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Doyle Brunson North America Final Table

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Der $15k Doyle Brunson North America Final Table ist zu Ende, und es waren wilde 100 Hands, die man brauchte, um den Sieger zu bestimmen.

Daniel Negreanu begann den Tag als Chip Leader mit 4.67 Millionen und gewann gleich einen ordentlichen Pot gegen den zweitplatzierten Mads Anderson. Anderson spielte 5 von den ersten 6 Hands und verlor dadurch über 1 Million Chips, ohne überhaupt eine River Karte gesehen zu haben. Es schien, als wäre Negreanu in einer ähnlichen Verfassung wie in der 2004 Saison, mit einer Kombination aus Glück und Können, die sich als so erfolgreich erwies, ihm am Ende jedoch auch um den gewünschten Erfolg gebracht hatte. Im zweiten "Orbit" gewann er einen schönen Pot mit Pocket A's, dann mit einem genialen Call schickte er den ersten Spieler des Tages nach Hause. Ed Jordan hatte Pre-Flop auf 200k erhöht, worauf Anderson auf 625k reraiste, Negreanu ging auf dem Button mit und Jordan ebenfalls. Der Flop zeigte {Q-Hearts}{Q-Clubs}{10-Hearts}, und das Trio checkte. Auf dem Turn kam die {4-Hearts} und Jordan ging mit seinen letzten 1.045 Millionen All-In. Anderson foldete, und nach einiger Bedenkzeit entschied sich Negreanu zu callen. Negreanu zeigte {A-Clubs}{K-Hearts} und hatte Jordan, der nur {8-Spades}{7-Spades} auf der Hand hatte, bei einem puren Bluff erwischt. Der River gab Negreanu mit der {6-Hearts} sogar noch einen unnötigen Flush, und Ed Jordan verabschiedete sich als 6ter vom Turnier und nahm ein Preisgeld von $169,145 mit nach Hause.

Fünf Hands später war das Turnier für einen anderen Spieler gelaufen. David Redlin und Joseph Hachem raisten und reraisten sich einige male vor dem Flop, bis Redlin am Ende mit 1.4 Millionen Chips All-In war. Hachem ging mit und zeigte {Q-Clubs}{Q-Hearts}, und für Redlin sah es jetzt sehr schlecht aus mit seinen {A-Hearts}{Q-Spades}. Nach dem Flop {7-Hearts}{4-Diamonds}{4-Hearts} war Hachem noch immer in Führung, aber das Publikum hielt den Atem an, als auf dem Turn das {A-Clubs} zum Vorschein kam. Als dann auf dem River die {Q-Diamonds} auf den Tisch kam, waren die Fans nicht mehr zu halten. Hachem hatte sein Set getroffen und Redlin konnte es nicht glauben. Er schied als 5ter aus und gewann ein Preisgeld von $253,715. Negreanu hatte nun 9.0 Millionen in Chips, und die anderen drei Spieler teilten sich die verbleibenden 8.5 Millionen. Hachem konnte sein Stack langsam aufbauen und hatte nach der Hand gegen Redlin und einem Pot gegen Anderson, wo er ihm 1 Million abknüpfte, 5.5 Millionen vor sich liegen. Jim Hanna hatte den Tag als Shortstack begonnen, aber konnte sich mit viel Mühe im Spiel halten, nachdem er 800k von Hachem und 550k von Negreanu gewann. Anderson ging des öfteren All-In, und schließlich entschloss sich Negreanu, ihn mit {A-Hearts}{9-Clubs} zu callen, aber hatte mit dem Blatt gegen Andersons {A-Spades}{Q-Clubs} wenig Chancen, besonders nachdem Anderson auf dem Flop seine Q getroffen hatte, wodurch er seinen Stack verdoppelte und nun 2.0 Millionen vor sich hatte. Negreanu schaffte es jedoch, die Hälfte davon im nächsten Pot zurückzugewinnen, nachdem er mit seinem AK auf dem Turn einen K traf und Anderson auf dem River einen Bet von 600k callte. In der darauffolgenden Hand ging Anderson All-In und wurde von Negreanu gecallt. Negreanu zeigte {A-Diamonds}{4-Diamonds}, und es sah gegen Andersons {7-Hearts}{6-Hearts} gut für ihn aus. Der Flop zeigte {Q-Diamonds}{J-Clubs}{6-Diamonds} und brachte Anderson in Führung, gab Negreanu aber zugleich den Nut Flush Draw. Die {8-Spades} auf dem Turn war zwar für keinen zu gebrauchen, aber die {9-Diamonds} gab Negreanu seinen Flush, und Mads Anderson musste sich als 4ter mit einem Preisgeld von $380,630 aus dem Turnier verabschieden.

Hachem gewann 5 der nächsten 6 Hands, verringerte den Abstand zu Negreanu und lag jetzt mit seinen 6.5 Millionen dicht hinter Negreanu mit 8.1 Millionen und weit vor Hanna mit 3.4 Millionen. In der nächsten Stunde sollte sich das Blatt jedoch wenden. Nach einigen kleinen Pots nahm es Hanna mit dem Chip Leader auf. Bei einem Flop von {7-Hearts}{7-Diamonds}{6-Hearts} hatte Negreanu zuerst gecheckt und dann Hannas Bet von 350k gecalled. Auf dem Turn kam der {K-Hearts} und wieder checkte Negreanu. Dieses mal setzte Hanna 500k und Negreanu ging All-In. Hanna ging mit und zeigte {K-Spades}{J-Hearts}, Top Pair und ein Flush Draw. Negreanu zeigte {K-Diamonds}{9-Hearts} und brauchte jetzt unbedingt eine Neun. Die {6-Diamonds} auf dem River entschied den Pot, und die 3.9 Millionen gingen an Hanna. Beim nächsten Blatt verlor Negreanu noch mehr Chips an Hanna, als er bei einem Flop von {8-Hearts}{3-Diamonds}{2-Clubs} 300k setzte, worauf Hanna auf 1.2 Millionen erhöhte. Nach der {7-Hearts} auf dem Turn ging Hanna All-In und Negreanu war gezwungen, zu folden. 6 Hands später passierte das gleiche noch mal und dann noch mal. Negreanu raiste 400k Pre-flop, Hanna ging mit und der Flop zeigte {A-Clubs}{A-Spades}{K-Diamonds}. Beide Spieler checkten, doch als die {10-Spades} auf dem Turn erscheinte, setzte Hanna 500k. Negreanu ging mit, und der River brachte die {5-Hearts}. Hanna erhöhte auf 800k, Negreanu ging mit und Hanna zeigte Q-J für einen Broadway Straight und Negreanu schob seine Karten in die Mitte. Beim nächsten Blatt erhöhte Hanna Pre-Flop auf 480k, Negreanu ging mit, nach dem Flop erhöhte Hanna auf 500k und Negreanu foldete.

Hanna hatte mit 7.78Millionen den Chip Lead übernommen, dicht gefolgt von Hachem mit 7.39 Millionen, und Negreanu lag weit abgeschlagen auf dem dritten Platz mit 2.34 Millionen. Ein Spieler wie er, der so viele Flops sieht, sollte an solche Swings eigentlich gewöhnt sein, aber auch für einen solchen Veteranen ging die letzte Stunde nicht spurlos vorbei. Die Tatsache, dass er danach noch 2 der nächsten drei Hands gegen Hanna verlo,r war auch nicht gerade hilfreich. Danach überlies er das Spielen vorrüberwiegend den anderen zwei, und Hachem schaffte es, Hannas Siegsträhne ein wenig zu stoppen. Hachem hatte auf einem 10-high Flop ein Set Zweier getroffen und Hanna erhöhte bis zum Schluss. Erst check/callte er 200k, auf dem Turn erhöhte er um 400k und noch mal 1.0 Millionen auf dem River. Kurz darauf kam das entscheidende Blatt des Final Table.

Hachem erhöhte auf dem Button auf 450k und Negreanu ging mit weiteren 1.125 Millionen All-In. Hanna schaute sich für eine Weile sein Blatt an, aber entschied sich, am Ende doch zu folden. Hachem ging mit und zeigte {4-Clubs}{4-Hearts} gegen {K-Spades}{10-Clubs} von Negreanu. Hanna wurde überhört, wie er sagte, er hätte Pocket 10's gefolded. Das Board zeigte {A-Hearts}{Q-Clubs}{2-Clubs}{Q-Diamonds}{2-Diamonds}, wodurch Hachems Pocket 4's den Pot gewannen und Negreanu als drittplatzierter aus dem Turnier ausschied und ein Preisgeld von $592,000 mit nach Hause nahm. Er war zu Beginn des Final Table der Favorit und es sah schon ganz danach aus, als würde er einen weiteren WPT Titel einsacken, aber sein schlechter Lauf gegen Hanna hatte sein Schicksal besiegelt.

Zwei Spieler mit den Initialen J.H spielten jetzt also um den Titel, einer mit einem kargen Resume, während der andere mit dem WSOP Main Event Titel den größten Erfolg, den es im Poker gibt, zu verbuchen hat. Hanna lag mit seinen 9.5 Millionen knapp vor Hachem mit 8.0 Millionen. Während Chip Reese gegen Andy Bloch und Daniel Negreanu gegen Mike Sexton noch große Final Table Schlachten waren, dauerte dieser nur neun Hands. Hachem gewann 3 der ersten 5 Hands, um den Chip Count auszugleichen, aber das sechste Blatt machte einen großen Unterschied. Hachem erhöhte Pre-Flop auf 450k, und Hanna rereaiste auf 900k. Hachem schaute sich sein Blatt und seinen Gegner an und entschied sich, zu callen. Der Flop zeigte {9-Spades}{6-Diamonds}{5-Diamonds}, und Hanna setzte 3.0 Millionen, worauf Hachem All-In ging. Hanna brauchte darauf einige Minuten Bedenkzeit, entschied sich am Ende jedoch zu folden, womit Hachem nun mit 13.4 Millionen der eindeutige Chip Leader war. Hanna gewann mit dem nächsten Blatt 1 Millionen zurück und foldete das nächste Blatt Pre-Flop. Danach raiste Hanna auf 720k, Hachem ging All-In und Hanna ging mit. Hanna zeigte {Q-Clubs}{J-Clubs} und Hachem {A-Spades}{6-Clubs}. Nach dem Flop {A-Clubs}{Q-Diamonds}{3-Diamonds} war Hachem noch immer in Führung, aber die {8-Clubs} auf dem Turn gab Hanna einen Flush Draw und niemand im Publikum hielt es mehr auf den Sitzen. Das Publikum explodierte, als die {2-Diamonds} auf dem River kam und das Turnier beendete. Hanna war am Tag zuvor als 33ter aus 33 Spielern gestartet und war der Short-Stack am Final Table. Die Position hätte ihm ein Preisgeld von $42,285 verschafft, aber am Ende gewann er als zweitplazierter $1,099,430. Er hat meisterhaft mit seinem Short-Stack umgegangen und wurde am Ende mit über $1 Million belohnt.

Joseph Hachem schaffte es bei den diesjährigen WSOP vier mal ins Geld, unter anderem beim Main Event, und schaffte es zwei mal zu einem Final Table, unter anderem belegte er den zweiten Platz beim $2.5k Short-Handed NLHE Turnier, wofür er ein Preisgeld von $256,800 gewann. Er ist einer von sieben Spieler, der die World Poker Tour verklagt, obwohl ihre Website seit August nicht aktualisiert wurde. Gerüchten zufolge hatte Hachem die WPT Abfindungserklärung nicht unterschrieben. Jetzt hat die WPT bestimmt für immer einen besonderen Platz in seinem Herzen, nachdem er den Check über $2,182,075 und den Crystal von Doyle Brunson entgegennahm. In seinem mit Stolz getragenen schwarzen Shirt mit dem PokerStars.net Logo sagte er "Als ich die World Series gewann, war ich nicht so aufgeregt wie jetzt, und es hat viel mit Bestätigung zu tun." Hachem schließt sich einer Elite Gruppe von Spielern an, die ein WSOP Main Event gewonnen haben und einen WPT Titel erworben haben. Zu dieser Gruppe zählen auch Scotty Nguyen (ME 98, Tunica 06), Juan Carlos Mortensen (ME 01, Bellagio 04) und Doyle Brunson ( ME 76,77, Bicycle 04). Wenn jemand noch Fragen hat, sollte das wohl Bestätigung genug sein.