scheinen. Bei der WPT 2005 wo ich zweiter wurde, wurde mein All-In vom späteren Gewinner Alex Kahaner mit über 2 Millionen in Chips gecalled und alles was er hatte war ein High Card J. So wird Poker heut zu tage gespielt, und das macht es so interessant. Du musst in der Lage sein eine Balance zu finden und dein Spiel deinen Gegnern anzupassen.

KL: Spielst du Online?

Kenna: Das tue ich, ich spiele überall. Vor einigen Wochen spielte ich bei Ultimate Bet Heads-Up gegen Phil Hellmuth, und ich war am gewinnen. Ungefähr 150 Leute schauten uns zu und auf einmal wurde seine Verbindung unterbrochen oder so was also entschlossen wir uns aufzuhören. Phil sagte er wäre müde und wolle ins Bett, aber natürlich blieben wir noch für einige Stunden wach und unterhielten uns. Ich sage nicht dass...na ja, sagen wir mal einfach Phil ist ein Meister darin, sein Image zu schützen. Ich sage nicht das ich ihn besiegt hätte, aber ich lag in Führung. [Kenna lacht] Als ja ich spiele Online, aber ich genieße es doch meine Gegner vor mir zu haben und genieße auch den Sozialen Aspekt an Live Poker.

KL: Was sagts du zur UIGEA [Unlawful Internet Gambling Enforcement Act]?

Kenna: Was soll man dazu sagen? Was die da machen betrifft die ganze weltweite Poker Gemeinschaft, nicht nur die Online Spieler. Es betrifft die Poker Shows die keine Sponsoren und Werbeverträge mehr erhalten, so dass diese Shows nicht mehr existieren können, was bedeutet das es bald weniger Poker Shows gibt und die Zuschauer weniger zu gucken haben. Dies bedeutet wiederum weniger Geld für die Poker Gemeinschaft, was zu weniger Spielern bei Turnieren führt weil es weniger Satellite Qualifikanten gibt. Das bedeutet weniger Dealer, weniger Jobs, weniger Turnier Veranstalter, weniger Werbung in den Magazinen, weniger Jobs bei den Magazinen...Also wie man sieht ist der Gesamt-Effekt auf die Poker Gemeinschaft riesig.

KL: Was glaubst du wird dieses Jahr bei den World Series los sein?

Kenna: Ich glaube, dass sich dieses Jahr die Teilnehmer Zahl im Vergleich zum letzten Jahr halbieren wird. Die genauen Auswirkungen kann man noch nicht vorhersehen, aber ich kann mir vorstellen, wie der Fahrstuhleffekt auf die Poker Industrie monumental sein wird, besonders wenn es um Arbeitsplätze geht.

Vielleicht wird Poker wieder so wie früher, wo es nur 150 Teilnehmer pro Turnier gab. Wenn man sich mal überlegt, dass wir in einem Land wohnen, das Pferderennen, Bingo, Lotteriespiele und andere Spiele unterstützt, wo die Spieler überhaupt keinen Einfluss auf das Ergebnis haben, sieht man mal, wie bürokratisch und scheinheilig das doch alles abläuft. Das ist äußerst ärgerlich. Es ist wirklich schade und es ist wirklich nur ein Gesetzt, was dafür da ist um die großen Casinos im Land zu schützen, obwohl das meiner Meinung nach nach hinten los gehen wird, weil es genau die Online Poker Rooms waren, die die Spieler überhaupt erst ins Casino gebracht haben. Ich glaube, dass jeder durch dieses Gesetzt verliert. Poker ist die Nummer Eins unter den Glückspielen, weil die Spieler hier zumindest einen Einfluss auf das Ergebnis haben, anders als bei der Lotterie oder beim Pferderennen. Dieses Gesetzt wird das Poker Spielen in diesem Land gewaltig reduzieren und das ist wirklich schade.