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Poker News | Poker Puls | Abseits vom Tisch

Männer und Frauen im Poker

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Es ist noch gar nicht so lange her, da war Poker eine reine Männer Domäne. Dachte man an Poker, dachte man an Zigarrenrauch, Bier und Männer, die sich über ihre Ehefrauen beschwerten. Aber die Zeiten sind vorbei. In den vergangenen Jahren hat sich die Pokerwelt drastisch verändert, und mit ihr auch die Anzahl an weiblichen Poker Spielern. Von Jahr zu Jahr zieht es immer mehr Frauen nach Las Vegas, um in eine, bis vor kurzem noch, reine Männer Welt vorzudringen und sich zu beweisen - und das mit beachtlichem Erfolg.

Was sich in den vergangenen Jahren jedoch nicht verändert hat ist die Tatsache, dass Frauen am Poker Tisch weniger respektiert werden als die meisten männlichen Spieler. Natürlich ist dies auf das männlich Ego zurückzuführen und der Ansicht, dass Männer alles besser können als Frauen, was, besonders wenn es um Poker geht, ein fataler Fehler sein kann. Denn Männer, ob ihr es hören wollt oder nicht, Frauen sind im Durchschnitt die besseren Poker Spieler.

Der einzige Grund, warum es auf der Welt mehr bekannte und erfolgreiche männliche Poker Spieler gibt als weibliche ist ganz einfach der, dass mehr Männer Poker spielen. Die Tatsache, dass 80-90% aller Poker Spieler dieser Welt Männer sind, ist eine logische Erklärung dafür, dass die meisten erfolgreichen Poker Spieler Männer sind. Wenn du ein Sit n Go mit 10 Spielern spielst, und 9 aus 10 Spieler sind Männer, überwiegt natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann das Turnier gewinnt. Prozentual gesehen ist es jedoch so, dass Frauen erfolgreicher Poker spielen als Männer. Das kann man unter anderem darauf zurückführen, dass Männer dazu tendieren, sich kopflos auf ein Spiel zu stürzen ohne gross darüber nachzudenken. Einer der grössten Fehler, den viele begehen ist der, dass sie ein Limit spielen, dem sie nicht gewachsen sind. Während Frauen es eher langsam angehen, klein gewinnen und klein verlieren, gehen Männer wie eine Rakete ab und können nächsten Monat die Miete nicht bezahlen, wenn es schief geht.

Natürlich ist dies eine extreme Verallgemeinerung. Selbstverständlich gibt es auch schlechte weibliche Poker Spieler und männliche Spieler, die sehr kontrolliert und erfolgreich spielen, aber es ist einfach eine Tatsache, dass die Gruppe der grottenschlechten Langzeit Verlierer, auch prozentual gesehen, von den Männern dominiert wird.

Eine interessante Beobachtung, die ich gemacht habe ist die, dass Männer automatisch anders spielen, wenn sie es mit weiblichen Gegnern zu tun haben. Hin und wieder spiele ich auf das PartyPoker Konto meiner Freundin und es ist verrückt zu sehen, wie viel öfter Spieler mich raisen, callen oder versuchen zu bluffen. Nur weil ich eine "Frau" bin, heisst das doch nicht automatisch, dass ich nie Top 2-Pair, ein Set oder einen Flush treffen kann. Hin und wieder geht es sogar so weit, dass die anderen Spieler mir Ratschläge erteilen wollen und mir sagen, wie ich den letzten Pot hätte besser spielen können, obwohl ich ihnen gerade $50 abgeknüpft habe.

Was ich damit sagen will ist, dass sogar wenn wir es mit weiblichen Spielern zu tun haben, die vielleicht nicht besonders gut Poker spielen können, wir es ihnen leicht machen, indem wir unser Spiel total verändern, weil wir glauben den Macho raushängen lassen zu müssen um ihnen zu zeigen, wo's bei diesem Spiel langgeht.

Wir Männer sollten besser so schnell wie möglich die Tatsache akzeptieren, dass dieses Spiel nicht länger ein Männer Spiel ist und wir den Frauen in keiner Weise überlegen sind, denn, wenn es so weiter geht, es nicht lange dauern wird, bis dieses Spiel fest in weiblicher Hand ist.