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IP Poker Classic Finale

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Nach einer Nacht Ruhe begann für die 11 verbleibenden Spieler der zweite Tag bei den IP Poker Classics. Obwohl eigentlich drei Tage für das Turnier eingeplant waren, hatte die niedrige Spieler-Anzahl dazu geführt, dass die Spieler eine Entscheidung treffen mussten: wenn alle zustimmen würden, könnten sie den Final Table durchspielen, anstatt eine Pause einzulegen, wenn nur noch 6 Spieler übrig waren. (Die letzten 6 waren die Payout Plätze.) Alle Spieler stimmten schnell zu und so war der Ablauf des zweiten Turniertages gesetzt. Das Spielerfeld war zu Beginn auf zwei Tische verteilt, einer mit 6 Spielern und der andere mit 5, mit Blinds bei 400-800 und ein Ante von 75. Man könnte sagen, dass die Spieler am 5er Tisch im Vorteil waren, nachdem die Karten verteilt waren, weil sie es mit weniger Gegnern zu tun hatten, besonders nachdem der Chipleader Mark Wilds bei seiner Anfahrt zum Turnier im Stau feststeckte und daher zu Beginn nur 4 Spieler am Tisch waren. Broc Segura verschaffte sich schnell einen Vorteil aus der Situation und schmiss Del Walker aus dem Turnier. Walker hatte Pre-Flop auf 2500 geraist, in einem Versuch von dem Button aus die Blinds zu stehlen, aber Segura ging von der Small Blind Position aus mit. Nach einem Flop von 9[h]-6[d]-7[s] setzte Segura 8000, und nach einer kurzen Bedenkzeit ging Walker All-In. Segura ging sofort mit und zeigte A-9 und lag mit seinem Top Pair und Top Kicker weit in Führung gegenüber Walkers 6-2, bottom Pair mit bottom Kicker. Walkers Hand verbesserte sich nicht und er musste sich als 11ter aus dem Turnier verabschieden.

Nach der Hand kamen alle Spieler nun an den Final Table zusammen und die Sitzordung sah wie folgt aus:

1 - "Captain" Tom Franklin (Gulfport, MS)
2 - Don Moseley (Houston, TX)
3 - LJ Naquin (Houma, LA)
4 - Mark Wilds (Biloxi, MS)
5 - Shahnam Mohajerin (Montgomery, AL)
6 - Anthony Battistella (Slidell, LA)
7 - Broc Segura (New Iberia, LA)
8 - Tommy Mixon (Sumrall, MS)
9 - Jerry Connor (Tifton, GA)
10 - Herbert Kelso (Ridgeland, MS)

Nach nur 8 Minuten am Final Table musste ein weiterer Spieler sich verabschieden, und wieder war es Shahnan Mohajerin, der einen Spieler nachhause schickte. LJ Naquin erhöhte vom Button aus und Mohajerin ging mit, um seinen Big Blind zu verteidigen. Der Flop zeigte K[h]-Q[s]-2[h]. Mohajerin checkte und Naquin ging mit seinen verbiebenen 23,075 Chips All-In. Mohajerin begann sich kurz mit sich selber zu unterhalten. "Ich hätte nicht zu dir hin checken sollen," meinte er "ich habe einen schlechten Kicker." Naquin lächelte für einen Moment, aber dieses Lächeln verschwand, als Mohajerin sagte "Weißt du was? Ich geh mit." Naquin drehte sich weg und konnte es nicht fassen. Er zeigte A[s]-10[s], und somit ein Gutshot mit einer Overcard. Mohajerin zeigte hingegen K-4, und somit Top Pair mit mittlerem Kicker. Der Turn und der River brachten nichts und Naquin musste ohne Geldgewinn nach Hause fahren.

Nach dem Naquin sich verabschiedete, hatte "Captain" Tom Franklin einen kleinen Lauf und spielte sich wieder in die oberen Plätze rein. Erst konnte er seinen Stack von 10,900 verdoppeln, nachdem seine Pockets Q's den Pocket 10's von Kelso standhielten. Gleich danach erhöhte Franklin aus mittlerer Position vor dem Flop auf 3,500, und Broc Segura ging von der Small Blind Position aus mit. Nach einem Flop von Q[c]-J[c]-10[c] setzte Segura 12,000, worauf Franklin sofort All-In ging. Segura Ging mit und zeigte 10-10 und Franklin zeigte A[c]-K[h], und hatte somit den Nut Straight gefloppt und die Chance auf einen Royal Flush. Franklin gewann und verdoppelte seinen Stack erneut, der nun 45,000 betrug. Hiernach beruhigte sich alles ein wenig und die Spieler beendeten das Blind Level ohne weitere große Konfrontationen.

So ging es auch während des nächsten Levels weiter (600-1200-100), wo die meisten Pots entweder vor dem Flop oder auf dem Flop entschieden wurden. Dennoch mussten zwei Short-Stacks trotzdem ihre Sachen packen. Don Moseley verlor mit A-K gegen Mohajerins 3-3 und Tommy Mixons A-9 unterlag den Pocket 10's von Anthony Battistella. Mit nur noch 7 verbleibenden Spielern ging die meiste Action von den drei Big Stacks aus, Mohajerin, Broc Segura und "Captain" Tom Franklin. Mark Wilds, Jerry Connor und Herbert Kelso hielten sich überwiegend zurück und warteten darauf, bis die Blinds sich erhöhten und sie gezwungen waren, zu handeln.

Schon 5 Minuten nach der Blind Erhöhung auf 800-1600-200 war der Geld "Bubble" geplatzt, als sich Jerry Connor verabschieden musste. Broc Segura hatte Pre-Flop auf 4200 erhöht und Connor ging mit. Nach einem Flop von 9[s]-8[s]-2[c] hatte Segura gecheckt und Connor ging All-In. Segura ging sofort mit und zeigte A[c]-Q[c], und lag damit weit in Führung vor Connors A[s]-10[s]. Der River brachte eine weitere Kreuz Karte und somit war Connor der letzte Spieler, der sich ohne Geldgewinn vom Turnier verabschieden musste.

Nachdem es nun alle ins Geld geschafft hatten, dauerte es nicht lange, bis es zu dem grossen Showdowns kam. Broc Segura gewann einen 40,000 Pot von Tom Franklin, nachdem er mit seinen Pocket 10's ein Set gefloppt hatte. Danach traf Kelso zwei grosse Hands hintereinander und überholte somit die meisten Spieler am Tisch. Erst verdoppelte er seinen Stack gegen Mohajerin mit K-K gegen A-K. Danach traf er mit 7[d]-6[d] zwei Paare und gewann somit einen All-In gegen Tom Franklin, der Q-Q auf der Hand hatte. Franklin befand sich nun ein wenig in Schwierigkeiten, aber schaffte es kurz darauf seinen Stack zu verdoppeln, als seine Pocket 5's den Pocket 2's von Segura standhielten.

Danach war es erst einmal vorbei mit den vielen "Double-Ups" und es begann die Phase, in der sich Shahran Mohajerins Stack systematisch verkleinerte. Mohajerin hatte den Grossteil seines Stacks dadurch gewonnen, indem er die Bets anderer Spieler gecallt hatte, und dieser Strategie blieb er treu. In den nächsten 20 Minuten verlor er über 56,000 dadurch, dass er fast jeden Spieler am Tisch vor dem Flop callt und auf dem Flop foldete, nachdem er nichts getroffen hatte. Er tiltete nicht in dem Sinne, dass er sich über die anderen Spieler ärgerte oder verbale Ausbrüche am Tisch hatte, aber, ohne seine Karten gesehen zu haben, ist Tilt wirklich das einzige Wort, was seinen Untergang beschreiben kann. Nach dem sein Stack fast weg war, ging er mit A-Q vor dem Flop All-In, nur um es mit Herbert Kelso's A-A zu tun zu kriegen. Damit verabschiedete sich Mohajerin in 6ter Position und gewann ein Preisgeld von $5,786.

Weniger als 15 Minuten später, gerade nach dem die Blinds auf 1000-2000-300 angestiegen waren, musste sich der wohl erfahrenste Spieler am Tisch verabschieden. "Captain" Tom Franklin ging mit Q-Q All-In, aber sein Stack von 13,000 war klein genug, dass Anthony Battistella es wagen konnte, mit A[h]-8[h] zu callen. Der J[d]-10[h]-4[h] Flop gab Battistella 9 Outs, und er bekam noch 5 weitere als die 8♣ auf dem Turn auftauchte. Der River brachte J[h] und somit den Flush für Battistella, und Franklin musste sich mit Platz 5 und einem Preisgeld von $9,644 zufrieden geben.

Herbert Kelso war der nächste, der sich verabschieden musste. Der Grossteil seines Stacks ging an Mark Wilds, nachdem Kelso bei einem J[s]-9[c]-5[c] Flop All-In gegangen war und Wilds mit Q-Q callte. Kelso hatte nur K[d]-J[d] auf der Hand und sein Blatt verbesserte sich nicht, womit er auf 20,000 in Chips zurückfiel.

Einige Hands später war er vor dem Flop All-In mit A-Q und wurde von Broc Segura mit Q-Q gecallt. Das Ass kam nicht, und Kelso beendete das Turnier auf dem 4ten Platz und bekam ein Preisgeld von $19,288.

Nach Kelsos Abschied liessen es die verbliebenen 3 Spieler sehr ruhig angehen. Mark Wilds, Anthony Battistella und Broc Segura hatten alle drei fast gleichgrosse Stacks und verbrachten den Rest des Blind Levels, und auch den Grossteil des nächsten Levels damit, sich die Blinds und Antes hin und her zu schieben. Es wurde klar, dass sich keiner der drei kampflos geschlagen geben würde. Es würde nur zur Sache gehen, wenn zwei Spieler zur gleichen Zeit gute Blätter auf die Hand bekämen oder einer der drei einen grossen Fehler machen würde. Am Ende war es ein Fehler von Broc Segura, der das Spiel auf den Kopf stellen würde. Nach drei Erhöhungen auf dem Flop, Turn und River gegen Wilds verlor er am Ende einen Pot im Wert von 150,000, nachdem Wilds seinen 40,000 River Bet gecallt hatte. "Ich habe nichts", sagte Segura, sobald Wilds seinen Bet gecallt hatte, und dieses nichts machte Wilds zum unangefochtenen Chipleader.

Wilds nutzte seinen Chiplead sehr gekonnt aus, aber Battistella konterte mit gut-getimeden All-Ins, um seinen Stack beizubehalten. Segura wurde hin und wieder auch aktiv, aber er schaffte es nie, sich von dem grossen Pot gegen Wilds zu erholen. Beim ersten Blatt nach der Blinderhöhung auf 3000-6000-500 war es dann soweit. Segura ging All-In mit A-10, nur um zu sehen, wie Battistella A-A aufdeckte. Eine 10 auf dem Flop gab Segura noch ein wenig Hoffnung, aber sein Blatt sollte sich nicht weiter verbessern und er musste sich als 3-plazierter vom Turnier verabschieden und bekam ein Preisgeld von $28,932.

Zu Beginn des Heads-Up hatte Mark Wilds 240,000 in Chips gegen die 170,000 von Battistella. Er schaffte es diesen Vorsprung auf 286,000 -124,000 auszubauen, aber es gelang ihm nicht, genug Druck auf Battistella auszuüben, um ihn zu Fehlern zu zwingen. Gegen Ende schien es so, als würde Wilds ein wenig die Fahrt ausgehen und dies nutzte Battistella aus und übernahm den Chiplead, den er danach auch nicht mehr abgeben sollte. Letztendlich war Wilds mit A-9 All-In und wurde von Battistella mit A-K gecallt, es kam keine Verbesserung für Wilds, und Battistella gewann das Turnier. Nach 82 Hands und fast 2 Stunden Heads-Up sahen beide Spieler sehr erschöpft aus, aber das Preisgeld war es auf jeden Fall Wert. Wilds erhielt den zweitgrössten Gewinn seiner Karriere im Wert von $48,221 für den 2ten Platzt, und Battistella erhielt mit $81,011 den mit Abstand grössten Gewinn seiner Laufbahn.

Das Turnier dauerte am Ende doch länger als man es am Anfang erwartet hatte, aber es war ein würdiges Ende für das erste $5,000 Event in Biloxi. Geduld und Können triumphierten bei diesem kleinen Spielerfeld, eine willkommene Abwechslung zu den grossen Spielerfeldern wie bei der WPT, wo Glück meistens der entscheidende Faktor zum Sieg ist. Das IP Event war natürlich kleiner als sich viele erhofft hatten, aber es war ein guter Start zu etwas, dass von nun an Tradition an der Mississippi Golf Küste werden soll.

*Bilder von Jason Kirk*